Heute früh bin ich wach geworden und es war richtig hell. Nicht dieses morgendliche Nebelgrau sondern helles Sonnenlicht schien aus dem Fenster entgegen. Da hat man im Gegensatz zu den Wintermonaten mit ihrem kalten Dunkel draußen gleich Lust aufzustehen.
Ich merke, wie viel beschwingter ich bin. Mit dem sonnigeren Wetter habe ich mehr Lust, mich zu bewegen. Irgendwo kommt der Drang auf, mich von altem Zeug zu trennen. Ich habe das gleich genutzt, um ein paar Fächer auszuräumen und Dinge, die ich eh nicht mehr benutze, einfach weg zu werfen. Ein sehr befreiendes Gefühl. Der Frühling kommt und das Alte muss weichen.
Während ich die Sonnenstrahlen und meinen Aktivitätsdrang genieße, blüht ein Strauß von kleinen Zweigen, die eigentlich bloß Deko eines Tulpenstraußes waren, in seiner Vase vor ich hin und bringt die frische Frühlingsstimmung zu mir ins Zimmer. Allein diese kleinen blühenden Zweige, die ich eher zufällig vor dem Kompost bewahrt habe als die welken Tulpen entsorgt wurden, machen mich auf gewisse Weise glücklich. Sie sind so wunderbar minimalistisch und zart und stehen irgendwie auch dafür, wie der Frühling langsam über den Winter siegt.
Ich möchte meine Freunde treffen, mich bewegen, was erleben, reisen. Im Moment fühle ich mich sehr frei und glücklich. Der Prüfungsstress ist vergessen und ich denke nicht mehr mit einem Seufzen angesichts des Berges zu lernenden Wissens an mein Studium, sondern kann wieder uneingeschränkt fasziniert sein vom Wunderwerk des menschlichen Körpers. Und vor allem kommt langsam auch wieder die Vorfreude aufs nächste Semester trotz aller dazu gehörenden Prüfungen.
Aktuell höre ich das Album "The First Days Of Spring" von Noah And The Whale gefühlt in Dauerschleife. Es ist mein persönliches Frühlingsalbum mit seiner zarten Melancholie, die zwar so überhaupt nicht meine gegenwärtige Stimmung widerspiegelt aber mich an die anderen glücklichen Frühlinge erinnert, in denen ich es gehört habe. Es erinnert mich an meine Schulzeit, wie ich zum ersten Mal auf Karos Blog über das Album gelesen und es mir aus der Bibliothek geliehen habe.
Das Album habe ich sofort in mein Herz geschlossen und hole es jedes Frühjahr aufs Neue heraus. Und auch, wenn mal alles doof ist oder der Liebeskummer einen überfällt, tut die Musik dieses Werkes so unglaublich gut.
Zum ersten mal in diesem Jahr habe ich meine Inlineskater wieder ausgepackt und bin einige Kilometer gefahren. Auch wenn es noch kalt war und meine Ohren ordentlich frieren mussten, habe ich es sehr genossen. Wahrscheinlich sollte ich mir nächstes Mal ein Stirnband aufsetzen. Auf Rollen bin ich eben doch locker 10km/h schneller als joggend und dementsprechend kühlt der Fahrtwind mehr.
Auf dem Weg zur Skater-Strecke bin ich an meiner Grundschule vorbei gekommen und habe mich erst einmal richtig alt gefühlt. Gott - wie ewig ist es her, dass ich in der Grundschule war!
Nach dem ersten Schock, wurde mir aber bewusst, dass das einfach der Lauf des Lebens ist, dass ich inzwischen mich deutlich weiter entwickelt habe und einiges geschafft habe und es nicht wirklich etwas gibt, dem ich nachtrauern muss. Sowohl damals als auch heute bin ich glücklich.
In ein paar Tagen geht es auf nach Prag, ich bin schon sehr gespannt, was ich alles erleben werde. Ich genieße die Frühlingszeit sehr und schöpfe Kraft für das kommende Semester und all die Anforderungen, die das Leben sonst noch bereit hält.
Als ich versucht habe, meine frühlingshaften blühenden Zweige für euch zu fotografieren, habe ich festgestellt, dass ich kein Bild machen kann, dass auch wirklich das wiedergibt, was ich darstellen möchte. Jeder muss den Frühling selbst erleben. Und deshalb - geht mal raus und erfreut euch an der wunderschönen Jahreszeit.
Apfelkern
Dienstag, 25. Februar 2014
Frühlingsgefühle
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Jahreszeiten,
Momentaufnahmen
Freitag, 21. Februar 2014
Das Gegenteil von Beziehung ist nicht Einsamkeit
Erinnert ihr euch noch an den Freitag vor genau einer Woche? Die Twitter-Timeline war voll von Paaren, die einander ihre Liebe beteuerten, die perfekte Beziehung priesen. Auf der anderen Seite gab es die Singles, die murrten, dass dieser Tag eh bloß Konsumscheiße wäre, die keiner braucht und sich entweder darüber ausließen, wie blöd das Dasein als Single ist oder dass sie so einen Kram wie Beziehungen gar nicht bräuchten.
Es gab einige unter den Singles, die so sehr jammerten, dass es wirkte, als könne man ohne Partner nur einsam und unglücklich sein. Allerdings sehe ich das ganz und gar nicht so, dass alle Singles zwangsweise einsam unglücklich sein müssen.
Zuerst einmal sollte man sich bewusst werden, dass es einen großen Unterschied zwischen den Adjektiven einsam und allein gibt.
Allein heißt bloß, dass sich gerade niemand in der Nähe befindet, zu dem man engen Kontakt hat. Trotzdem kann man viele Freunde haben, die in dem betrachteten Moment einfach nicht anwesend sind beziehungsweise nicht mit einem über andere Wege interagieren. Ab und zu allein zu sein empfinde ich sogar als angenehm um mich ein wenig zu sammeln und mich mir selbst zu widmen.
Allein ist ein temporärer Zustand, der beendet ist sobald die vorhandenen Freunde durch die Tür herein kommen.
Einsam dagegen heißt, dass nicht nur niemand in diesem Moment für einen da ist, sondern dass es wirklich niemanden gibt, der es in einem anderen Moment tun würde. Kein Partner, keine Freunde, keine Bekannten, keine Geschwister und keine Familie, denen man sich anvertrauen und denen gegenüber man ganz so sein könnte, wie man ist - das bedeutet einsam zu sein. Und das ist meiner Meinung nach kein Status, der wirklich häufig ist und vor allem nichts, das man als Single zwangsläufig erlebt.
Im Gegenteil: es gibt viele zufriedene Singles, die ihre Zeit mit ihren Freunden verbringen, es sich selbst gemütlich machen und einfach genießen, unabhängig ihre Zeit einteilen und wenn sie Lust haben auch mal einen Flirt zu erwidern.
