Montag, 28. August 2017

#PMDD23

Egal wie einfallslos man hinsichtlich neuer Blogbeiträge ist oder wie wenig Zeit man hat, seine tausend Ideen schriftlich festzuhalten: Picture my day day geht immer! Und so lasse ich es mir nicht nehmen, beim 23. PMDD dabei zu sein, nachdem ich den davor schon so glorreich verpasst habe. Hups.

Ach ja, hab ich eigentlich erwähnt, dass ich dieses mal auch fast verschlafen habe, meinen Tag in Bildern festzuhalten? Eigentlich stand der Termin im Kalender aber das heißt ja noch nicht, dass man das dann auch sieht. Zum Glück hat mich mein Freund in letzter Minute doch noch daran erinnert. Daher nur Bilder vom Bett und keine vom Frühstück, denn das war schon weg gemampft. Für die Vollständigkeit: es gab Müsli mit Sojamilch. Wie bei den letzten #PMDDs davor.


Spoiler: das Mittagessen hatte dann doch Kalorien.


Raus aus den Federn!


(Frühstücken, Zähne putzen, anziehen) Ab aufs Fahrrad Richtung Bibliothek.


Es geht in den Lesesaal. Gutes WLAN, vier Steckdosen pro Arbeitsplatz und helle Umgebung. Die Bibliothek ist echt ein guter Ort, um produktiv zu sein.


Bitte keine Steinzeittelefone in diesen Räumen!!!


Stunden vergehen, ich arbeite mich durch meine Lernkarten zur Vorbereitung auf das Staatsexamen im Oktober (#mimimi) und das spannendste, was zu fotografieren war, ist der Zwischenstopp auf dem Klo.


Geschafft! Und ab nach Hause.
Übrigens finde ich die automatischen Schließfächer echt genial, weil man sich nicht mehr ärgern muss, wenn man keine 1€ Münze dabei hat und niemand wechseln kann.


Zeit für einen dm Haul! Deren Auswahl an Bio Produkten mag ich sehr und mein Freund (vorher nie bei dm gewesen) kennt sich inzwischen schon so gut in deren Läden aus, dass ich ab und zu nur Einkaufslisten schreiben statt selbst hinzufahren muss, um einen Einkauf bei dm zu machen. 


Es ist halb drei und seit dem Frühstück habe ich nichts gegessen. Da ich kein Essen am Vortag vorbereitet habe und so ohne Verpflegung in der Bibliothek war, war ich daran selbst Schuld. Weil ich das Lernen aber nicht unterbrechen wollte, um Essen zu besorgen, habe ich den knurrenden Magen einfach mit Leitungswasser gefüllt, bis ich nach erledigtem Lernplan beim Lieblingsdönerladen um die Ecke Mittag für den Freund und mich einsammeln konnte. Muss schön sein, wenn man im Home Office arbeiten kann und dann noch Essen geliefert bekommt.


Noch ein paar Fragen aus alten Examina kreuzen. Irgendwann gab es dann Kardamom- Malzkaffee (mit ausreichend Sojamilch, damit es nicht mehr ansatzweise nach Kaffee schmeckt) und Kekse zur Motivation.


Nun zu den schönen Stunden des Tages! Wir haben Abendessen zubereitet, es in Dosen gepackt und sind zum nächsten Park geradelt.
Diese kleine Anhöhe habe ich meinen Freund dann übrigens nach dem Essen huckepack hoch getragen. Bestes Beintraining!


Picknick aufbauen…


… Picknick verspeisen! Hummus, Quinoabällchen (nach diesem tollen Rezept) und Salat mit Auberginen, Tomaten und Pilzen haben unter freiem Himmel gleich doppelt so gut geschmeckt.


Eine Runde Frisbee spielen nach dem Essen. Wusstet ihr eigentlich, dass es verdammt schwer ist, ein Bild von einer fliegenden Frisbeescheibe zu machen?


Auf dem Heimweg gibt es einen Platz mit Stangen zum Üben von Klimmzügen, Dips und weiteren Gymnastikübungen. Habe mir da gleich mal Schultermuskelkater für den nächsten Tag organisiert.


