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Dienstag, 26. Juli 2016

Forever alone: Die Sache mit dem Dating

Seid ihr gerade dabei zu heiraten oder ein Kind zu bekommen? Wenn ja, dann würde das perfekt zu meiner Wahrnehmung der Umwelt passen. Denn gefühlt heiratet momentan mein ganzer Freundes- und Bekanntenkreis sowohl im realen Leben als auch online und fängt danach mit der Reproduktion da. Und ich sitze da und weiß nicht, ob ich es absolut surreal und gruselig finden oder Torschlusspanik bekommen soll.

Als ich von den ersten Kommilitonen in meinem Alter hörte, dass sie heiraten würden, fragte ich mich überhaupt, ob sie das denn schon dürften. Sie waren ja noch nicht mal 25!
Anscheinend durften sie es, denn sie haben die Sache durchgezogen.
Nun hat vor einigen Tagen eine Bekannte ihr erstes Kind bekommen. Das ist meiner Meinung nach noch eine viel verrücktere Sache als das Heiraten - schließlich unterschreibt man nicht nur einen Vertrag und ändert den sozialen Status sondern hat plötzlich ein Projekt für den Rest seines Lebens oder mindestens die nächsten zwanzig Jahre an der Backe. Sicher kann das auch etwas schönes sein, doch sind wir nicht noch ein bisschen jung dafür?

Ich meine: macht man sowas nicht erst ab fünfundzwanzig? Frühestens! Also nicht, dass ich das jetzt für dieses Alter planen würde. Scheinbar bin ich mit der Meinung nicht allein aber tendenziell nicht Teil einer Mehrheit. Denn nun hat sich doch gleich die nächste Schwangere im Umkreis geoutet. Als wäre es ansteckend. *Sicherheitsabstand*
Als hätte er es geahnt schmerzte mein Uterus am Tag der Geburt des Kindes der Bekannten noch bevor ich davon wusste, dass sie an dem Tag Mutter wurde, ganz fürchterlich und ich war schon sehr beeindruckt, was der Körper alles mitbekommt ohne dass man aktiv davon weiß.
Aber nein, es war nur die Vorbereitung meines Körpers dafür, mir dann zwei Tage später bei einem Gespräch mit einer Professorin in einer weißen Sommerhose mir zu präsentieren, dass ich nun meine Periode hätte. Good times! Na ja, immerhin war es keine Geburt.

Und was macht man jetzt so mit 23, wenn man eben nicht dabei ist, seine Hochzeit zu planen oder ein Kind auszubrüten? Ganz einfach: man denkt darüber nach, wie alle um einen herum scheinbar jemanden gefunden haben, mit dem sie für immer glücklich sein werden oder das zumindest bei jeder Gelegenheit jedem ungefragt mitteilen während man selbst Single ist. Jawoll, daher der Frust.

Ich mache schon Pläne, wie ich mein Leben als Crazy Cat Lady später am besten organisiere, da ich insgeheim schon ein bisschen mehr als nur ein bisschen verzweifelt bin. Gefühlt sind alle sympathischen und attraktiven Männer in meinem Umfeld bereits vergeben, langweilig, nicht interessiert oder winzig (aka kleiner als 1,80m). Aber hey, da muss man doch nicht jammern - es gibt schließlich doch auch eine Möglichkeit, seine Suchressourcen zu erweitern: Onlinedating!

Davor schrecke ich ehrlich gesagt noch sehr zurück. In meiner Vorstellung ist das der reine Fleischmarkt. Man muss sich auf den Bildern facettenreich und interessant zeigen. Immer schön die Reiselust, die eigene körperliche Fitness, die Intelligenz und seinen großen Freundeskreis präsentieren. Wenn ich da nicht meinen gut trainierten Hintern -  weil ich schließlich keine Torte im Schaufenster bin - sondern mich strickend zeige, wird mich nämlich kein Schwein anschreiben. Allerdings habe ich wenig Lust, mich für sowas zu verstellen, nur damit die Nachrichten irgendwelcher Männer ohne Ende bei mir landen.
Schließlich möchte ich mir keinen dämlichen Lustmolch anlachen sondern einen Partner.


These are the  only juicy dates I have
Für Onlinedating bin ich zum einen noch nicht ganz verzweifelt genug und zum anderen kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass ich damit überhaupt zurecht käme. Es würde schon reichen, dass mich jemand mit "Na Süße" anschreibt, um mich in eine Mischung aus Abscheu und Grübeln zu versetzen. Erst letztens (in einer App für Persönlichkeitstests, die ich nur mit meiner Schwester nutze, die aber anscheinend eigentlich zum Dating da ist) erlebt.
Nachdem ich die Nachricht bekam, war ich völlig geschockt, hab denjenigen erst mal blockiert und kam nicht darüber hinweg, dass fremde Menschen einen einfach so Süße nennen.

Ich meine - wie kann mich denn jemand einfach Süße nennen, der mich nicht kennt?! Wie dreist und erniedrigend ist das denn? Hält der mich für bescheuert? Muss ein ganz schöner Macho sein. Oder ein Troll. Sowas kann schließlich niemand ernst meinen.

Man sieht - ich bin ein Naturtalent im Dating. Nicht. Und wahrscheinlich war das ein ganz normaler Spruch zum Eröffnen eines Gesprächs für denjenigen. Nur mal im Ernst: was soll man denn darauf sinnvoll antworten?

Mir ist schon klar, dass es nicht unbedingt daran liegt, dass ich eine so unsympathische, miespetrige und hässliche Person bin, dass ich Single bin. Viel mehr hängt es damit zusammen, dass ich Treffen mit vielen Fremden wie WG Party meide und wenn ich mal Abends tanzen gehe oder auf einem Konzert bin, viel zu sehr beschäftigt bin, mich selbst zu amüsieren als dass ich die potentiellen Partner um mich herum abchecken würde.
Und das größte Problem bleibt, dass Menschen, die genauso ticken wie ich, auch lieber allein zu hause bleiben als sich auf jeder WG Party der Stadt mit neuen Leuten zu betrinken. Ein ewiges Dilemma.

Natürlich gibt es sehr viele sehr viel größere Probleme auf der Welt aber momentan bewegt mich persönlich das Thema der Partnerschaft sehr. Es wird gesellschaftlich vorausgesetzt, dass man jemanden findet, mit dem man bis ans Ende aller Zeiten zusammen ist und Nachkommen produziert. So ein bisschen habe ich das Gefühl, mit dem Single Status negativ aufzufallen. Oder habt ihr schon mal jemanden prahlen gehört, wie wunderbar allein er ist? Ich auch nicht. Ich muss mir nur ständig anhören, wie großartig der Freund oder die Freundin meiner Mitmenschen wäre. Was ja an sich auch schön ist, dass diejenigen glücklich sind. Zugleich fühlt es sich aber auch immer mies an zu wissen, dass man all das selbst nicht hat.
Auch wenn ich weiß, dass das persönliche Glück nicht allein von einer Beziehung abhängt, bedeutet es trotzdem nicht, dass ich mir keine wünschen würde.

Und abgesehen davon: muss ich jetzt wirklich forever alone sein, nur weil ich introvertiert bin? Das kann doch wohl nicht wahr sein...

Wie geht es euch mit dem Thema Partnerschaft? Schweigt ihr es lieber tot oder berichtet ihr allen zum x-ten mal von der Planung eurer Traumhochzeit?

Donnerstag, 5. November 2015

Und was ist mit Teeeee? Oder auch: Kein Herz für Kaffee

Vor einigen Wochen saß ich morgens noch mit leichtem Jet-Lag durch die Zeitumstellung in der Bahn und war auf dem Weg zu einer viel zu frühen Vorlesung. Draußen war es dunkel und mein Instinkt sagte, es wäre der perfekte Moment, noch ein wenig zu dösen. Friedlich nickte ich immer wieder ein wenig weg, sah ab und an auf, um festzustellen, wo die Bahn sich inzwischen befand.
Ein stechender, muffiger Geruch unterbrach diese Verlängerungsrunde meiner Nachtruhe - Kaffee.
Neben mir saß ein junger Mann mit Kaffeebecher, aus dem es heiß dampfte und aufdringlich roch.

Gefühlt bin ich der einzige Mensch, der morgens beim Geruch von Kaffee nicht fröhlich aus dem Bett springt, sondern sich überlegt, ob er unter der Bettdecke warten soll, bis der Mief sich verzogen hat oder mit angehaltenem Atem aus dem Bett hastet um möglichst schnell die Quelle des Geruchs zu eliminieren.

Ich bin in einer Familie von Teetrinkern aufgewachsen. Morgens gab es am Wochenende immer eine 2,5 Liter Kanne schwarzen Tee für vier Personen, die wir problemlos geleert haben. Obwohl in der Küche auch eine Kaffeemaschine steht, wird sie so selten angeworfen, dass man das aufs Jahr gerechnet an einer Hand abzählen kann. Regelmäßig passiert es, dass der Kaffee, der bei meinen Eltern für unerwarteten Besuch im Schrank gelagert wird, sein Mindesthaltbarkeitsdatum überschreitet.
Als Kind bekam man wie selbstverständlich immer sein Tässchen Milch zum Geburtstagskaffeetrinken mit den Verwandten. Proportional zum steigendem Alter kam die Frage, ob man denn auch Kaffee wolle, immer häufiger. Danke nein, ich trinke keinen Kaffee.
Die typische Antwort: Warte nur ab, bis du älter bist - dann wirst du Kaffee lieben! Oder auch die beliebte Variante davon: Wenn du erst einmal studierst, wirst du dir ein Leben ohne Kaffee gar nicht mehr vorstellen können!