Wenn ich so an meine Zeit als Single während der kompletten Schulzeit denke: klar hätte ich manchmal gern einen Partner gehabt, mit dem man lachen und kuscheln kann. Um euch jetzt aber mal so richtig zu schockieren: ich war absolut glücklich als Single und der Valentinstag war mir Schnuppe. Nachdem ich gesehen hatte, was einige Mitschüler an Stress wegen Trennungen, Seitensprüngen, nicht erwiderter Verliebtheit und ähnlichem hatten, kann ich nur sagen, dass ich ein unglaublich entspanntes Leben hatte und eine Beziehung nicht wirklich vermisst habe. Und mich aus Verzweiflung irgendwem an den Hals zu werfen, nur um für die Statistik einen Freund zu haben, fand ich schon immer albern.
Die erste Beziehung kam dann eher ungeplant und das finde ich um ehrlich zu sein auch besser. Wenn jemand ganz verkrampft sucht, sich bei jedem Kellner, der zwei mal nett zu ihm war gleich einredet, dass da war draus werden könnte und wenn er nicht gerade dabei ist, die Jammerqualle zu geben und sich darüber auszuweinen, wie schlimm es als Single ist, alles anflirtet, was nicht den Partner an der Hand hat oder bei drei auf dem Baum ist, kann das auch nichts werden. Ein wenig wirkt so ein Verhalten, als würde derjenige geradezu nach einer Beziehung suchen als wäre es die letzte Chance, noch einmal jemanden abzubekommen und glücklich zu werden. Und ich glaube auch, dass so ein Verhalten viele potentielle Partner abschreckt.
Auch wenn die ganzen Partnervermittlungsportale etwas anderes behaupten: ich glaube, dass der Großteil der Beziehungen aus Zufällen entstehen und nicht aus Planung.
Es gibt noch etwas, das mir immer wieder auffällt. Viele der unglücklichen Singles sehnen sich so sehr danach, eine Beziehung zu haben, weil sie denken, dass sobald man einen Partner hat - zack! - alles perfekt ist. Wer mit sich selbst grundlegend unzufrieden ist und sich selbst als Person weder schätzt noch mag, kann meiner Meinung nach auch mit einer Beziehung nicht glücklich sein, solange er nicht mit sich selbst in zumindest grundlegender Harmonie ist.
Es ist zwar so ein alter Hut, doch trotzdem kann ich nicht anders als dem Spruch zuzustimmen: Wer sich selbst nicht liebt, kann auch anderen keine Liebe geben.
Ach und: sich einzureden, mit einer Beziehung wäre Upgrade von Langeweile, Unzufriedenheit und Selbstunsicherheit als Single zu Selbstbewusstsein und Zufriedenheit als vergebene Person sofort geschehen, ist auch Selbsttäuschung. Man kann sich zwar verändern, bleibt aber im Grunde egal ob in Beziehung oder nicht die gleiche Person. Das ist vielen bewusst und daher vermute ich auch, dass so offensichtlich unglückliche Singles es schwerer haben, einen Partner zu finden.
Was will ich euch damit nun sagen? Nehmt nicht jeden Valentinstag als Anlass, um gegen den Tag zu schimpfen und über euer Singledasein zu jammern. Seid gut zu euch selbst, unternehmt was schönes und macht euch keine Sorgen, dass mit euch etwas nicht stimmt, weil ihr in dem Moment vielleicht keinen Partner habt. Euer Zufall lässt einfach noch etwas auf sich warten.
Und bis er eintritt, sich ständig darüber zu ärgern und sich das Leben schwer zu machen hilft ja auch nicht.
Apfelkern
Es gab einige unter den Singles, die so sehr jammerten, dass es wirkte, als könne man ohne Partner nur einsam und unglücklich sein. Allerdings sehe ich das ganz und gar nicht so, dass alle Singles zwangsweise einsam unglücklich sein müssen.
Zuerst einmal sollte man sich bewusst werden, dass es einen großen Unterschied zwischen den Adjektiven einsam und allein gibt.
Allein heißt bloß, dass sich gerade niemand in der Nähe befindet, zu dem man engen Kontakt hat. Trotzdem kann man viele Freunde haben, die in dem betrachteten Moment einfach nicht anwesend sind beziehungsweise nicht mit einem über andere Wege interagieren. Ab und zu allein zu sein empfinde ich sogar als angenehm um mich ein wenig zu sammeln und mich mir selbst zu widmen.
Allein ist ein temporärer Zustand, der beendet ist sobald die vorhandenen Freunde durch die Tür herein kommen.
Einsam dagegen heißt, dass nicht nur niemand in diesem Moment für einen da ist, sondern dass es wirklich niemanden gibt, der es in einem anderen Moment tun würde. Kein Partner, keine Freunde, keine Bekannten, keine Geschwister und keine Familie, denen man sich anvertrauen und denen gegenüber man ganz so sein könnte, wie man ist - das bedeutet einsam zu sein. Und das ist meiner Meinung nach kein Status, der wirklich häufig ist und vor allem nichts, das man als Single zwangsläufig erlebt.
Im Gegenteil: es gibt viele zufriedene Singles, die ihre Zeit mit ihren Freunden verbringen, es sich selbst gemütlich machen und einfach genießen, unabhängig ihre Zeit einteilen und wenn sie Lust haben auch mal einen Flirt zu erwidern.
Wenn ich so an meine Zeit als Single während der kompletten Schulzeit denke: klar hätte ich manchmal gern einen Partner gehabt, mit dem man lachen und kuscheln kann. Um euch jetzt aber mal so richtig zu schockieren: ich war absolut glücklich als Single und der Valentinstag war mir Schnuppe. Nachdem ich gesehen hatte, was einige Mitschüler an Stress wegen Trennungen, Seitensprüngen, nicht erwiderter Verliebtheit und ähnlichem hatten, kann ich nur sagen, dass ich ein unglaublich entspanntes Leben hatte und eine Beziehung nicht wirklich vermisst habe. Und mich aus Verzweiflung irgendwem an den Hals zu werfen, nur um für die Statistik einen Freund zu haben, fand ich schon immer albern.
Die erste Beziehung kam dann eher ungeplant und das finde ich um ehrlich zu sein auch besser. Wenn jemand ganz verkrampft sucht, sich bei jedem Kellner, der zwei mal nett zu ihm war gleich einredet, dass da war draus werden könnte und wenn er nicht gerade dabei ist, die Jammerqualle zu geben und sich darüber auszuweinen, wie schlimm es als Single ist, alles anflirtet, was nicht den Partner an der Hand hat oder bei drei auf dem Baum ist, kann das auch nichts werden. Ein wenig wirkt so ein Verhalten, als würde derjenige geradezu nach einer Beziehung suchen als wäre es die letzte Chance, noch einmal jemanden abzubekommen und glücklich zu werden. Und ich glaube auch, dass so ein Verhalten viele potentielle Partner abschreckt.
