Was würdet ihr tun, wenn in eurem Badezimmer ein schwarzes Loch auftauchte und Stück für Stück dessen Inventar verschlucken würde? Ich würde völlig begeistert sein, denn wer erhält schon einmal die Möglichkeit, ein solches Mysterium hautnah zu erleben. Allerdings wüsste ich nicht wirklich, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Videos für die Nachwelt aufnehmen? Stephen Hawking eine Mail über das alles verschlingende Phänomen unter meinem Waschbecken schreiben? Aus dem Haus rennen?
Einen Großteil der im Netz anzutreffenden Schönheiten würde anscheinend ihre Kosmetiksammlung retten, denn deren Verlust scheint eine große Bedrohung für sie darzustellen. Diese Angst zeigt sich in einem TAG, bei dem man zehn Kosmetikartikel aufzählen soll, die man SOFORT wieder kaufen würde wenn die eigene Schminkkollektion plötzlich verdunstete.
Beim Verschwinden meines Badezimmerinventars würde ich meine Zahnbürste, eine Haarbürste und meinen Schmuck (Echtsilber - das ist meine Wertanlage für die Zukunft!) am meisten vermissen. Die Kosmetik zu verlieren ist natürlich blöd, doch ich würde keinen Schreikrampf bekommen. Denn das Betonen der eigenen Vorzüge durch ein wenig Herumgepinsel ist zwar gut geeignet, um nicht völlig fertig auszusehen, obwohl man es ist und dadurch, dass es eine Herausforderung ist, das ganze Geschmiere möglichst natürlich aussehen zu lassen, bereitet es mir auch Freude, wenn es gelungen ist, doch überlebenswichtig ist es nicht. Das heißt aber nicht, dass ich keinen Spaß daran hätte, mich ein wenig zu schminken.
Weil mein letzter liebevoll geschriebener
Beitrag über den Roman Dracula so wenig Kommentare (drei - zwei davon von der selben Person und einer davon nicht mal zum Artikel!) bekommen hat und mein Fazit war, dass ihr momentan keine langen Texte lesen wollt, ist meine Konsequenz ein Artikel über Kosmetik. So mainstream, so oberflächlich. Aber wer nicht lesen wil, muss Bilder ertragen. Muhahaha!
Welche Kosmetik würde ich also wirklich vermissen und SOFORT (ob das Haus nun brennt oder nicht) wieder kaufen?
1. Abdeckcreme aka Concealer.
Ihr wisst schon - eine hautfarbene Substanz, die man über gerötete Stellen im Gesicht pappen kann. Damit ich nicht ständig Rot sehen muss.
Allseits bekannt und beliebt ist die Alverde Camouflage. Nun ja, aktuell ist die hellste Nuance schon zu dunkel für mich. Da bleibt nur zu hoffen, dass sich kein Rot ins Gesicht wagt, wo es nicht hingehört.
2.Wimperntusche
Ohne diese sind meine blonden Wimperchen unsichtbar. Dieser Zustand mag zwar für Harry Potter und die U.S. Army erstrebenswert sein, doch weibliche Augen ohne sichtbare Wimpern erscheinen mir seltsam. Also benutze ich Mascara.
Aktuell ist das eine wasserfeste von Catrice, weil ich auch mal wasserfeste Wimperntusche testen wollte. Fazit: verschmiert über den Tag nicht, sieht ziemlich natürlich aus ABER lässt sich schlecht abschminken; auch mit Make-Up Entferner.
Lieber mag ich die Lashes to Kill Mascara des gleichen Herstellers, allein schon wegen des Namens.
Achtung: meine Wimpern sind tödlich! An diesem Witz könnte ich mich nahezu endlos erfreuen
3.Rouge!
Damit ich nicht leichenblass aussehe und gefragt werde, ob ich krank sei kommt Rouge auf die Wangen.
Mein absoluter Favorit:
Blush Soufflé von essence in einem matten Rosa. Was soll ich sagen? Ich liebe dieses Zeug! Es glitzert nicht, lässt sich gut auftragen, bleibt lange wo es sein soll ohne zu verblassen und ist vor allem nicht so leuchtend Pink, dass es künstlich aussieht.
Bald ist es leer und exakt das gleiche Modell werde ich nicht mehr bekommen, da es nur limitiert verkauft wurde. Aber ich habe Hoffnung: essence nimmt ein ähnliches Rouge ins Sortiment. Hoffen wir mal, dass es genauso matt und rosa und toll ist.
Moment: habe ich Rosa gerade mit toll assoziiert? Nun ja, Wangen sind einfach eher rosa als grün. Schade aber auch.
4. Puder
Damit ich nicht stärker glänze als ein Baustellenscheinwerfer wird das Zeug einmal über das komplette Gesicht gestäubt. Mein aktuelles Puder habe ich
geerbt von meiner Schwester. Für sie war es ein Fehlkauf, da es zu hell für sie ist und so kam es zu mir.