Nun, ich bin älter und habe sechs Semester erfolgreich hinter mich gebracht und muss die Verwandtschaft leider enttäuschen: ich finde Kaffee weiterhin widerlich.
Als ich früher weder Oliven noch Pilze oder Naturjoghurt mochte, sagten die weisen Erwachsenen im Überzeugungston der Erfahrung, dass sich mein Geschmack verändern und ich all diese in dem Moment abstoßend erscheinenden Lebensmittel lieben würde. Und sie behielten tatsächlich Recht, was Oliven, Pilze und Naturjoghurt angeht. Doch um Kaffee schlage ich weiterhin einen großen Bogen.

Ob man nun Oliven mag oder nicht interessiert eigentlich niemanden. Aber wenn man keinen Kaffee trinkt, fällt man in der Gesellschaft schon negativ auf. Am Frühstückstisch, wenn das einzige angebotene Getränk Kaffee ist und man notgedrungen zu Leitungswasser greift oder auch wenn einem einfach ein Kaffee mitgebracht oder eingegossen wurde und man dann beichten muss, dass man eigentlich gar keinen Kaffee trinkt. Das mit dem lächelnd versuchen, das Zeug runter zu würgen oder mit ganz viel Milch zu verdünnen habe ich schon versucht. Und bin gescheitert. Ich würde gern auch den hippen Pumpkin Spice Latte mal probieren, aber da er Kaffee enthält, weiß ich, dass ich nach einmal daran nippen eh die Nase voll haben werde.
Es reicht ja schon ein Biss in eine Praline mit Kaffeegeschmack, um das typische muffig-beißende Aroma zu bemerken, den Rest der Süßigkeit liegen zu lassen und sich schnell was zum Nachspülen zu suchen.

Ich kann mich aufgrund des Geschmacks einfach nicht überwinden, Kaffee zu trinken und ich denke, dass es auch nicht nötig ist. Heißgetränke am Morgen sind etwas wundervolles und ich bin sehr dankbar, dass es dafür Tee gibt. Warum also mich mit Kaffee quälen, wenn ich ihn eigentlich nicht mag?
Manchmal wünsche ich mir einfach nur, dass nicht alle es als selbstverständlich ansehen würden, dass man ab einem gewissen Alter Kaffee mag. Wahrscheinlich ist das auch eine Einschränkung für sämtliche soziale Kontakte, wenn man den anderen keinen Kaffee kochen kann. Aber wie soll ich kontrollieren, wie das Produkt am Ende schmeckt, wenn ich es immer ekelhaft finde egal wie das Verhältnis von Wasser zu Kaffee nun ist? Man erwartet von Veganern schließlich auch nicht, dass sie Hackbraten zubereiten - weshalb also sollte ich Kaffee kochen?

Dass andere Kaffee trinken ist für mich völlig in Ordnung. Der Geruch ist nun nicht mein liebster, aber im Gegensatz zu Zigarettenrauch stört er nur olfaktorisch und schädigt mich nicht gesundheitlich.
Trotzdem bin ich noch immer fasziniert, wie gut sich Kaffee verkauft. Fast als wäre er lebensnotwendig. Morgens steht jeder Dritte mit seinem Coffee-to-go Becher am Bahnhof und in der Uni kommt auch die Hälfte des Kurses mit Kaffeebecher in der Hand in die Vorlesung. Ehrlich: spielt das Zeug eine so wichtige Rolle im leben, wenn es einem schmeckt?
Aber Faszination hin oder her: ich bin glücklich als passionierter Teetrinker. Man spart jede Menge Geld, wenn man nicht den Drang hat, sich täglich unterwegs Kaffee kaufen zu müssen. Dennoch bin ich interessiert: Könnt ihr euch ein Leben ohne Kaffee vorstellen?

Dienstag, 22. September 2015

Warum Socken das ideale Strickprojekt sind

Es wird kälter draußen, der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und so sehr ich es auch vermissen werde, dass es draußen bis abends hell ist, freue ich mich gleichzeitig auf den Herbst. Denn Herbst bedeutet nicht nur Kuschelpullover, Tee und bunte Blätter sondern auch Strickzeit.
Auch wenn ich eigentlich das ganze Jahr über Dinge aus Wolle produziere, hat das Stricken gerade Hochsaison. Fragt sich nur: was konkret strickt man?

Meine Antwort wäre - egal ob für Anfänger oder Fortgeschrittene: Socken!
Denn meiner Meinung nach sind sie das ideale Strickprojekt für alle Gelegenheiten.

Zuerst einmal: Socken braucht man immer. Zehn Mützen braucht niemand wirklich, doch zehn Paar Socken zu haben ist nichts ungewöhnliches. Oder auch zwanzig Paar...
Das macht selbstgestrickte Socken auch zum perfekten Geschenk, denn ein Paar warme Socken kann man immer gebrauchen. Anders als bei komplexeren Strickwerken reicht es, die Schuhgröße zu kennen, um jemandem eine passende Socke zu stricken. Und im Gegensatz zu einem Pullover lassen sich zwei Socken in einer Woche statt in mindestens einem Monat anfertigen. Wie gesagt: sie sind das ideale Geschenk. Nicht ohne Grund bin ich gerade dabei, das zweite Paar Socken zu stricken, das ich zu Weihnachten verschenken werde.

Auch rein finanziell und logistisch sind Socken kaum zu übertreffen. Man braucht wenig Garn und damit wenig Geld für das Material und da Socken ein relativ kleines Strickprojekt sind, kann man sie ohne Probleme überall hin mitnehmen. Stricken im Auto hat sich für mich als extrem produktiv erwiesen, besonders für Socken mit simplen Mustern.
Ein weiterer Pluspunkt daran, dass Socken so klein sind ist, dass man sie schnell fertig stellen kann und damit auch schnell zu einem anderen tollen Garn wechseln kann statt wie bei größeren Projekten wochenlang mit der gleichen Farbe zu arbeiten.

Sockööööön! <3
Ich habe ja schon erwähnt, dass meiner Meinung nach sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene Socken zu stricken immer eine gute gute Sache ist. Denn sobald man Socken stricken kann, kann man fast alles stricken, da dort die wichtigsten Techniken angewendet werden: Maschen anschlagen, linke und rechte Maschen stricken sowie Maschen abnehmen und aufnehmen. Das in verschiedenen Kombinationen ist die Grundlage für so gut wie alle anderen Strickprojekte.
Das mag jetzt für passionierte Stricker zu unterfordernd erscheinen, doch man muss es ja nicht bei einer simplen Socke belassen. Mit komplizierten Zopfmustern, Lochmustern, Techniken mit mehreren Farben oder dem Einbringen von Perlen lassen sich unendlich viele neue Designs zaubern. Und wenn man mal quietschbunte Socken mit Perlen produziert hat, kann man sie sogar tragen, ohne sich damit schwer zu blamieren. Denn orange-violette Streifen an den Füßen zu tragen ist etwas ganz anderes, als diese Farben auf dem Pullover zu haben. Ich selbst bin in Sachen Kleidung farblich immer sehr zurückhalten, doch bei Socken kann ich machen, was ich will und auch mal tiefer in die Farbkiste greifen. Die Füße haben Narrenfreiheit.

Okay, jetzt wisst ihr also, weshalb Socken das ideale Strickprojekt sind. Nun müsst ihr nur noch damit anfangen, selbst welche zu stricken!
Natürlich kann man sich von handarbeitskundigen Omas und Freunden die Grundlagen erklären lassen, doch wenn diese nicht verfügbar sind, bietet YouTube eine sehr gute Alternative. Mein Favorit in Sachen Strickanleitungen ist der Kanal Verypinkknits, der optisch großartige und auch von der ganzen Präsentation ansprechende Videos bietet, die mit der Kamera gut einfangen, was man sehen muss, um die entsprechende Technik zu verstehen. Es ist zwar alles auf englisch, doch da auch die meisten Strickanleitungen online sowieso auf englisch veröffentlicht werden, kann man sich gleich mit den Vokabeln rund ums Stricken vertraut machen.
Hier gibt es eine Playlist, mit deren Hilfe ihr die allgemeinen Grundlagen erlernen könnt und auch für das Sockenstricken gibt es eine eigene Videoreihe, die euch vom Anschlag bis zur letzten Masche durch die Socke begleitet.

Viel Erfolg und viel Spaß mit der ersten Socke! Bis Weihnachten sollten auch komplette Anfänger noch ein Paar Socken fertig bekommen.

Apfelkern

Donnerstag, 16. Juli 2015

5 Gründe Great Britain zu lieben

Kaum wurde mir gegenüber erwähnt, dass es eine Sendung namens The Great British Bake Off gibt, schon hatte ich das als Suchanfrage eingegeben und die erste Folge gestartet. In dieser Sendung geht es um einen Backwettbewerb. Briten backen britische Dinge und nebenbei wird noch ein wenig über die Geschichte des Backens und der Briten erzählt.
Mir wurde warm ums Herz. Ein Gefühl, des zu Hause seins. Was Großbritannien angeht: ich bin einfach verliebt in diese Inseln und wusste eigentlich gar nicht genau, woher mein euphorisches Schwärmen eigentlich kommt. Als ich ein wenig drüber nachgedacht hatte, wurde es mir aber klar und deshalb möchte ich euch hier meine fünf Gründe, Großbritannien zu lieben, vorstellen.