Auch wenn die ganzen Partnervermittlungsportale etwas anderes behaupten: ich glaube, dass der Großteil der Beziehungen aus Zufällen entstehen und nicht aus Planung.
Es gibt noch etwas, das mir immer wieder auffällt. Viele der unglücklichen Singles sehnen sich so sehr danach, eine Beziehung zu haben, weil sie denken, dass sobald man einen Partner hat - zack! - alles perfekt ist. Wer mit sich selbst grundlegend unzufrieden ist und sich selbst als Person weder schätzt noch mag, kann meiner Meinung nach auch mit einer Beziehung nicht glücklich sein, solange er nicht mit sich selbst in zumindest grundlegender Harmonie ist.
Es ist zwar so ein alter Hut, doch trotzdem kann ich nicht anders als dem Spruch zuzustimmen: Wer sich selbst nicht liebt, kann auch anderen keine Liebe geben.
Ach und: sich einzureden, mit einer Beziehung wäre Upgrade von Langeweile, Unzufriedenheit und Selbstunsicherheit als Single zu Selbstbewusstsein und Zufriedenheit als vergebene Person sofort geschehen, ist auch Selbsttäuschung. Man kann sich zwar verändern, bleibt aber im Grunde egal ob in Beziehung oder nicht die gleiche Person. Das ist vielen bewusst und daher vermute ich auch, dass so offensichtlich unglückliche Singles es schwerer haben, einen Partner zu finden.
Was will ich euch damit nun sagen? Nehmt nicht jeden Valentinstag als Anlass, um gegen den Tag zu schimpfen und über euer Singledasein zu jammern. Seid gut zu euch selbst, unternehmt was schönes und macht euch keine Sorgen, dass mit euch etwas nicht stimmt, weil ihr in dem Moment vielleicht keinen Partner habt. Euer Zufall lässt einfach noch etwas auf sich warten.
Und bis er eintritt, sich ständig darüber zu ärgern und sich das Leben schwer zu machen hilft ja auch nicht.
Apfelkern
Mittwoch, 19. Februar 2014
Ich bin nicht weg, ich war nur ein paar Prüfungen schreiben
Ich glaube, ich bin ein ziemlich mieser Blogger. Immer, wenn das reale Leben stressiger wird, ist das Bloggen so ziemlich das erste, was ich zu meiner Entlastung erst mal einstelle. Aber anders betrachtet: das reale Leben auf Eis legen, um Bloggen zu können, wäre erst recht schwachsinnig.
Und jetzt, wo die nervenzehrende Prüfungsphase vorbei ist, kann ich auch das Bloggen wieder aufnehmen.
Ach ja, die Prüfungsphase. So sehr ich das Medizinstudium auch mag und genieße all diese faszinierenden Dinge lernen zu dürfen, so sehr hasse ich diese fiese Prüfungsphase.
Bei mir ist das so organisiert, dass das Semester 16 Wochen lang ist und bis zum letzten Tag dieser Wochen die prüfungsrelevanten Vorlesungen. Seminare, Praktika und Untersuchungskurse stattfinden. Die schriftlichen Prüfungen sowie die mündlich-praktische folgen in der Woche darauf.
In diesem Semester war es besonders übel, da ich fünf Prüfungen - vier schriftliche Multiple Choice Klausuren und eine Anatomieprüfung - am Montag hatte und am Dienstag Morgen gleich meine mündliche Prüfung.
Das hat dafür gesorgt, dass ich schon seit Weihnachten mehr oder weniger am Lernen bin und in den zwei Wochen vor den Prüfungen eigentlich abgesehen von Essen, Schlafen, Uni, den Freund ab und zu sehen und zum Stressausgleich Sport machen, nicht viel anderes getan habe.
Nachdem ich die Vorlesungsunterlagen des Tages noch mal zusammengefasst hatte, ging es direkt ans Lernen. Trotzdem muss man aufpassen, dass man sich selbst nicht völlig verausgabt und sich selbst vernachlässigt in dieser Zeit.
Das war eine Phase, in der ich nur noch Ferien haben wollte. Man kann das Studium einfach nicht mehr genießen, wenn es nahezu den kompletten Tag ausfüllt und das mehrere Wochen lang.
Ich glaube, das schlimmste an den Prüfungen sind eh die Wochen davor. Man stopft Unmengen von Wissen in seinen Kopf, wiederholt den Stoff, damit sich ja nicht heimlich die Informationen wieder aus dem Gedächtnis schleichen und ist in ständiger Sorge, zum Prüfungszeitpunkt nicht genug zu wissen und durchzufallen.
Vor allem gegen Ende hatte ich das Gefühl, reines Bulimie-Lernen zu betreiben: Wissen in den Kopf stopfen, nur um es während der Prüfung vor dem Prüfer wieder heraus zu würgen.
Warum das planerisch von Seiten der Uni so gemacht wird, kann ich mir nicht erklären. Wollen sie die Belastbarkeit der Studenten ausreizen indem sie bis kurz vor ultimo neue prüfungsrelevante Dinge vermitteln? Pädagogisch wertvoll oder mit einem besonderen Lerneffekt behaftet kann es jedenfalls nicht sein.
In so einer Zeit hilft mir vor allem Sport als Ausgleich. Selbst wenn ich völlig fertig und die Konzentrationsfähigkeit nicht mehr vorhanden ist: nach 30 Minuten Pilates geht es mir besser und ich habe nicht mehr das Gefühl, gleich durchdrehen zu müssen.
Durchdrehen… generell wird es schlimmer, je näher die Prüfungen kommen. Ich bin absolut kein Prüfungsmensch, mache mich selbst nervöser, als ich sein müsste, kann am Tag vor der Prüfung nicht mehr schlafen.
Zum Glück bin ich aber niemand, der in der Prüfung selbst vor Panik fast kollabiert. Sobald ich in der Prüfungssituation bin, werde ich ganz ruhig und gefasst. Weil in dem Moment aufgeregt zu sein bringt eh nichts und vor allem, hat man den größten Aufwand an den Prüfungen in dem Moment hinter sich: das Lernen. Wissen, dass man sich angeeignet hat zu notieren ist leichter als es erst einmal zu erwerben. Obwohl, da kann auch noch einiges schief laufen.
Übrigens kann ich mündliche Prüfungen so gar nicht leiden, vor allem, wenn es Gruppenprüfungen sind. Es ist einfach der Gedanke, dass man im Falle eines Versagens sich nicht nur vor sich selbst sondern gleich vor einer Gruppe anderer Menschen blamiert.
Blöd nur, dass in meinem Studium zu eigentlich jedem Semesterabschluss auch eine mündlich - praktische Prüfung gehört.
Die Prüfungsphase des Studiums hat mich bis jetzt immer ziemlich erschöpft aber zufrieden hinsichtlich der Ergebnisse zurück gelassen. Direkt nach dem Ende der letzten Prüfung merke ich, wie meine Herzfrequenz wieder sinkt und ich ruhiger, freier atmen kann.