Ob ich nun zufrieden bin? Es ist ein Puder und die Farbe entspricht in etwa meiner Hautfarbe, es sieht nicht auffällig künstlich sondern einfach natürlich nur nicht glänzend (=matt!) aus.. Noch was? Es ... lässt sich gut auftragen. Gott, nach welchen Kriterien beurteilt man Puder noch?
Egal, wenn es mal irgendwann leer ist, werde ich mich aber nach einem anderen umsehen.
5. Lipstain
An mir mag ich rote Lippen sehr gern und habe zum Glück die Lipstains von Catrice entdeckt. Einmal aufgetragen halten sie den ganzen Tag lang und sind dabei kussecht, das heißt sie färben nicht ab oder verschmieren. Natürlich verblasst die Farbe mit der Zeit, doch das macht sie unauffällig.
Und mit der Filzspitze ist der Auftrag auch sehr unkompliziert. Das schaffe sogar ich.
6.Lippenbalsam
Trockene Lippen sind einfach unangenehm und nervig, weshalb ich fast immer einen Lippenbalsam bei mir trage. Mein Balsam ist vom Imker und duftet deshalb schön nach Honig.
Auch über den Lipstain gebe ich gern ein wenig von der Lippenpflege.
Da gibt es nichts mehr zu ergänzen.
Und nun habe ich an dekorativer Kosmetik nichts mehr zu ergänzen. Lidschatten benutze ich zwar gelegentlich; bevorzugt in neutralen, matten Brauntönen; aber sie sind nicht das, was ich zuerst vor dem Sog des schwarzen Loches retten wollen würde.
Aber es sollten doch 10 Kosmetika werden...
7.Teebaumcreme
Seit bestimmt schon neun Jahren habe ich die Teebaumölcreme von Arya Laya in Gebrauch. Für Insektenstiche, Pickel, Ausschlag, Kratzer, Rötungen und so ziemlich alle Hautirritationen ist sie bei mir die ultimative Waffe. Sicher habe ich in dieser Zeit schon fünfzehn Döschen davon geleert und bin begeistert. Auf dass sie nie aus dem Sortiment genommen wird.
Und ja, das aktuell benutzte Tiegelchen ist bald leer. Der Ersatz steht schon bereit.
Diese Creme gibt es z.B. im Reformhaus.
8. Peeling
Einmal in der Woche wird das Gesicht "geschält" und zwar mit dem Peeling von Hildegard Braukman. Es riecht ganz zart nach Pfirsich und enthält sanfte, kleine Peelingpartikel aus gemahlenen Pfirsichkernen. Nach der Anwendung ist die Haut wirklich sehr glatt und vor allem nicht ausgetrocknet. Bestimmt schon über ein Jahr ist das Peeling in Gebrauch und wird von mir deshalb als sehr ergiebig eingestuft.
Wie sagt der Guru? " Dafür gibt es eine Kaufempfehlung von mir".
9.Handcreme
Auch schon ewig mein Favorit ist die Kamillenhandcreme von Florena.
Pflegt toll, riecht angenehm natürlich, was mir sehr wichtig ist, da ich diese offensichtlich künstlichen Fruchtdüfte gar nicht mag und ist auch nicht übermäßig teuer.
Besonders nach dem Abwaschen schätze ich Handcreme sehr.
10. Haarbürste
Mit einer Haarbürste liegt man nie falsch. Die abgebildete Holzbürste mit Wildschweinborsten von Ebelin ist wirklich die genialste Bürste, die ich je hatte. Sie ziept (wie lange habe ich dieses Wort nicht mehr gebraucht!) nicht und lädt das Haar auch nicht elektrisch auf, was ich sehr schätze.
Und sie entwirrt nebenbei auch noch das Haar. Krass, oder?
Puh, fertig.
Und man denkt, die Bloggerei über Kosmetik wäre ein stumpfsinniges Hobby. Nein, es ist hochkomplex: man muss sich um Lieblingsprodukte ausgiebig Gedanken machen, vernünftige Bilder davon aufnehmen und auch noch auch noch darüber bestimmte Fragen beantwortend schreiben. Außerdem: könnt ihr euch vorstellen,
wie schwer es ist, etwas farbgetreu zu fotografieren oder überhaupt das Auge beim Knipsen eines Make-Ups zu treffen?
Das wäre mir doch auf die Dauer viel zu anstrengend.
Also lest doch die Posts und kommentiert, damit ich nicht in Nervosität verfallen muss, da ich denke, dass das Thema meines Beitrags völlig am Interesse meiner Leser vorbeigeht und nur um euch auf zu rütteln
solche Posts machen muss.
Apfelkern
Ach und ... ich tagge niemanden. Das möchte ich keiner Seele zumuten.