Die Sprache
Es gibt Sprachen, die einfach gut klingen. Wenn man sie dann auch noch versteht, wird es gleich noch besser. Genau das trifft bei mir für das britische Englisch zu. Ich mag die verschiedenen Dialekte von der Insel auch wenn man sie nicht alle auf Anhieb versteht. Sie klingen so schön rau und ursprünglich. Mir gefällt auch, wie die Sprache genutzt werden kann. So viele schöne Sprichwörter und kurze catchy Sätze lassen sich formulieren, die im Deutschen gar nicht möglich sind. Außerdem: es ist genial, aus einfach allem ein Adjektiv machen zu können, indem man nur ein y ans Wortende hängt. Wir haben die Substantivierung und die Briten können aus allem ein Adjektiv machen. I prefer my pirate memory games not too piratey!

Die Natur
Berge im Norden, nach Süden hin flacher werdendes Land und jede Menge Küste - all das und noch mehr bietet das Vereinigte Königreich. Grüne schottische Hügel, bei denen sich auf das Grün ein Schleier in magenta legt, wenn das Heidekraut blüht, steile Küsten, gegen die das Meer rauscht und ein paar Wälder sind einfach zu charmant, um sie nicht zu mögen. Außerdem: wie genial ist es denn eigentlich, vom Meer umgeben zu sein? Egal wo man wohnt - in maximal vier Stunden Autofahrt ist man am Meer!
Auch über das Wetter würde ich mich nicht beschweren. Hitze und zu viel Sonne sind eh nicht mein Ding während schlechtes Wetter der perfekte Grund ist, den Tag gemütlich drinnen zu verbringen. Und durch die Pfützen zu hüpfen und sich anschließend mit einem Tee lesend am Kamin aufzuwärmen, ist auch nicht schlecht. Im Gegenteil: es ist britisch!

Die Kultur
Als kultivierte Touristen sind die Briten zwar nicht wirklich bekannt, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Allein die ganzen Bilderbuchschlösser (Sprich: castles) geben jede Menge zu bewunderndes Material für kulturwütige Menschen ab. Alte Bibliotheken, Hochflorteppiche, Kaminzimmer und sorgfältig gepflegte Schlossgärten sind für mich der Inbegriff britischer Castles.
Literarisch gibt es neben modernen Schätzen wie Harry Potter auch historisch jede Menge wunderbare Werke, die man lesen und sich nach Großbritannien versetzt fühlen kann. Falls euch da spontan nichts einfällt: Dracula und Robin Hood sind populäre Beispiele.
Musikalisch sagt allein die Kategorie Brit Pop schon, dass die Briten nach den Beatles und den Rolling Stones noch immer was zu bieten haben. Mit dem wundervollen britischen Akzent auch noch zu singen ist halt wunderbar. Darüber hinaus gibt es Überreste römischer Kultur, keltische und walisische Kultur, Dudelsäcke und die seltsame Angewohnheit, Linksverkehr zu praktizieren. Alles sehr liebenswert.

Das Essen
Haute Cuisine assoziiert man vielleicht nicht sofort mit der Insel sondern eher die Gewohnheit, einfach alles zu frittieren. Also nicht nur Fisch oder mit Hack umhüllte Eier sondern auch Schokoriegel. Warum denn auch nicht. Und dann würzt man mit Essig und dieser komischen braunen Sauce. Nun ja. English Breaktfast ist eh berühmt berüchtigt, Kartoffelchips sind dort ernsthaft ein Bestandteil einer nicht wirklich gesunden Mahlzeit und Haggis ist auch recht speziell aber von den eben genannten drei Speisen definitiv mein Favorit. Hauptgerichte sind vielleicht nicht das, was wir auf Anhieb mögen aber in Sachen Gebäck kann man den Briten sofort verfallen.
Sie machen unglaublich tolle Kekse: allen voran das Shortbread, McVities Kekse, Gingerbread, Haferkekse…omnomnomn. Es geht weiter mit all den sündhaft leckeren Kuchen und Sponges, Scones und den Törtchen und Tartes sowie Gurkensandwiches, die zur Teatime verspeist werden. 
Auch in Sachen Getränken punktet Großbritannien bei mir: Whisky und Cider, das einzige nicht hochprozentige alkoholische Getränk, das mir wirklich schmeckt, sind großartig. Dann kommt noch das, wofür angeblich alles stehen und liegen gelassen wird und ohne das nichts läuft: TEE! Ich liebe Tee und schwarzen ganz besonders. So eine schöne cup black tea und dazu Shortbread sind das, was ich in meinen Träumen täglich nachmittags zelebriere. 

Der Humor
Britain, Britain, Britain!
Derber Humor, flache Witze, die schon mal auf die eigenen Kosten gehen und eine gewisse Schmerzlosigkeit bei den Themen, über die gescherzt wird- das ist für mich britischer Humor. Die Serie Little Britain ist definitiv ein Paradebeispiel dafür aber auch Monty Python oder Mr. Bean stehen für den britischen Humor, den ich unglaublich gerne mag.

Wenn man nicht nur tolle Natur erleben und gutes Essen genießen, sondern auch gemeinsam mit den Menschen dort lachen kann, ist das ganze doch das perfekte Reiseziel. Und das ist Großbritannien für mich wirklich: nach einer Rundreise durch Schottland und einer durch England kann ich sagen, dass ich definitiv nicht genug von der Insel habe und immer wieder dort hin möchte. Es ist einfach immer eine gewisse Sehnsucht nach ein wenig Britain da. Denn ich liebe Großbritannien.

Schwärmt ihr auch von einem bestimmten Land?

Mittwoch, 28. Januar 2015

Always look on the chocolate side of life!

Als ich vor zwei Wochen auf Instagram ein Bild meines nächtlichen Anfalls von Backwahn postete, hätte ich nicht gedacht, dass so viele meine Schokomuffins mögen und Interesse am Rezept anmelden würden. Daran erinnerte ich mich, als gestern besagte Schokomuffins mit Käsekuchenfüllung wieder gebacken wurden. Irgendwie muss man ja den Prüfungsstress kompensieren.
Und dieses mal habe ich auch daran gedacht, ein paar Bilder zu machen, um euch das Rezept hier vorstellen zu können. Der fluffige, sehr schokoladige aber nicht zu süße Teig der Muffins kommt mit einer süßen Käsekuchenfüllung und ist immer ein gutes Mitbringsel. Nicht vegan, lowcarb oder rohköstlich aber verdammt lecker!



Aus den Mengen dieses Rezepts werden etwa 24 Muffins.

Zuerst gebe ich die Trockenzutaten 550g Mehl, 80g Backkakao, 1 Päckchen Backpulver und 1 Teelöffel Natron in eine Schüssel und mische sie einmal durch.

Dann werden 160g weiche Butter, 260g (baunen) Zucker und 2 Eier miteinander verquirlt. Hat man daraus eine halbwegs homogene Masse gezaubert, fügt man unter Rühren langsam 600ml Buttermilch hinzu. In die sehr flüssige Angelegenheit werden die vorher gemischten Trockenzutaten gesiebt. Ach wie schön das doch immer staubt.

Ist das auch gut miteinander verrührt, ist der schokoladige Grundteig auch schon fertig. Man kann ihn je nach Vorlieben und Saison auch noch mit Zimt und weihnachtlichen Gewürzen, Schokostücken oder gehackten Nüssen variieren.
Für die Füllung werden 200g Frischkäse, 1 Päckchen Vanillezucker und 3 Esslöffel Puderzucker vermischt. Und das war dann auch alles, was man für die Füllung an Aufwand betreiben muss. Wenn nur alles im Leben so unkompliziert wäre.

In die Muffinförmchen gibt man zuerst eine kleine Menge Teig, die den Boden der Form bedeckt. Darauf kommt ein Klecks von der Frischkäsefüllung. Ein Teelöffel voll hat sich bei mir als genau die richtige Menge heraus gestellt. Macht man zu viel Füllung in eine Form, wird sie an der Muffinoberfläche sichtbar und ruiniert einem den Überraschungseffekt.
Zum Schluss wird die Füllung mit einer weiteren Schicht des Schokoteigs bedeckt.

Nun werden die Muffins im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 20 Minuten gebacken.

Um richtig schön hohe Muffins zu erhalten, sollte man die Förmchen ruhig bis ganz knapp unter den Rand füllen. Lieber weniger aber dafür schönere Muffins heißt in dem Fall die Devise. Oder ihr haltet euch an die Strategie meines Opas: das Gebäck so klein wie möglich halten, damit der Besuch für die gleiche Menge Kuchen öfter zugreifen muss und es aus Anstand aber eben nicht tut.

Ganz egal, ob ihr nun viele extra kleine Muffins á la Opa oder üppige Muffins backt: versucht es mal! Das Rezept ist ziemlich simpel, die Muffins gut zu transportieren und einfach verdammt lecker. Die Füllung gibt ihnen das gewisse Extra.
Und man macht sowohl seine Leser froh, wenn man solche Rezepte mit ihnen teilt als auch seine Mitmenschen, wenn man einfach mal spontan Schokomuffins mitbringt.


Apfelkern

Dienstag, 13. Januar 2015

Dosenlachen

Es ist jedes mal aufregend schön und traurig zugleich, wenn man eine Serie beendet. Da hat man die Charaktere so lange verfolgt und lieb gewonnen und nun wird man nie wieder eine neue Folge mit ihnen ansehen können und sich darauf freuen können.
Wie gut, dass es mehr als nur eine geniale Serie gibt und man mit der Auswahl bei Netflix und Co. schon eher überfordert ist, weil sie so groß ist. Trotzdem steigt damit definitiv die Chance, dass etwas schönes für einen dabei ist.