Und jetzt habe ich auch wieder den Kopf frei, zu bloggen. Ich bewundere Blogger, die in den stressigsten Situationen noch nebenbei ihren Blog am Laufen halten. Für mich funktioniert es einfach nicht, da ich einfach nicht den Nerv habe, mich noch hin zu setzen und mir zu überlegen, was ich schreiben könnte. Und bloggen nur um zu bloggen muss nicht sein.
Wie gut, dass ich jetzt wieder den Kopf frei habe, um etwas mehr Leben in den Blog zu bringen. Und nicht nur das: auch in mein Leben kann ich endlich wieder mehr Leben bringen.
Apfelkern
Und jetzt, wo die nervenzehrende Prüfungsphase vorbei ist, kann ich auch das Bloggen wieder aufnehmen.
Ach ja, die Prüfungsphase. So sehr ich das Medizinstudium auch mag und genieße all diese faszinierenden Dinge lernen zu dürfen, so sehr hasse ich diese fiese Prüfungsphase.
Bei mir ist das so organisiert, dass das Semester 16 Wochen lang ist und bis zum letzten Tag dieser Wochen die prüfungsrelevanten Vorlesungen. Seminare, Praktika und Untersuchungskurse stattfinden. Die schriftlichen Prüfungen sowie die mündlich-praktische folgen in der Woche darauf.
In diesem Semester war es besonders übel, da ich fünf Prüfungen - vier schriftliche Multiple Choice Klausuren und eine Anatomieprüfung - am Montag hatte und am Dienstag Morgen gleich meine mündliche Prüfung.
Das hat dafür gesorgt, dass ich schon seit Weihnachten mehr oder weniger am Lernen bin und in den zwei Wochen vor den Prüfungen eigentlich abgesehen von Essen, Schlafen, Uni, den Freund ab und zu sehen und zum Stressausgleich Sport machen, nicht viel anderes getan habe.
Nachdem ich die Vorlesungsunterlagen des Tages noch mal zusammengefasst hatte, ging es direkt ans Lernen. Trotzdem muss man aufpassen, dass man sich selbst nicht völlig verausgabt und sich selbst vernachlässigt in dieser Zeit.
Das war eine Phase, in der ich nur noch Ferien haben wollte. Man kann das Studium einfach nicht mehr genießen, wenn es nahezu den kompletten Tag ausfüllt und das mehrere Wochen lang.
Ich glaube, das schlimmste an den Prüfungen sind eh die Wochen davor. Man stopft Unmengen von Wissen in seinen Kopf, wiederholt den Stoff, damit sich ja nicht heimlich die Informationen wieder aus dem Gedächtnis schleichen und ist in ständiger Sorge, zum Prüfungszeitpunkt nicht genug zu wissen und durchzufallen.
Vor allem gegen Ende hatte ich das Gefühl, reines Bulimie-Lernen zu betreiben: Wissen in den Kopf stopfen, nur um es während der Prüfung vor dem Prüfer wieder heraus zu würgen.
Warum das planerisch von Seiten der Uni so gemacht wird, kann ich mir nicht erklären. Wollen sie die Belastbarkeit der Studenten ausreizen indem sie bis kurz vor ultimo neue prüfungsrelevante Dinge vermitteln? Pädagogisch wertvoll oder mit einem besonderen Lerneffekt behaftet kann es jedenfalls nicht sein.
In so einer Zeit hilft mir vor allem Sport als Ausgleich. Selbst wenn ich völlig fertig und die Konzentrationsfähigkeit nicht mehr vorhanden ist: nach 30 Minuten Pilates geht es mir besser und ich habe nicht mehr das Gefühl, gleich durchdrehen zu müssen.
Durchdrehen… generell wird es schlimmer, je näher die Prüfungen kommen. Ich bin absolut kein Prüfungsmensch, mache mich selbst nervöser, als ich sein müsste, kann am Tag vor der Prüfung nicht mehr schlafen.
Zum Glück bin ich aber niemand, der in der Prüfung selbst vor Panik fast kollabiert. Sobald ich in der Prüfungssituation bin, werde ich ganz ruhig und gefasst. Weil in dem Moment aufgeregt zu sein bringt eh nichts und vor allem, hat man den größten Aufwand an den Prüfungen in dem Moment hinter sich: das Lernen. Wissen, dass man sich angeeignet hat zu notieren ist leichter als es erst einmal zu erwerben. Obwohl, da kann auch noch einiges schief laufen.
Übrigens kann ich mündliche Prüfungen so gar nicht leiden, vor allem, wenn es Gruppenprüfungen sind. Es ist einfach der Gedanke, dass man im Falle eines Versagens sich nicht nur vor sich selbst sondern gleich vor einer Gruppe anderer Menschen blamiert.
Blöd nur, dass in meinem Studium zu eigentlich jedem Semesterabschluss auch eine mündlich - praktische Prüfung gehört.
Die Prüfungsphase des Studiums hat mich bis jetzt immer ziemlich erschöpft aber zufrieden hinsichtlich der Ergebnisse zurück gelassen. Direkt nach dem Ende der letzten Prüfung merke ich, wie meine Herzfrequenz wieder sinkt und ich ruhiger, freier atmen kann.
Und jetzt habe ich auch wieder den Kopf frei, zu bloggen. Ich bewundere Blogger, die in den stressigsten Situationen noch nebenbei ihren Blog am Laufen halten. Für mich funktioniert es einfach nicht, da ich einfach nicht den Nerv habe, mich noch hin zu setzen und mir zu überlegen, was ich schreiben könnte. Und bloggen nur um zu bloggen muss nicht sein.
Wie gut, dass ich jetzt wieder den Kopf frei habe, um etwas mehr Leben in den Blog zu bringen. Und nicht nur das: auch in mein Leben kann ich endlich wieder mehr Leben bringen.
Apfelkern
Dienstag, 31. Dezember 2013
Change is good! - Mein Jahresrückblick
So unglaublich es uns allen erscheinen mag: 2013 ist vorbei. Das wars: Klappe zu, Affe tot. Na ja, zumindest fast. Und damit ist es auch wieder Zeit für den inzwischen dritten Jahresrückblick in Folge.
2013 zum ersten Mal getan?
An einer Bundestagswahl teilgenommen, eine Beziehung beendet, sich das Fahrrad stehlen lassen (GRRRRRR!), eine Medizinerparty besucht, am Blogger Wichteln teilgenommen, gebrannte Mandeln selbst hergestellt
2013 nach langer Zeit wieder getan?
Treffen mit Freunden und mir wichtige Freundschaften endlich nicht mehr vernachlässigt, spontane Aktionen, Abende allein genossen
2013 leider gar nicht getan?