Wenn ich eine Serie auswähle, dann gibt es ganz egal wie es inhaltlich oder auf Seiten der Darsteller aussieht eine Sache, bei der ich mich weigere, die entsprechende Serie anzusehen: eingespieltes Lachen. Einen richtigen deutschen Begriff dafür kenne ich ehrlich gesagt gar nicht, im Englischen heißt es sehr passend canned laughter also Lachen aus der Dose im Sinne eines konservierten Lachens, das man ganz willkürlich einspielen kann.

Es ist gut, wenn es lustige Stellen gibt, die mich zum Lachen bringen. Aber ich möchte wirklich nicht vorgeschrieben bekommen, an welchen Stellen ich zu lachen habe - ganz egal ob ich sie nun tatsächlich witzig finde oder nur der Drehbuchautor.
Szenenbeginn, irgendwas "merkwürdiges" passiert, eingespieltes Lachen, kurzes Pausieren in der Einstellung, weiter geht es. Mich frustriert es, wenn es dauernd diese kleinen Pausen gibt, nur damit das Lachen eingespielt werden kann. Denn wenn das Publikum aus der Dose lacht, können die Charaktere natürlich nicht weiter sprechen. Anstrengend!
Es wirkt auf mich so, als müsste man uns dumme Zuschauer noch mal nachdrücklich darauf hinweisen, dass gerade eine Pointe präsentiert wurde. Jetzt lachen bitte, SOFORT!
Da vergeht mir immer spontan der Spaß an der Pointe.

Eine weitere auf Dauer sehr nervenzehrende Eigenschaft dieses Hintergrundlachens ist, dass es eigentlich immer gleich ist oder die Variationen so minimal, dass sie nicht auffallen. Welches Publikum lacht denn immer gleich? Da fällt doch jedem auf, dass es nicht echt ist und auch als Schauspieler würde ich nicht jedes Mal mit dem selben aufgenommenem Gelächter meinen Gag quittiert haben wollen.

Was wollen uns die Macher der Serien mit dem Gelächter eigentlich vermitteln? Vielleicht soll es vortäuschen, dass die Darsteller gerade live spielen und das eigentlich nicht vorhandene Publikum in den Rängen sich amüsiert? Dagegen spricht aber, dass auch bei Szenen im Park das Lachen noch immer da ist.
Am wahrscheinlichsten ist, dass sie den Zuschauer vorm Bildschirm dazu animieren wollen, selbst zu lachen und zu klatschen. Funktioniert bei mir nun aber leider gar nicht. Der erste Reflex ist es, den Sender oder die Serie zu wechseln.

Je öfter ich das Lachen höre, umso künstlicher und gespielter kommt es mir vor, es ist einfach unangenehm. Im normalen Leben lacht keiner so übertrieben und vor allem nicht ständig.
Bei solchen Serien konzentriere ich mich irgendwann auch nur noch auf dieses schreckliche eingespielte Gelächter, sodass die Handlung auch nicht immer ganz zu mir durch dringt, weil ich dabei bin, mich darüber zu ärgern, wieso man mit diesen Einspielern eine Serie ruinieren muss.

Es gibt für mich eine Ausnahme in Sachen Hintergrundgelächter, wo selbiges mich nicht in den Wahnsinn treibt und zwar ist es Dinner for One, der Klassiker zu Silvester. Denn dort ist das Lachen immer wieder anders, man hört, dass es dort wirklich Publikum gibt, das Spaß hat. Man sieht auch, dass die Szenerie zu einer Theaterbühne gehört. Es ist einfach realistisch, während das Publikum lacht, warten die Schauspieler nicht darauf, dass sie damit aufhören, bevor sie weiter machen.
Es kann natürlich auch sein, dass ich mich in diesem Fall einfach daran gewöhnt habe.

Wie steht ihr zum eingespielten Lachen in Serien?

Apfelkern

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Wollige Geschenkideen

Weihnachten kommt mit rasender Geschwindigkeit näher und wem jetzt noch Geschenke fehlen, hat allen Grund, in Panik zu verfallen. Oder zumindest sich jetzt ein wenig zu beeilen. 
Und was wäre günstiger, weihnachtlicher oder käme mehr von Herzen als etwas selbst gemachtes? Eben.
Daher habe ich für euch ein paar Ideen gesammelt, was ihr so schönes machen könntet, falls ihr mit Wolle geschickt seid. 

Auch wenn ich bekanntlich gerne stricke, ist häkeln was die damit möglichen Formen angeht doch flexibler. Und so habe ich zwei kleine schnelle gehäkelte Weihnachtsdekorationen, bei denen ich euch verraten möchte, wie man sie herstellt. Und da man das Rad nicht immer neu erfinden kann, verlinke ich euch hier meine liebsten kleinen Weihnachtsgeschenke zum selber basteln.

Zuerst die Nikolausschuhe, die Christmas Stockings. Sie sind sehr simpel und schnell gemacht. Das Muster habe ich auf dem YouTube Kanal von Bella Coco gefunden. Nur halbe Stäbchen und feste Maschen werden für diese Schuhe benötigt und damit ist das ganze auch für Anfänger an der Häkelnadel geeignet.
Hier findet ihr die Videoanleitung. Mit einem Tee im Kerzenschein die Anleitung nach zu häkeln versetzt einen definitiv in Weihnachtsstimmung.
Und das sind meine nach diesem Muster entstandenen Werke. Im ersten Versuch habe ich mich verzählt, was die Luftmaschen für die Gesamtlänge angeht und so sind die Schuhe kleiner geworden, was aber neben dem größeren Modell auch hübsch aussieht.

Mein nächster Versuch in Sachen weihnachtliches Häkeln waren diese Tannenbaumornamente. Sie sind schon ein wenig komplizierter als die Schuhe aber sobald man den Dreh raus hat, wie man es schafft, dass die einzelnen Dreiecke auch wirklich zu Dreiecken und nicht anderen deformierten Formen werden zu lassen, kann man bei den Tannenbäumen auch schnell in die Massenproduktion übergehen.


Im Gegensatz zur Originalvorlage habe ich den Stamm der Tanne weg gelassen und kleinere Perlen als Baumschmuck gewählt. Aber das Gute an selbst gemachten Dingen ist ja, dass man das ganz individuell entscheiden kann, wie es einem nun am besten gefällt.

Die Anleitung, die ich für die Tannen benutzt habe, findet ihr hier. Es ist leider kein Video aber es ist jeder Schritt genau bebildert und selbst wenn man die englische Anleitung nicht versteht, kann man es sich mit ein wenig Häkelerfahrung auch daraus erschließen.

Für alle, die mit wolligen Basteleien nicht so viel anfangen können, habe ich zum Schluss noch eine andere Idee: Sterngirlanden.
Klingt jetzt nicht wirklich spektakulär, ist aber sehr simpel und was den dekorativen Wert angeht effektiv.

Serviervorschlag
Fröbelsterne falten zu können ist die optimale Voraussetzung für diese Idee. Falls nicht verweise ich an dieser Stelle wieder auf YouTube Tutorials.
Der erste Schritt ist es, sich aus Tonpapier beliebiger Farbe etwa 1cm breite Streifen zu schneiden.


Aus je vier Streifen beginnt ihr wie gewohnt (oder gerade frisch erlernt) einen Fröbelstern zu falten. Statt aber die vier hochstehenden Zacken in der Mitte des Sterns zu falten, schneidet ihr einfach die Streifen ab und schiebt sie nachdem ihr sie dafür in Dreiecksform geschnitten habt, in die Spitzen. Schwupps sind die losen Enden verschwunden und man hat einen flachen sechseckigen Stern.

Evolution eines Halbblut-Fröbelsterns

Von diesen Sternen fädelt ihr mit einer Nadel nun beliebig viele auf eine Schnur und schon ist die puristische Sterngirlande fertig. Kleine Perlen zwischen den einzelnen Sternen sehen sicher auch hübsch aus.

Nun muss all das selbst gemachte Zeug nur noch verpackt und verschenkt werden.
Vielleicht ist ja eine Inspiration für euch dabei gewesen. Falls nicht: haltet den Kochlöffel bereit, ich habe auch noch ein paar Geschenkideen aus der Küche in petto.

Apfelkern

Freitag, 28. November 2014

Ohne Handy keine Competition

Es gibt so Tage, an denen alles schief läuft und von diesem Szenario gibt es auch ganze Wochen. Ungefähr das erlebe ich gerade: gefühlt geht eine Sache nach der anderen daneben und am Ende ist man völlig frustriert und genervt von allem und besonders sich selbst.

Angefangen hat es damit, dass mein Handy über den Jordan befördert wurde. Meine Schwester griff nicht richtig zu und -zack! - wurde mein armes Telefon von der Metallecke eines herabfallenden iPhones zertrümmert. Das komplette Display ist gesplittert. Na geil. Meine erste Hoffnung war, es noch weiter benutzen zu können, bis ich einen Ersatz habe. Immerhin sieht man oft Menschen Handys mit zersplitterten Displays bedienen.
Aber Pustekuchen: der Display leuchtet zwar noch, das Telefon empfängt noch fröhlich Nachrichten und plingt entsprechend vor sich hin aber der Display reagiert auf Berührungen überhaupt nicht mehr. Also nix mit Telefon noch benutzen, bis Ersatz da ist.

Nach Ersatz recherchiert, sich für das Moto X entschieden (niemals würde ich mir so ein hinterhältiges iPhone anschaffen - die lauern doch nur darauf, friedliche Android Geräte hinterrücks anzufallen und zu eliminieren!) und dann statt auf der Website des Herstellers bei Amazon bestellt, da das Telefon dort generell 30 Euro weniger kostete und die 32GB Variante genauso teuer wie die 16GB Variante war. Es hieß zwar, dass das 32GB Modell noch nicht verfügbar aber vorbestellbar sei. Der Sparfuchs in mir hat auf bestellen geklickt - und jetzt sitze ich über zwei Wochen später immer noch ohne Telefon da. Eine Information, ab wann das Gerät versendet wird, gibt es auch nicht.
Seit ich ein Handy habe, nutze ich es auch als Wecker. Soll heißen ich musste mich auch nach einem Ersatzwecker umsehen. Nur zu blöd, dass ich meinen alten laut tickenden Wecker schon vor Jahren entsorgt hatte. Der erste Wecker, den ich als Ersatz fand, versagte und ich verschlief erst mal drei Vorlesungen. Großartig. Zwei Tage später das gleiche: Nächster Wecker hat zwar anscheinend geklingelt aber ich habe davon nichts mitbekommen. Ergebnis: Seminar verpasst. Spätestens an dem Punkt, war ich einfach nur noch frustriert und fertig mit den Nerven. Kein mobiles Kommunizieren, Navigieren und Recherchieren. Obendrauf noch die ständige Angst, wieder zu verschlafen, weil man keinen ordentlichen Wecker hat. Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich einfach nur noch etwas kaputt machen wollte, weil ich so sauer auf mich selbst und verärgert über die Welt war. Schon krass, wie sehr einen das Leben ohne Mobiltelefon aus der Bahn werfen kann.

Problemlos könnte ich weiter umher schimpfen über diese verflixte Woche, in der beim Praxistag der Uni das Wartezimmer so leer war, dass ich nach den zwei Patienten gehen konnte und damit insgesamt eine Stunde sinnlos hin- und her gefahren bin oder dass ich für eine fehlende Kommilitonin beim Kommunikationstraining das Gespräch spontan und unvorbereitet übernehmen musste und den wahrscheinlich stursten und aggressivsten Schauspieler ever als "Patienten" hatte oder auch, dass ich wenn ich Menschen mit funktionierendem Smartphone sehe (also immer) schreien könnte, weil mein Telefon kaputt ist. Aber ich habe ja letztens erst in einem Kommentar gelesen, dass der Blogger sich in seinen Posts nicht nur auskotzen soll, denn das will niemand lesen. Also werde ich der Frage nachgehen, ob ein Leben ohne Smartphone für Personen unter 30 heutzutage möglich ist.

Sagen wir es so: ich habe inzwischen genau zwei Wochen lang ohne überlebt. Mehr schlecht als recht aber überlebt. Wie abhängig ich im Alltag von meinem Laptop bin, habe ich schon einmal berichtet und mit dem Telefon verhält es sich ähnlich.
Man bekommt alle Nachrichten verzögert und die bei Messengern wie dem verfluchten WhatsApp, das man nur vom Telefon aus aufrufen kann, gar nicht. Da lobe ich mir doch wieder die Google Hangouts, die man auch vom PC aus lesen und schreiben kann. Anrufe und SMS kann man sowieso vergessen.
Was mir wirklich fehlt, ist die Möglichkeit, unterwegs zu navigieren - für Menschen wie mich, die ohne Orientierungssinn geboren worden, ist das lebensnotwendig. Jetzt male ich mir vor Konzerten wieder Zettel mit Kartenskizzen, wie ich vom Bahnhof zum Veranstaltungsort komme. Ohne Google Maps muss ich jetzt auch Leuten, die mich nach dem Weg fragen, leider sagen, dass ich keinen Plan habe und auch nicht mal schnell nachsehen kann. Außerdem vermisse ich es sehr meinen Terminkalender einfach schnell aufrufen zu können. Statt nur das Telefon aus der Tasche zu nehmen, muss ich jetzt jedes Mal den Laptop dafür auspacken.
Schnell unterwegs mal Notizen machen mit Google Keep? Fehlanzeige. Packstation? Funktioniert nicht ohne mTAN, die man nur über SMS empfangen kann. Genauso wenig wie ich zuverlässig durch eine App an die Einnahme der Pille erinnert werde. Zum Glück ist das schon recht tief in mir verankert, zur entsprechenden Zeit daran zu denken.
Selbst das Gelingen der Überraschung bei einer Überraschungsparty stand auf der Kippe, da ich ohne eigenes Handy von unterwegs nicht das Signal geben konnte, dass wir gleich da sind und die Gäste sich bereit machen sollen, dem Geburtstagskind aus dem Flur entgegen springen.
Vorlesungsfolien mal schnell abfotografieren, Kommilitonen anschreiben, ob man jetzt auch im richtigen Seminarraum ist oder mobil twittern - all das geht nicht mehr. Leider kann ich auch generell keine Bilder machen, da ich keinen Fotoapparat habe. Das Handy hat dafür absolut ausgereicht. Aber ohne gibt es keine Bilder von meinen gehäkelten Werken, die ich vielleicht zu einem Häkeltutorial auf dem Blog hätte verarbeiten können.

Nun habe ich während der Bahnfahrten deutlich mehr Zeit, die ich meistens dazu nutze, Vorlesungen vor- oder nachzubereiten - der Laptop ist mir ja zum Glück geblieben. Nur bei kürzeren Fahrten oder Wartezeiten, bei denen es sich nicht lohnt, den Laptop auszupacken, sitze ich rum und ärgere mich, dass ich jetzt nicht mal ein paar Tweets lesen kann. Tja, vielleicht sollte ich ein Buch einpacken und immer in diesen fünf Minuten lesen.
Von nervigen Nachrichten kann ich nun nicht mehr unterwegs belästigt werden aber so schlimm war das auch vorher mit diesen Nachrichten nicht. Ich glaube, je mehr man sein Mobiltelefon zu nutzen gewöhnt ist, umso mehr fehlt es dann, wenn es mal nicht da ist. Und ich habe gefühlt alles damit gemacht.

Was ich aber bemerke, ist, dass man mit viel offeneren Augen durch die Gegend läuft, da man die Aufmerksamkeit eben nicht noch mit dem parallelen Lesen von Tweets oder Ingress spielen teilt. Man ist generell viel weniger abgelenkt davon, dass das Handy ja jederzeit vibrieren könnte und man antworten muss. ToDo Listen oder Einkaufszettel schreibe ich jetzt analog auf Zetteln. Da sind die Notizen immer deutlich zerfledderter und weniger gut lesbar aber irgendwie geht es auch so. Man kann nach dem Luxus, ein Smartphone besessen und genossen zu haben, auch wieder ohne überleben und sogar positive Seiten daran entdecken. Aber ehrlich gesagt: wenn ich die Wahl habe, bleibt das kein Dauerzustand. Und tatsächlich: das neue Telefon ist endlich auf dem Weg zu mir!

Apfelkern

Sonntag, 7. September 2014

Terminplanung 2.0

Wisst ihr noch damals, als zur Planung des Alltags der Schulstundenplan allein reichte? Wenn es dann doch mal einen Arzttermin oder eine Geburtstagseinladung gab, dann konnte man sich dieses eine Datum auch noch merken. Ab einem gewissen Alter klappt das aber nicht mehr, denn die selbst zu verwaltenden Termine vermehren sich stark. Es gibt es eine Sache ohne die dann zumindest bei mir jegliche Planung völlig durcheinander gewesen wäre: ein Terminkalender.

Zuerst hatte ich die Hausaufgabenhefte nur für meinen Stundenplan. Es waren die mit dem auf einen Streifen geschriebenen Stundenplan, die man einmal ausfüllen und dann - falls es keine Änderungen gab - das ganze Jahr lang nutzen konnte. Ab der zehnten Klasse hatte ich größere Schulplaner - schließlich mussten da auch mehr Termine rein.

Nach dem Abi wechselte ich auf den Google Kalender und habe seitdem kein Buch mehr, das mein Terminplaner ist. Es war nicht mal unbedingt eine bewusste Entscheidung, in Zukunft papierlos zu planen. Die Uni bietet bei mir die Stundenpläne immer als Download für online Kalender an und was läge da näher als dieses tolle Angebot auch zu nutzen? Es ist einfach praktischer, den Kalender herunter zu laden als immer ausgedruckte Kalenderzettel bei sich zu haben oder JEDE Veranstaltung handschriftlich in einen Planer übertragen zu müssen. Und so kaufte ich mir auch keinen Planer mehr, denn ich brauchte ja keinen.

Mit der Zeit finde ich den Google Kalender zunehmend besser. Ich kann auf dem Smartphone und am Laptop Termine eintragen, was das Problem löst, immer erst den Planer suchen zu müssen. Ich finde es genial, dass ich überall sobald ich mich in meinen Google Account eingeloggt habe, den Kalender abrufen kann. Er wird synchronisiert und auch wenn das Telefon kaputt ginge oder verschwände, wäre der Kalender sicher.
Es ist sehr praktisch, sich mehrere Kalender anzulegen, zum Beispiel einen für die Uni, einen für private Termine und einen, den man mit anderen teilt. Es hilft, Übersicht zu halten (private Events blau Unitermine rot) und ist nützlich, um beispielsweise über eine App einzustellen, dass das Handy für die Dauer von Terminen im Kalender Uni  lautlos ist.
Geteilte Kalender sind auch unheimlich praktisch. Man kann einfach andere zu einzelnen Termine einladen (das hilft, sicher zu stellen, dass sie alle notwendigen Infos haben und den Termin nicht zu vergessen) oder auch komplette Kalender teilen.