Ich bin leider nicht beim Berliner Halbmarathon mit geskatet aber für das kommende Jahr bin ich schon angemeldet. Außerdem war ich nicht im Meer schwimmen, aber zumindest war ich am Meer (und bin mit Karo daran gescheitert, den Drachen in die Luft zu bekommen).
Worte des Jahres?
Weltherrschaft, Unizeug, Beziehung, Ingress, Pilates
Zugenommen oder abgenommen?
Weder das eine noch das andere. Ich habe erst vorgestern festgestellt, dass ich in den zu meiner Skireise in der achten Klasse gekauften Skianzug problemlos passe. Nur die Hosenbeine waren irgendwie damals weniger kurz.
Stadt des Jahres?
Berlin
Alkoholexzesse?
Haha, der war gut. Mir schmecken weder Wein noch Bier so gut, dass ich mich damit betrinken würde und nach Likör oder Whisky, welche mir definitiv besser schmecken, werde ich eher nachdenklich, ob ich mich denn nun im alkoholisierten Zustand anders verhalte, sodass ich nüchtern wahrscheinlich unbeschwerter und lustiger wäre.
Haare länger oder kürzer?
Es ist schon etwas peinlich das zu sagen, aber seit der siebten Klasse ist meine Haarlänge ziemlich konstant. Davon abgesehen hat sich auch an der Frisur nicht viel getan.
Mehr ausgegeben oder weniger?
In der ersten Jahreshälfte mehr und im letzten Drittel des Jahres deutlich weniger. Man bemerkt definitiv, wenn man der Deutschen Bahn nicht mehr dauernd ordentliche Summen hinterher wirft.
Höchste Handyrechnung?
11.80 €. Tief in meinem Herzen bin ich ein kleiner Geizhals und beantworte SMS mit E-Mails, weil ich die im Gegensatz zu SMS kostenlos verschicken kann.
Krankenhausbesuche?
Pflegepraktikum und Studium verschlugen mich regelmäßig in diverse Krankenhäuser, aber Patient war ich nie.
Verliebt?
Ja. Schon wieder. Manchmal passiert es einfach und das, obwohl man mit der Einstellung, von diesem Kack-Drecks-Beziehungsscheiß nichts mehr wissen zu wollen, durch die Welt läuft.
Most called person?
Mutti. Weil man ihren Nokia Klumpen anders nicht effizient erreichen kann.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinen Freunden, meiner Familie, meinem Freund. Und nicht zu vergessen: mit mir selbst.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Am Jahresanfang primär nur mit dem ehemaligen Freund, danach vor allem mit Freunden und dann auch mit meinem neuen Freund.
Song des Jahres?
Forever Alone von Kakkmaddafakka. Das Video ist zwar dämlich aber der Song einfach toll. Allein schon, weil vorher bestimmt niemand so fröhlich von ewiger Einsamkeit gesungen hat. Außerdem ist noch Moving On von Paramore zu nennen, das mich vor allem in der Zeit der Trennung begleitet und positiv gestimmt hat. Vielleicht ist es auch einfach so sehr hängen geblieben, weil ich die Band in diesem Jahr live gesehen habe.
Buch des Jahres?
Ich habe in diesem Jahr viel zu wenig Belletristik gelesen. Also der Prometheus Anatomie und das Histologie Buch von der guten Frau Lüllmann-Rauch oder die Duale Reihe Dermatologie sind schon klasse Literatur aber ich möchte im nächsten Jahr wieder mehr Belletristik schmökern. Uhrwerk Orange steht dabei ziemlich weit oben auf der Leseliste.
TV-Serie des Jahres?
Ich habe mit Dr.House endlich angefangen, eine Arztserie zu sehen, wie es sich für Medizinstudenten gehört. Ansonsten gab es wie immer eine Staffel True Blood für mich. Und ich habe die Serie Little Britain für mich entdeckt.
Erkenntnis des Jahres?
Man selbst ist nicht immer die Quelle aller Probleme und Loslassen ist manchmal die einzige absolut richtige Entscheidung.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Vor lauter Schusseligkeit meine BahnCard ungewollt zu verlängern, zulassen, dass jemand mich derart an meinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zweifeln lässt, mein Fahrrad am Bahnhof mit zwei Schlössern gesichert abzustellen und es nie wieder zu sehen.
Schönstes Ereignis?
Das Placebo Konzert in Leipzig mit Karo war magisch schön. Sich zu verlieben ist auch etwas unheimlich schönes, dass sich aber nur bedingt in einzelne Ereignisse aufsplitten lässt.
2013 war mit einem Wort?
Wendepunkthaltig
Hast du dich äußerlich in diesem Jahr verändert ?
Mal wieder ein paar kleine Narben - hauptsächlich von Verbrennungen stammend - mehr aber ansonsten keine auffälligen Veränderungen. Dass ich Tonnen von Hautschuppen abgeworfen lassen habe und es mal wieder keiner gemerkt hat, muss ich ja eigentlich gar nicht erst schreiben.
Hast du dich innerlich verändert ?
Ich bin definitiv glücklicher und entspannter geworden im letzten Jahresdrittel. Und ein bisschen erwachsener und erfahrener wird man jedes Jahr sowieso.
Filme, die du besonders gut fandest?
Schon mal erwähnt, dass ich nicht der große Filmfreund bin? Aber ich mag Minions.
Hast du 2013 neue Freunde gefunden ?
Die Frage ist ganz klar mit einem JA! zu beantworten. Neue Freunde unter den Kommilitonen und sogar ein komplett neuer Freundeskreis sind hinzu gekommen, worüber ich sehr glücklich bin.
Hast du ein neues Hobby dazu gewonnen?
Eher nicht. Oder zählt gebrannte Mandeln herstellen?
Hat das Bloggen dich verändert?
Nicht unbedingt, aber ich glaube, dass mein Bloggen sich verändert hat. Generell weniger Posts und gleichzeitig tendenziell mehr persönliches. Mal sehen, wo das noch hinführt.
Wie wird dein Bloggerjahr 2014?
Es wird. Ich werde weiter bloggen, habe aber keine speziellen Pläne.
2013 in drei Worten?
Zermürbend, Trennung, Zufriedenheit
Bist du glücklich, dass 2013 bald vorbei ist?
Jein. Die ersten zwei Drittel des Jahres muss ich absolut nicht wieder haben aber von dem Rest des Jahres hätte ich gern mehr. In der Zeit war ich sehr glücklich mit meinem Studium, meinem sozialen Umfeld, meiner Beziehung und vor allem auch aufrichtig zufrieden mit mir. Es fühlte sich an, als hätte ich Unmengen von Sorgen mit einem Schlag einfach wie eine alte Haut abgestreift. So soll es 2014 bitte weitergehen.
Was wünscht du dir für das neue Jahr?
Ich möchte weiter zielstrebig sein können, viel Zeit mit denen, die mir wichtig sind, verbringen und vor allem gesund und glücklich bleiben.
Vorherrschendes Gefühl für 2014?
2013 zum ersten Mal getan?