Dadurch, dass man nicht auf eine Papierseite bestimmter Größe begrenzt ist, kann man auch so viele Notizen zu einem Termin hinzufügen wie nötig ohne dass plötzlich kein Platz mehr dafür ist. Im Gegensatz zu analogen Kalendern ist auch ein eingefügter Link tatsächlich nutzbar.

Ich mag, wie der Google Kalender mir das Leben und den zu tragenden Tascheninhalt erleichtert. Der einzige Nachteil, den ich sehe, ist, dass man natürlich ohne Telefon oder PC keinen Zugang dazu hat aber mal ehrlich: ich trage das Handy sowieso immer mit mir herum, sodass sich dieses Problem auch gleich wieder erübrigt.

Was manchen an dieser Form der Terminplanung fehlen könnte, ist die Möglichkeit, den Kalender schön zu gestalten. Bilder einkleben und besondere Termine in Schönschrift eintragen macht sich am Display immer so schlecht. Da ich aber selbst als ich noch einen analogen Kalender hatte, nie eine Person war, die alles schön beklebt und gestaltet hat, fehlt es mir auch jetzt nicht. Ich fand es schon immer zu aufwändig für etwas, das an sich keinen Nutzen hat. Und davon abgesehen war Schönschreiben nie meine Stärke.

Was mich jetzt interessieren würde: nutzt ihr noch analoge Kalender? Oder nutzt ihr sie vielleicht wieder, weil der digitale nicht das richtige war? Habt ihr bestimmte Kalender Apps?

Apfelkern

Donnerstag, 21. August 2014

Eins, zwei, drei - KUCHEN!!!

Dass ich gerne koche, backe und dabei die Küche von oben bis unten bekleckere ist ja keine Neuigkeit mehr für alle, die schon ein bisschen länger mitlesen. Eine Neuigkeit in meinem Standardrepertoire erprobter Kuchenrezepte ist aber der Blaubeerkuchen, den ich euch heute unbedingt vorstellen muss.

Den so liebevoll gestalteten Blog von Jeanny, der mir ehrlich gesagt schon fast zu kitschig und perfekt ist, verfolge ich schon länger. Und obwohl sie dauernd so schön Rezepte postet, habe ich bisher erst eins davon nachgebacken. Das war der besagte Blaubeerkuchen, der so großartig ist, dass ich zukünftig keine andere Wahl habe, als noch mehr von ihren Rezepten auszuprobieren.

Was ich an dem Rezept mag: es geht schnell, ist variabel indem man einfach die Früchte rein wirft, die man gerade zur Hand hat (das Originalrezept ist mit Brombeeren, ich hatte inzwischen bei dreimaliger Produktion des Kuchens schon Blaubeeren, rote und schwarze Johannisbeeren sowie Himbeeren drin und es war alles verdammt lecker) und für den geringen Aufwand schmeckt er einfach so gut, dass man gar nicht anders kann als das Rezept zu seinem Repertoire hinzu zu fügen. Außen knusprig, innen saftig, schnell gemacht und fruchtig - muss ich noch mehr Werbung machen?

Zuerst wird der Teig gemacht. 115 g Butter werden geschmolzen und zum Abkühlen erst mal beiseite gestellt. Jetzt schlagt ihr 2 Eier und 130g Zucker (das Originalrezept sagt 200g aber das war wirklich viel zu süß) mit einer Prise Salz und einem Päckchen Vanillezucker mit dem Handrührgerät so richtig hell-schaumig auf.
Jetzt könnt ihr 125g Mehl dazu geben (ich habe es vorher gesiebt; das macht den Teig fluffiger) und unterrühren. Dann ist die Zeit für den Auftritt der geschmolzenen Butter gekommen, die einfach untergemischt wird, bis der Teig wieder gleichmäßig aussieht. So simpel ist das mit dem Backen. Einfach schön zusammen manschen.

Den Teig gebt ihr jetzt in eine kleine gefettete und gemehlte Form (20- 24cm Durchmesser sagt das Originalrezept; für größere Formen einfach verdoppeln oder die Mengen mal 1,5 rechnen). Die Früchte eurer Wahl werden zuerst in Mehl kurz gewälzt, damit sie im Teig nicht einfach nur nach unten sinken und dann auf dem ganzen Kuchen halbwegs gleichmäßig verstreut.
Wer mag kann den Kuchen jetzt noch mit gehobelten Mandeln und ein wenig Zucker bestreuen. Damit man auf Instagram mehr Likes dafür bekommt. Ihr wisst schon, was ich meine. Dekokram halt.

Von einem leckeren Kuchen trennen euch jetzt nur noch 30 Minuten Backzeit bei 175° C.
Super einfach, super schnell und vor allem verdammt lecker. Versucht es mal!

 Apfelkern

Dienstag, 25. Februar 2014

Frühlingsgefühle

Heute früh bin ich wach geworden und es war richtig hell. Nicht dieses morgendliche Nebelgrau sondern helles Sonnenlicht schien aus dem Fenster entgegen. Da hat man im Gegensatz zu den Wintermonaten mit ihrem kalten Dunkel draußen gleich Lust aufzustehen.

Ich merke, wie viel beschwingter ich bin. Mit dem sonnigeren Wetter habe ich mehr Lust, mich zu bewegen. Irgendwo kommt der Drang auf, mich von altem Zeug zu trennen. Ich habe das gleich genutzt, um ein paar Fächer auszuräumen und Dinge, die ich eh nicht mehr benutze, einfach weg zu werfen. Ein sehr befreiendes Gefühl. Der Frühling kommt und das Alte muss weichen.

Während ich die Sonnenstrahlen und meinen Aktivitätsdrang genieße, blüht ein Strauß von kleinen Zweigen, die eigentlich bloß Deko eines Tulpenstraußes waren, in seiner Vase vor ich hin und bringt die frische Frühlingsstimmung zu mir ins Zimmer. Allein diese kleinen blühenden Zweige, die ich eher zufällig vor dem Kompost bewahrt habe als die welken Tulpen entsorgt wurden, machen mich auf gewisse Weise glücklich. Sie sind so wunderbar minimalistisch und zart und stehen irgendwie auch dafür, wie der Frühling langsam über den Winter siegt.

Ich möchte meine Freunde treffen, mich bewegen, was erleben, reisen. Im Moment fühle ich mich sehr frei und glücklich. Der Prüfungsstress ist vergessen und ich denke nicht mehr mit einem Seufzen angesichts des Berges zu lernenden Wissens an mein Studium, sondern kann wieder uneingeschränkt fasziniert sein vom Wunderwerk des menschlichen Körpers. Und vor allem kommt langsam auch wieder die Vorfreude aufs nächste Semester trotz aller dazu gehörenden Prüfungen.

Aktuell höre ich das Album "The First Days Of Spring" von Noah And The Whale gefühlt in Dauerschleife. Es ist mein persönliches Frühlingsalbum mit seiner zarten Melancholie, die zwar so überhaupt nicht meine gegenwärtige Stimmung widerspiegelt aber mich an die anderen glücklichen Frühlinge erinnert, in denen ich es gehört habe. Es erinnert mich an meine Schulzeit, wie ich zum ersten Mal auf Karos Blog über das Album gelesen und es mir aus der Bibliothek geliehen habe.
Das Album habe ich sofort in mein Herz geschlossen und hole es jedes Frühjahr aufs Neue heraus. Und auch, wenn mal alles doof ist oder der Liebeskummer einen überfällt, tut die Musik dieses Werkes so unglaublich gut.

Zum ersten mal in diesem Jahr habe ich meine Inlineskater wieder ausgepackt und bin einige Kilometer gefahren. Auch wenn es noch kalt war und meine Ohren ordentlich frieren mussten, habe ich es sehr genossen. Wahrscheinlich sollte ich mir nächstes Mal ein Stirnband aufsetzen. Auf Rollen bin ich eben doch locker 10km/h schneller als joggend und dementsprechend kühlt der Fahrtwind mehr.
Auf dem Weg zur Skater-Strecke bin ich an meiner Grundschule vorbei gekommen und habe mich erst einmal richtig alt gefühlt. Gott - wie ewig ist es her, dass ich in der Grundschule war!
Nach dem ersten Schock, wurde mir aber bewusst, dass das einfach der Lauf des Lebens ist, dass ich inzwischen mich deutlich weiter entwickelt habe und einiges geschafft habe und es nicht wirklich etwas gibt, dem ich nachtrauern muss. Sowohl damals als auch heute bin ich glücklich.

In ein paar Tagen geht es auf nach Prag, ich bin schon sehr gespannt, was ich alles erleben werde. Ich genieße die Frühlingszeit sehr und schöpfe Kraft für das kommende Semester und all die Anforderungen, die das Leben sonst noch bereit hält.
Als ich versucht habe, meine frühlingshaften blühenden Zweige für euch zu fotografieren, habe ich festgestellt, dass ich kein Bild machen kann, dass auch wirklich das wiedergibt, was ich darstellen möchte. Jeder muss den Frühling selbst erleben. Und deshalb - geht mal raus und erfreut euch an der wunderschönen Jahreszeit.

Apfelkern

Sonntag, 15. September 2013

Ambitionen, adipös zu werden?

Na dann habe ich doch das passende Rezept dazu: unverschämt saftig-schokoladige Brownies mit knackigen Nüssen und einem geschätzten Nährwert, der sie dafür qualifiziert, in Überlebenspakete für Schiffbrüchige gepackt zu werden. Aber ab und an kann man sich so etwas ja gönnen… und um nur halb so fett zu werden auch gern mit seinen Mitmenschen teilen. Für mich war die Wohnungs-Einweihungsfeier einer Freundin die optimale Gelegenheit, mein liebstes Brownie Rezept noch einmal hervor zu holen.

Zuerst einmal hackt ihr 225g dunkle Kouvertüre kurz und klein und schmelzt sie zusammen mit 200g Butter im Wasserbad.
Während alles fröhlich vor sich hin schmilzt, könnt ihr schon einmal 5 Eier mit 300g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und etwas Salz mit Hilfe des Handrührgerätes richtig schön weiß-schaumig aufschlagen. Das Schokoladen-Butter Gemisch wird jetzt langsam in die Eiermasse gegossen wobei ihr permanent weiter rühren solltet, um zu verhindern, dass ihr plötzlich Schoko-Rührei in der Schüssel habt.

In diese (abstoßend leckere) Mischung werden jetzt 160g Mehl und 30g Kakao sowie 1 Esslöffel Backpulver gesiebt. Sobald alles gleichmäßig verrührt ist, hebt ihr noch ca. 150g gehackte Nüsse eurer Wahl unter. Walnüsse sind der Klassiker für Brownies, doch da davon nicht genug im Haus waren, ergänzte ich das Rezept mit gehackten Mandeln, was auch absolut lecker war.

Dann muss der Teig einfach nur noch auf ein kleineres Backblech (damit sie nicht ganz so flach werden) gegeben werden und bei 180°C ungefähr 30 Minuten gebacken werden, bis sie oben knusprig aber innen noch schön saftig sind. Abkühlen lassen, in Stücke schneiden und versuchen, nicht alle auf einmal zu vernaschen.

Und ehrlich: auch wenn ich keine routinierter Fressalien-Blogger bin, sollten diese Bilder doch reichen, um genügend Speichelfluss auszulösen, dass ihr euch in die Küche begebt und das Rezept nachbackt. Ein so simples und gleichzeitig abartig leckeres Rezept fällt einem schließlich nicht täglich vor die Füße…
Aha, das ist also die Maximalgröße für eingebettete Bilder…
Viel Erfolg und ein schokoladiges Vergnügen beim Nachbacken!

Apfelkern

Sonntag, 8. September 2013

Sparsamkeit bereichert mehr als nur finanziell

Wie hieß es in der Werbung immer so schön? Geiz ist geil.
Zwar ging mir die Werbung bald gehörig auf den Senkel, doch an ihrer Aussage ist in meinen Augen schon etwas dran.
Ich liebe es, die Prospekte von ALDI zu lesen, Angebote zu suchen und dann den tollen nachfüllbaren Klostein mit dem Gel, Vollkornmehlmischungen oder wie kürzlich wieder im Angebot, rote Linsen einzubunkern. Die Preise der Angebotsprodukte mit denen anderer Läden zu vergleichen und dann genau beziffern zu können, wie viel man spart, finde ich großartig. Als hätte man der Konsumgesellschaft ein Schnippchen geschlagen. Es ist jedes Mal ein kleiner Triumph

Günstig Vorräte kaufen, soweit man kann, Dinge selbst herstellen und Saisonware einkochen, einfrieren oder anderweitig konservieren, gehört definitiv auf gewisse Weise zu meinen Hobbys. Nicht umsonst habe ich eine inzwischen nicht kleine Marmeladen "Sammlung" zusammen getragen. Im Vergleich zu einem älteren Bild hat sie sich bestimmt verdoppelt obwohl wir regelmäßig Gläser davon verbrauchen. *hust*

So sehr, wie ich es liebe, besondere Schnäppchen zu finden, so wenig mag ich es, mehr Geld für Dinge auszugeben, als sie meiner Meinung nach Wert sind. Das klassische Beispiel dafür ist Mineralwasser.
Eigentlich ist es das preisgünstigste Getränk, dass man erwerben kann, doch sobald man in Restaurants oder hippen Cafés sitzt, kann man sich für Wasser dumm und dusselig zahlen. Einen halben Liter für vier Euro ist keine Seltenheit. Und immer wieder ärgere ich mich über diese Preise und nehme dann mit zusammengebissenen Zähnen zumindest nur ein kleines Wasser. Solche dreisten Preise möchte ich nämlich nicht unterstützen.

Ist das reiner Geiz? Ist das Sparwahn? Meistens komme ich mir mit meiner knauserigen Einstellung oft allein vor, denn andere schlagen bei den teuren Getränken in Restaurants auch mehrfach zu. Wenn ich weiß, dass ich die gleichen Produkte beziehungsweise die gleiche und vor allem gleichwertige Leistung in meiner Umgebung zu einem besseren Preis bekomme, dann möchte ich doch natürlich immer dieses kaufen statt der teuereren Variante. Es ist wie ein kleiner Wettbewerb, in dem ich der einzige Teilnehmer bin: so günstig wie möglich über die Runden zu kommen ohne dabei an Lebensqualität zu verlieren. Es ist nicht unbedingt der finanzielle Rahmen, der mich dazu drängt, sondern ich habe einfach Spaß daran.

Ab und zu kommt die Gelegenheit, sich im Leben etwas schönes zu gönnen. Ein Buch, ein hübsches Paar Ohrringe, eine Konzertkarte - egal, was das Objekt der Begierde ist, die Prozedur vor dem Kauf ist immer die gleiche.
Ich frage mich, ob ich das Buch, die Ohrringe, die Konzertkarte oder was auch immer wirklich brauche. Bin ich glücklicher, wenn ich Objekt X kaufe? Ist das Glück von kurzer Dauer oder werde ich mich tatsächlich lange daran erfreuen? Muss ich jetzt wirklich die soundsovielste Sporthose haben oder liegt die nur im Schrank rum, da ich eh schon genug habe?

Oft genug stellt sich heraus, dass ich mich nur kurzfristig belohnen oder motivieren möchte, den Kauf aber nicht wirklich tätigen wollte. Im Nachhinein erfüllt mich dann sogar eine gewisse Zufriedenheit, wenn ich bemerke, dass ich nur aus einer Laune heraus etwas gekauft hätte, das ich eigentlich gar nicht brauche. Wenn ich das aber dann doch noch verhindern konnte, habe ich Geld gespart und mülle mich nicht sinnlos mit irgendwelchen Besitztümern ein. Allein schon aus dem letzten Grund, kaufe ich oft lieber Erinnerungen in Form von Konzertkarten, Kinokarten, Museumsbesuchen und ähnlichen als Sachwerte zu bunkern. Reicht ja, dass der Keller voller Marmelade steht, den restlichen Stauraum muss ich ja nicht dringend füllen.

Ich persönlich denke, dass ein wenig Geiz und Überlegen vor dem Fällen einer Kaufentscheidung nicht schaden können. Geiz ist in meinen Augen nicht unbedingt etwas schlechtes, insofern man es nicht übertreibt, denn Geiz bedeutet, genauer über sein Konsumverhalten nachzudenken und nicht einfach stumpfsinnig alles auf Anhieb zu kaufen, das einem gefällt. Ich würde sagen, dass Sparsamkeit und ein wenig Geiz mich glücklicher machen. Ein bisschen Minimalismus kann das Leben doch gewaltig bereichern. Und nicht all das, was Freude macht, kostet Geld. Vieles davon ist kostenlos, man muss nur mal die Augen von den Konsumgütern nehmen und die Gelegenheiten sehen.

Apfelkern


Montag, 3. Juni 2013

Tick tack tick tack tick tack

Eigentlich habe ich keine Zeit, diesen Post zu schreiben.
Da wären noch Dinge für die Uni zu tun, etwas Aufräumen könnte auch nicht schaden. Außerdem würde ich gern noch eine Runde Pilates machen. Und da liegt auch noch der dritte Band der Tribute von Panem und hofft darauf, endlich von mir gelesen zu werden.
Aber ich habe ja keine Zeit.

Zeit. Zeit. Zeit.
Manchmal habe ich das Gefühl, es dreht sich alles nur darum. Zeit ist der alles limitierende Faktor. Es ist wie beim Liebig’sche Minimumgesetz: der in der geringsten Menge vorhandene benötigte Stoff ist der, der alles begrenzt.
Wie oft habe ich in den letzten Wochen und Monaten gedacht, dass ich keine Zeit habe. Und dabei schlafe ich doch nur durchschnittlich fünf oder sechs Stunden täglich, am Wochenende auch mal sieben.

Es macht einfach keinen Spaß, die ständig auf dem Sprung zu sein, auf die Uhr zu schauen. Immer nur daran denken, wie man alles möglichst effizient gestalten kann ohne dabei auf Lebensqualität verzichten zu müssen, kostet direkt Lebensqualität.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich die Quantität und Qualität von Schlaf, Sozialleben und Erfolg so verhalten, dass man immer nur zwei der genannten Dinge haben kann und das dritte immer darunter leidet.
Bei mir geht es wahrscheinlich immer auf Kosten von Sozialleben aber vor allem auch Schlaf. Um mein Zeug für die Uni zu vernachlässigen bin ich wahrscheinlich zu sehr Streber beziehungsweise zu ängstlich, die Prüfungen zu versauen und das Studium nicht zu schaffen, was bedeutet, eine sichere finanzielle Unabhängigkeit nicht direkt zu erreichen.