An einer Bundestagswahl teilgenommen, eine Beziehung beendet, sich das Fahrrad stehlen lassen (GRRRRRR!), eine Medizinerparty besucht, am Blogger Wichteln teilgenommen, gebrannte Mandeln selbst hergestellt
2013 nach langer Zeit wieder getan?
Treffen mit Freunden und mir wichtige Freundschaften endlich nicht mehr vernachlässigt, spontane Aktionen, Abende allein genossen
2013 leider gar nicht getan?
Ich bin leider nicht beim Berliner Halbmarathon mit geskatet aber für das kommende Jahr bin ich schon angemeldet. Außerdem war ich nicht im Meer schwimmen, aber zumindest war ich am Meer (und bin mit Karo daran gescheitert, den Drachen in die Luft zu bekommen).
Worte des Jahres?
Weltherrschaft, Unizeug, Beziehung, Ingress, Pilates
Zugenommen oder abgenommen?
Weder das eine noch das andere. Ich habe erst vorgestern festgestellt, dass ich in den zu meiner Skireise in der achten Klasse gekauften Skianzug problemlos passe. Nur die Hosenbeine waren irgendwie damals weniger kurz.
Stadt des Jahres?
Berlin
Alkoholexzesse?
Haha, der war gut. Mir schmecken weder Wein noch Bier so gut, dass ich mich damit betrinken würde und nach Likör oder Whisky, welche mir definitiv besser schmecken, werde ich eher nachdenklich, ob ich mich denn nun im alkoholisierten Zustand anders verhalte, sodass ich nüchtern wahrscheinlich unbeschwerter und lustiger wäre.
Haare länger oder kürzer?
Es ist schon etwas peinlich das zu sagen, aber seit der siebten Klasse ist meine Haarlänge ziemlich konstant. Davon abgesehen hat sich auch an der Frisur nicht viel getan.
Mehr ausgegeben oder weniger?
In der ersten Jahreshälfte mehr und im letzten Drittel des Jahres deutlich weniger. Man bemerkt definitiv, wenn man der Deutschen Bahn nicht mehr dauernd ordentliche Summen hinterher wirft.
Höchste Handyrechnung?
11.80 €. Tief in meinem Herzen bin ich ein kleiner Geizhals und beantworte SMS mit E-Mails, weil ich die im Gegensatz zu SMS kostenlos verschicken kann.
Krankenhausbesuche?
Pflegepraktikum und Studium verschlugen mich regelmäßig in diverse Krankenhäuser, aber Patient war ich nie.
Verliebt?
Ja. Schon wieder. Manchmal passiert es einfach und das, obwohl man mit der Einstellung, von diesem Kack-Drecks-Beziehungsscheiß nichts mehr wissen zu wollen, durch die Welt läuft.
Most called person?
Mutti. Weil man ihren Nokia Klumpen anders nicht effizient erreichen kann.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinen Freunden, meiner Familie, meinem Freund. Und nicht zu vergessen: mit mir selbst.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Am Jahresanfang primär nur mit dem ehemaligen Freund, danach vor allem mit Freunden und dann auch mit meinem neuen Freund.
Song des Jahres?
Forever Alone von Kakkmaddafakka. Das Video ist zwar dämlich aber der Song einfach toll. Allein schon, weil vorher bestimmt niemand so fröhlich von ewiger Einsamkeit gesungen hat. Außerdem ist noch Moving On von Paramore zu nennen, das mich vor allem in der Zeit der Trennung begleitet und positiv gestimmt hat. Vielleicht ist es auch einfach so sehr hängen geblieben, weil ich die Band in diesem Jahr live gesehen habe.
Buch des Jahres?
Ich habe in diesem Jahr viel zu wenig Belletristik gelesen. Also der Prometheus Anatomie und das Histologie Buch von der guten Frau Lüllmann-Rauch oder die Duale Reihe Dermatologie sind schon klasse Literatur aber ich möchte im nächsten Jahr wieder mehr Belletristik schmökern. Uhrwerk Orange steht dabei ziemlich weit oben auf der Leseliste.
TV-Serie des Jahres?
Ich habe mit Dr.House endlich angefangen, eine Arztserie zu sehen, wie es sich für Medizinstudenten gehört. Ansonsten gab es wie immer eine Staffel True Blood für mich. Und ich habe die Serie Little Britain für mich entdeckt.
Erkenntnis des Jahres?
Man selbst ist nicht immer die Quelle aller Probleme und Loslassen ist manchmal die einzige absolut richtige Entscheidung.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Vor lauter Schusseligkeit meine BahnCard ungewollt zu verlängern, zulassen, dass jemand mich derart an meinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zweifeln lässt, mein Fahrrad am Bahnhof mit zwei Schlössern gesichert abzustellen und es nie wieder zu sehen.
Schönstes Ereignis?
Das Placebo Konzert in Leipzig mit Karo war magisch schön. Sich zu verlieben ist auch etwas unheimlich schönes, dass sich aber nur bedingt in einzelne Ereignisse aufsplitten lässt.
2013 war mit einem Wort?
Wendepunkthaltig
Hast du dich äußerlich in diesem Jahr verändert ?
Mal wieder ein paar kleine Narben - hauptsächlich von Verbrennungen stammend - mehr aber ansonsten keine auffälligen Veränderungen. Dass ich Tonnen von Hautschuppen abgeworfen lassen habe und es mal wieder keiner gemerkt hat, muss ich ja eigentlich gar nicht erst schreiben.
Hast du dich innerlich verändert ?
Ich bin definitiv glücklicher und entspannter geworden im letzten Jahresdrittel. Und ein bisschen erwachsener und erfahrener wird man jedes Jahr sowieso.
Filme, die du besonders gut fandest?
Schon mal erwähnt, dass ich nicht der große Filmfreund bin? Aber ich mag Minions.
Hast du 2013 neue Freunde gefunden ?
Die Frage ist ganz klar mit einem JA! zu beantworten. Neue Freunde unter den Kommilitonen und sogar ein komplett neuer Freundeskreis sind hinzu gekommen, worüber ich sehr glücklich bin.
Hast du ein neues Hobby dazu gewonnen?
Eher nicht. Oder zählt gebrannte Mandeln herstellen?
Hat das Bloggen dich verändert?
Nicht unbedingt, aber ich glaube, dass mein Bloggen sich verändert hat. Generell weniger Posts und gleichzeitig tendenziell mehr persönliches. Mal sehen, wo das noch hinführt.
Wie wird dein Bloggerjahr 2014?
Es wird. Ich werde weiter bloggen, habe aber keine speziellen Pläne.
2013 in drei Worten?
Zermürbend, Trennung, Zufriedenheit
Bist du glücklich, dass 2013 bald vorbei ist?
Jein. Die ersten zwei Drittel des Jahres muss ich absolut nicht wieder haben aber von dem Rest des Jahres hätte ich gern mehr. In der Zeit war ich sehr glücklich mit meinem Studium, meinem sozialen Umfeld, meiner Beziehung und vor allem auch aufrichtig zufrieden mit mir. Es fühlte sich an, als hätte ich Unmengen von Sorgen mit einem Schlag einfach wie eine alte Haut abgestreift. So soll es 2014 bitte weitergehen.
Was wünscht du dir für das neue Jahr?
Ich möchte weiter zielstrebig sein können, viel Zeit mit denen, die mir wichtig sind, verbringen und vor allem gesund und glücklich bleiben.
Vorherrschendes Gefühl für 2014?
Vorfreude. Endlich habe ich das Gefühl, dass alles genau so ist, wie es sein sollte und mein Plan ist es, im nächsten Jahr absolut gar nichts an diesem Zustand zu verändern
Hach ja, ich bin schon ein bisschen aufgeregt und vorfreudig wenn ich an die Feier mit Freunden heute Abend denke. Für mich klingt das Jahr mit einem sehr guten Gefühl aus und ich wünsche euch, dass es bei euch nicht anders ist. Guten Rutsch und wir lesen uns nächstes Jahr!
Apfelkern
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Samstag, 28. Dezember 2013
Ich muss euch sagen, es wichtelt sehr!
In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal am von Sumi veranstalteten Weihnachtswichteln teilgenommen. Nicht nur, weil ich wie wahrscheinlich jeder Überraschungspakete total toll finde, sondern auch, weil ich die Idee, dass Blogger sich untereinander mit niedlichen Kleinigkeiten beschenken sehr mag. Die Geste ist einfach schön.
Mein Paket kam genau an dem Tag an, an welchem ich das von mir verpackte Geschenk für Ines zur Post brachte. Das nenne ich doch mal fairen Austausch.
Das war Mitte Dezember. Bis zum Heiligabend lag das Päckchen dann auf meiner Kommode und grinste mich an und machte mich neugierig auf seinen Inhalt. Schließlich war der Tag gekommen, das Geheimnis zu lüften und Geschenkpapier zu zerfetzen.
Das Paket war zu meinem Erstaunen eine Glossybox. Bisher hatte ich über die nur im Internet gelesen und jetzt hatte ich zumindest mal die Verpackung davon als Anschauungsobjekt zu Hause. Cool.
Weiter mit dem Inhalt. Ich hatte ein wenig Sorgen, dass ich nach meinen nicht besonders präzisen Angaben über Vorlieben und Abneigungen, was Geschenke angeht, irgendetwas bekommen würde, über das ich mich nicht wirklich freuen würde, doch damit lag ich absolut falsch.
Zuerst einmal war alles sehr liebevoll eingepackt und es waren sowohl Äpfel auf der Karte als auch im Paket und im Früchtetee. Von Catharina bekam ich zwei süße Plätzchenausstecher, von denen ich besonders den Elch total niedlich finde. Leckerer Tee passt perfekt zu Keksen und gegen Bonbons kann man ja eh nichts einwenden. Die drei hübschen winterlichen Deko Äpfel habe ich gleich auf meine Kommode zur Duftlampe gestellt, wo sie die inzwischen vertrockneten echten Zieräpfel ersetzen. Dazu war noch eine sehr liebe Karte und ein Beutelchen Gummigetier dabei und fertig war ein wunderbares Wichtelpaket. Vielen vielen Dank dafür Catharina!
Ich bin sehr froh, dass ich am Bloggerwichteln teilgenommen habe und falls es im kommenden Jahr wieder veranstaltet wird, bin ich definitiv dabei. Allein schon dafür, dass sich jemand über mein kleines Paket gefreut hat, hat sich die Teilnahme gelohnt.
Apfelkern
Mein Paket kam genau an dem Tag an, an welchem ich das von mir verpackte Geschenk für Ines zur Post brachte. Das nenne ich doch mal fairen Austausch.
Das war Mitte Dezember. Bis zum Heiligabend lag das Päckchen dann auf meiner Kommode und grinste mich an und machte mich neugierig auf seinen Inhalt. Schließlich war der Tag gekommen, das Geheimnis zu lüften und Geschenkpapier zu zerfetzen.
Das Paket war zu meinem Erstaunen eine Glossybox. Bisher hatte ich über die nur im Internet gelesen und jetzt hatte ich zumindest mal die Verpackung davon als Anschauungsobjekt zu Hause. Cool.
Weiter mit dem Inhalt. Ich hatte ein wenig Sorgen, dass ich nach meinen nicht besonders präzisen Angaben über Vorlieben und Abneigungen, was Geschenke angeht, irgendetwas bekommen würde, über das ich mich nicht wirklich freuen würde, doch damit lag ich absolut falsch.
Zuerst einmal war alles sehr liebevoll eingepackt und es waren sowohl Äpfel auf der Karte als auch im Paket und im Früchtetee. Von Catharina bekam ich zwei süße Plätzchenausstecher, von denen ich besonders den Elch total niedlich finde. Leckerer Tee passt perfekt zu Keksen und gegen Bonbons kann man ja eh nichts einwenden. Die drei hübschen winterlichen Deko Äpfel habe ich gleich auf meine Kommode zur Duftlampe gestellt, wo sie die inzwischen vertrockneten echten Zieräpfel ersetzen. Dazu war noch eine sehr liebe Karte und ein Beutelchen Gummigetier dabei und fertig war ein wunderbares Wichtelpaket. Vielen vielen Dank dafür Catharina!Ich bin sehr froh, dass ich am Bloggerwichteln teilgenommen habe und falls es im kommenden Jahr wieder veranstaltet wird, bin ich definitiv dabei. Allein schon dafür, dass sich jemand über mein kleines Paket gefreut hat, hat sich die Teilnahme gelohnt.
Apfelkern
Montag, 23. Dezember 2013
Die Geißel der Menschheit hat einen neuen Namen…
…und der lautet gebrannte Mandeln!
Anfang des Monats habe ich mit einer Kommilitonin gemeinsam versucht, gebrannte Mandeln herzustellen. Wir sind um die Pfanne getanzt und haben die billigen Mandeln aus dem Supermarkt und den Zucker beschworen, so eine göttliche Leckerei zu werden wie die unglaublich überteuerten gebrannten Mandeln vom Weihnachtsmarkt.
Was ist geschehen? Es hat funktioniert!
Wir konnten unser Glück nicht fassen, was wir da für unheimlich leckere Nüsse produziert hatten. Damit waren wir ab sofort unabhängig von der Mandel-Mafia auf den Weihnachtsmärkten, die für 100g Stoff mindestens 2,50€ wollen.
Die Mandeln waren so unglaublich gut, dass man immer wieder zugreifen musste. Meine Mutter hat mich auch schon ermahnt, bloß nicht wieder diese Mandeln zu machen, weil man nicht aufhören könne, davon zu essen.