Warum schaffen manche Leute eigentlich so verdammt viel? Wir alle haben doch nur 24 Stunden. Ich wüsste gern deren Geheimnis. Oder ich hätte gern mehr Zeit. Vielleicht so zwei Extrastunden während der Rest der Welt erstarrt und ich in Ruhe mal entpannen kann? Träum weiter, kann ich mir da wohl leider nur sagen.

Ich denke, man kann den durch Zeitmangel entstehenden positiven aber auch den negativen Stress eine ganze Weile mitmachen. Wichtig ist dabei nur, nicht jegliche Freuden zu streichen, sondern sich auch einfach mal eine Pause zu gönnen. Zugegeben fällt mir das schwer, wenn ich im Hinterkopf genau weiß, was ich noch alles tun muss.
Aber die Zeit muss ich mir einfach nehmen, um nicht Raubbau an mir selbst zu treiben.

Zeit nehmen ist ein gutes Stichwort. Ich glaube nämlich, es stimmt nicht zu sagen, dass man keine Zeit hätte. Es heißt eher, dass man sich die Zeit nicht nehmen möchte.
Denn es steht uns allen schließlich frei was wir mit unseren 24 Stunden pro Tag anfangen. Aber bloß nicht zu viel Zeit darauf verschwenden zu planen, wie man sie am effektivsten nutzt.

Ein letzter Punkt ist vielleicht das Trödeln. Ich lasse mir ab und zu einfach zu viel Zeit bei einer Sache und merke dann, dass es an anderer Stelle fehlt. Vielleicht kann man gezielt trödeln, bewusst entscheiden mal zu entschleunigen aber dann auch in den anderen Fällen nicht unnötig Zeit verschwenden. Kann man überhaupt Zeit verschwenden, wenn man eigentlich gar keine hat?

Das richtige Verhältnis von Effizienz und Entspannung zu finden ist nicht einfach. Fakt ist aber, dass wenn man die Entspannung streicht, die Effizienz gleich mit gestrichen ist. Gestresste Nervenbündel schaffen weniger. Und da ich das an mir selbst merke, bin ich entschlossen, auch mal einfach die Arbeit einen Tag liegen zu lassen und stattdessen Freunde zu besuchen oder meine Hobbys auszuüben. Und nein, während eines Films nebenbei eine Socke zu stricken um die Zeit möglichst effizient zu nutzen zählt nicht.

Und jetzt Punkt. Ich will euch ja nicht eure Zeit stehlen.

Obwohl - eine Frage wäre da noch: wie stellt ihr das mit dem Haushalten der freien Zeit an? Ihr Blogger mit den ganzen Post müsst das doch drauf haben…

Apfelkern

P.S.: Was freue ich mich darauf, mit dem Studium fertig und dann irgendwann Rentner zu sein…


Montag, 20. Mai 2013

Alle haarlos und in Butter

Als alter Filmmuffel, der noch viel aufzuholen hat, sah ich mir letztens 300 an. Nicht mein Lieblingsfilm aber er lässt sich gut ansehen, besonders wenn man auf Antike und epische Schlachten steht. Außerdem gab es noch jede Menge Muskelberge zu sehen. Wie mir aufgefallen ist unbehaarte Muskelberge.
Nanu, gehört denn auf die Brust eines echten harten Barbaren beziehungsweise in dem Fall Spartiaten nicht auch flauschiges Brusthaar? Anscheinend nicht. Es versteckt doch bloß die mühevoll antrainierten Muskeln. Aber von der Muskelpräsentation im Film abgesehen: will ich so ein glattes Kerlchen? Das ist doch kein für voll zu nehmender Mann.
Trotzdem: Mann scheint heute glatt sein zu müssen, denn in Werbung, Filmen aber auch im richtigen Leben lassen auffällig viele Männer tiefer blicken ohne dabei Brusthaar zu zeigen. Alle glatt gemacht.

Der Somme steht vor der Tür. Zeit für kürzere Kleidung und damit für nahezu alle Frauen spätestens jetzt Zeit, ihrer Körperbehaarung zu Leibe zu rücken. Inzwischen alles ganz normal. Unrasierte Frauenbeine fallen auf, sind ungewöhnlich und werden dann auch gern mit abwertenden oder gar angewiderten Blicken kommentiert. Wie abartig! So unnatürlich - oh, Moment. Wenn nicht unnatürlich dann halt unzivilisiert.

Ich wusste - und ja, das ist ernst gemeint - lange nicht, dass man sich die Körperhaare entfernen soll. Meine Eltern leben mir das nicht vor, in der Grundschule spielte das Thema damals keine Rolle. Erst als ich aufs Gymnasium gewechselt war fiel mir auf, dass die anderen Mädchen erstaunlich wenig Haare auf den Beinen hatten im Vergleich mit meinen gleichmäßig hell behaarten Beinen. Spielform der Natur dachte ich und hakte das Thema ab.
Irgendwann kam ich so ungefähr in der achten Klasse- Bravo und Werbung - zur Erkenntnis, dass die anderen Mädchen nicht aufgrund einer genetischen Variante haarlose Beine hatten, sondern nachhalfen. Krasse Scheiße was die Menschheit sich nur so ausdenkt, Klein-Apfelkern war damals sehr erstaunt.

Ich belas mich. Wikipedia, Werbetexte, Bibliothek - was ich halt zum Thema Enthaarung bekam. Schließlich will man wissen, was man sich da antun könnte. Irgendwann wagte ich mich in ein Kosmetikstudio und lies mir die Beine wachsen, da ich viel zu faul wäre, alle paar Tage nachzurasieren. Das Ergebnis faszinierte mich sehr. Also wurde ein Epilierer besorgt, um das selbst erledigen zu können ohne jedes Mal die Kosmetikerin zu bereichern. Achseln und Beine werden seitdem enthaart, Standard - im Falle der Beine allerdings nur im Sommer.
Im Winter erklärte ich meine Beine immer zum Schutzgebiet und ließ sie mit dem Epilierer in Frieden. Denn was stören mich die paar hellen Fusseln? So ein Drama um Körperhaare zu machen erschien und erscheint mir albern.
Denn was ist denn schlimm daran, wenn die Beine einer Frau nicht perfekt glatt sind? Es beeinträchtigt nicht, schmerzt nicht. Daher kann ich mir doch zumindest im Winter die Zeit dafür sparen. Vielleicht wärmt es ja sogar noch.
Das mache ich nicht, wenn ich in einer Beziehung bin, doch für mich allein muss ich die Beine nicht enthaaren. Um die Achseln wird sich ganzjährig gekümmert.
Ich habe mich also brav dem Willen der Kosmetikindustrie und dem Bild, das man uns als Ideal vorlebt, gefügt.
Obwohl: ich bin ganz rebellisch und enthaare mir die Unterarme nicht. Warum auch? Da gibt es nicht viel zu entfernen. Und der Intimbereich? Ohne Haare fühlt man sich doch ganz nackt und schutzlos, wenn man nackt ist!

Und das sollen die Männer jetzt auch machen müssen? Wie sähe denn ein Hugh Jackmann ohne diese männlich behaarte Brust aus? Gleich mal nur halb so heiß. Und Sean Connery? Wahrscheinlich so metrosexuell und geschniegelt wie ein David Beckham. Wollen wir das heute? Und wenn ja warum? Vermittelt es ein Bild von mehr Stärke, Überlegenheit? Dann wahrscheinlich nur, wenn die Überlegenheit darin besteht, nicht männlich auszusehen. Hygienische Gründe sehe ich auch nicht unbedingt als Ursache, denn bei normaler Körperpflege ist das heutzutage kein Problem.
Bleiben noch Gründe wie dass es gesellschaftlich nicht akzeptiert beziehungsweise nicht angesehen wird, "wie ein Wilder" Haare auf der Brust zu haben.

Ich weiß nicht, was ich von diesen Trends halten soll. Ein Bärenfell dicht wie eine Isolierschicht aus Glasfaserwolle ist nicht das erotischteste, was ich mir an einem Mann vorstellen kann. Glatte Frauenbeine gefallen mir optisch besser als die selben mit langen Haaren. Und trotzdem: machen wir uns nicht viel zu viele Gedanken darum?
Es gibt Leute, die sich den ganzen Tag lang unwohl fühlen, weil sie wissen, dass ihre Beine nicht frisch rasiert sondern leicht stoppelig sind. Sollte unser Selbstwertgefühl davon abhängen? Finde ich nicht. Hört sich eher so an, als würde man sich in die Sache hinein steigern.
Wenn Enthaarung zum Wohlbefinden beiträgt - okay. Sobald Wohlbefinden anfängt, davon abhängig zu sein, stimmt etwas nicht mehr.

Es war schon in der Antike Brauch, sich einige Teile der Körperbehaarung zu entfernen, im Islam hat es ebenso Tradition. Aber es war vielleicht nicht so zwanghaft wie heute. Ein bis aufs Haupthaar haarloser Körper wirkt doch so kindlich. Alles Ideale von verkappten Pädophilen auch Erwachsene so zu gestalten? Teil eines Körperkults?

Das Thema beschäftigt mich jeden Sommer wieder. Irgendwann muss man sich ja vielleicht auch nicht mehr damit beschäftigen, wenn sie nach kernlosen Trauben und Melonen auch haarlose Menschen gezüchtet haben...
Abgesehen davon, dass das a) Zukunftsmusik und b) überspitzt ist:
Wie geht ihr damit um? Alles ab, voll der Hippie oder Zwischenlösung? Wann habt ihr mitbekommen, dass die Gesellschaft von euch glatte Haut erwartet?

Ach und: Spartiaten hatten bestimmt Haare auf der Brust.

Apfelkern