Ihr ahnt es schon: mit genau diesem Rezept könnte man die Weltherrschaft an sich reißen aber anstatt die Menschheit abhängig von gebrannten Mandeln zu machen und mich selbst zur kontrollierenden Instanz über die Mandelproduktion, teile ich das Rezept lieber mit euch. Ich hab ja schon mit der Uni genug zu tun - da bekomm ich nicht noch die Weltherrschaft gleichzeitig organisiert.
Und nun zum Rezept. Es ist sehr simpel und schlicht, erfordert aber permanent jemanden, der neben der Pfanne steht und rührt.
Zuerst gebt ihr 150 ml Wasser, 200g Zucker, ein Päckchen Vanillezucker und einen Esslöffel Zimt in eine Pfanne und rührt das alles einmal ordentlich durch. Jetzt wird die Mischung auf höchster Stufe erwärmt. Gebt - auch schon bevor die Mischung sprudelt - 200g ganze Mandeln oder jegliche Nüsse eurer Wahl sowie etwas Butter beziehungsweise Margarine - wenn es vegan sein soll - dazu.
Der bräunliche Zuckersirup und die Mandeln müssen jetzt so lange bei relativ hoher Hitze köcheln, bis zuerst der Sirup zähflüssiger und dann regelrecht fest wird. Es sieht ein wenig aus wie Brandteig, der sich nach einigem Rühren plötzlich ganz sauber vom Pfannenboden löst.
Das Karamell ist in diesem Stadium sehr hell und fest. An dem Punkt ist es wichtig, fleißig weiter zu rühren, bis alle Nüsse von einer krümeligen Zuckerkruste überzogen sind.
Als ich vor einigen Jahren schon einmal versucht hatte, gebrannte Mandeln herzustellen, bin ich bis zu genau diesem Punkt gekommen und habe die mit Zuckerbröseln überzogenen Mandeln für gescheitert erklärt.
Der Fehler war, so früh aufzugeben, denn jetzt werden die Nüsse weiter in der Pfanne gelassen, sodass ihre Mäntelchen aus Zucker schmelzen und sie als glänzende Hülle überziehen können.
Schön weiter rühren, damit alle Nüsse von jeder Seite schön anschmelzen können und das geschmolzene Karamell alle Kerne mehr oder weniger gleichmäßig überziehen kann.
Glänzen alle Nüsse überzogen von Karamell, werden sie aus der Pfanne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben. Dort können sie auskühlen während man noch ein wenig Zeit hat, die Nüsse zu trennen. Denn was fest gewordener Karamell einmal verbunden hat, bekommt man nur durch rohe Gewalt wieder auseinander.
Sobald die Nüsse fertig sind, beginnt das Elend: man kann nicht aufhören, sie zu essen. Deshalb lautet mein ultimativer Tipp auch, sie möglichst schnell hübsch zu verpacken und als Weihnachtsgeschenk weiterzugeben. Auf dass man den Abend mit einem gemütlichen gemeinsamen Zuckerschock verbringen kann, der die Blutzuckerregulation an ihre Grenzen treibt.
Ich wünsche euch allen ein ruhiges und glückliches Weihnachtsfest mit euren Liebsten!
Apfelkern
Anfang des Monats habe ich mit einer Kommilitonin gemeinsam versucht, gebrannte Mandeln herzustellen. Wir sind um die Pfanne getanzt und haben die billigen Mandeln aus dem Supermarkt und den Zucker beschworen, so eine göttliche Leckerei zu werden wie die unglaublich überteuerten gebrannten Mandeln vom Weihnachtsmarkt.
Was ist geschehen? Es hat funktioniert!
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| Abb. I : Das Zuckersirup Stadium |
Die Mandeln waren so unglaublich gut, dass man immer wieder zugreifen musste. Meine Mutter hat mich auch schon ermahnt, bloß nicht wieder diese Mandeln zu machen, weil man nicht aufhören könne, davon zu essen.
Ihr ahnt es schon: mit genau diesem Rezept könnte man die Weltherrschaft an sich reißen aber anstatt die Menschheit abhängig von gebrannten Mandeln zu machen und mich selbst zur kontrollierenden Instanz über die Mandelproduktion, teile ich das Rezept lieber mit euch. Ich hab ja schon mit der Uni genug zu tun - da bekomm ich nicht noch die Weltherrschaft gleichzeitig organisiert.
Und nun zum Rezept. Es ist sehr simpel und schlicht, erfordert aber permanent jemanden, der neben der Pfanne steht und rührt.
Zuerst gebt ihr 150 ml Wasser, 200g Zucker, ein Päckchen Vanillezucker und einen Esslöffel Zimt in eine Pfanne und rührt das alles einmal ordentlich durch. Jetzt wird die Mischung auf höchster Stufe erwärmt. Gebt - auch schon bevor die Mischung sprudelt - 200g ganze Mandeln oder jegliche Nüsse eurer Wahl sowie etwas Butter beziehungsweise Margarine - wenn es vegan sein soll - dazu.
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| Abb II: Das Brösel-Stadium |
Der bräunliche Zuckersirup und die Mandeln müssen jetzt so lange bei relativ hoher Hitze köcheln, bis zuerst der Sirup zähflüssiger und dann regelrecht fest wird. Es sieht ein wenig aus wie Brandteig, der sich nach einigem Rühren plötzlich ganz sauber vom Pfannenboden löst.
Das Karamell ist in diesem Stadium sehr hell und fest. An dem Punkt ist es wichtig, fleißig weiter zu rühren, bis alle Nüsse von einer krümeligen Zuckerkruste überzogen sind.
Als ich vor einigen Jahren schon einmal versucht hatte, gebrannte Mandeln herzustellen, bin ich bis zu genau diesem Punkt gekommen und habe die mit Zuckerbröseln überzogenen Mandeln für gescheitert erklärt.
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| Abb. III: frisch der Pfanne entschlüpft |
Schön weiter rühren, damit alle Nüsse von jeder Seite schön anschmelzen können und das geschmolzene Karamell alle Kerne mehr oder weniger gleichmäßig überziehen kann.
Glänzen alle Nüsse überzogen von Karamell, werden sie aus der Pfanne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben. Dort können sie auskühlen während man noch ein wenig Zeit hat, die Nüsse zu trennen. Denn was fest gewordener Karamell einmal verbunden hat, bekommt man nur durch rohe Gewalt wieder auseinander.
Sobald die Nüsse fertig sind, beginnt das Elend: man kann nicht aufhören, sie zu essen. Deshalb lautet mein ultimativer Tipp auch, sie möglichst schnell hübsch zu verpacken und als Weihnachtsgeschenk weiterzugeben. Auf dass man den Abend mit einem gemütlichen gemeinsamen Zuckerschock verbringen kann, der die Blutzuckerregulation an ihre Grenzen treibt.Ich wünsche euch allen ein ruhiges und glückliches Weihnachtsfest mit euren Liebsten!
Apfelkern
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