Dachtet ihr etwa, es gäbe einen PMDD bei mir ohne Strickcontent? Sicher nicht!
Stricktutorials schauen und dabei am eigenen Projekt weiter arbeiten.


Unscharfe Bilder von Zahnbürsten machen.


Und ab ins Bett!

Wieder ein Tag vorbei. Im Moment sind durch den Lernplan für das Staatsexamen UND das normale Leben meine Tage so gefüllt, dass ich richtig zu spüren bekomme, wie die Tage an mir vorbei rasen und ich immer wieder am Abend völlig erschöpft bin. Es ist schön, so viel an einem Tag zu schaffen aber gleichzeitig freue ich mich auch schon auf ein Leben mit ein wenig Freizeit nach dem Examen im Oktober. Und ich freue mich auf den nächsten #PMDD. Immer wieder spannend, seinen Tag festzuhalten!

Was habt ihr am Freitag so getrieben?

Mittwoch, 16. August 2017

Studentenleben: Das war's schon?!

Fast fünf Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal auf dem Campus der medizinischen Fakultät stand und ganz aufgeregt nach dem richtigen Büro für die Immatrikulation suchte. Nicht viel später war ich wieder total aufgeregt am selben Ort auf der Suche nach dem Hörsaal für meine erste Vorlesung des Studiums. Und dann verging die Zeit wie im Flug.

Irgendwann brauchte ich den Lageplan für die Veranstaltungsorte auf den verschiedenen Campi nicht mehr, konnte den pro Schale statt nach Gewicht abgerechneten Salat in der Mensa sehr hoch stapeln und wusste immer, wo das nächstgelegene Klo auf dem Campus war. Angekommen in diesem Studentenleben habe ich mich schnell an den Rhythmus von Semester - Prüfungsstress - Semesterferien/Pflichtpraktika gewöhnt und mein Leben gut damit arrangiert. Und auf einmal fällt dieses über fünf Jahre Medizinstudium wohl gepflegte Schema auseinander - denn ich bin im finalen Universitätssemester angekommen. Die letzte Pflichtveranstaltung liegt schon knapp zwei Monate zurück, die letzte Repetitoriumsveranstaltung nur drei Wochen. Dennoch kann ich es kaum fassen, dass ich den universitären Teil meines Studiums mit den ganzen furchtbar anstrengenden aber lehrreichen und oft faszinierenden Physiologie-, Anatomie- oder Biochemievorlesungen, Seminaren, Gruppenarbeiten und Untersuchungskursen durchlaufen und bestanden habe. Unendlich viel Detailwissen in mein Gehirn gestopft und locker die Hälfte davon wieder vergessen. Mal ehrlich, wozu soll ich später als Arzt mal den exakten Aufbau von Mikrotubuli kennen? Falls ich mal bei Wer wird Millionär teilnehme vielleicht. Und für jeden unwichtigen Fakt, den ich gelernt habe, gibt es vielleicht etwas wichtiges, von dem ich noch keine Ahnung habe.

Klar bin ich jetzt nach den gefühlt unendlichen Kursen und Rollenspielen super spitze in einfühlsamer Patientenkommunikation - aber nichtsdestotrotz habe ich ein wenig Angst, demnächst auf die Menschheit aka Patienten losgelassen zu werden. Theoretisch weiß ich so viel - aber wer garantiert mir, dass ich vor Aufregung nicht die Hälfte vergesse, wenn der Ernstfall kommt? Das Gute ist, dass man als Anfänger erst mal nie allein ist. Und dass nach dem Staatsexamen noch ein ganzes Jahr Pflichtpraktika für das Trainieren aller praktischen Skills und den täglichen Bürokratismus, über den man im Studium weniger viel lernt,  auf mich wartet.

Wie auch immer: unglaublich, dass fünf Jahre theoretisches Medizinstudium hinter mir liegen. Ich habe so viele fachbezogene Dinge gelernt aber auch herausgefunden, was für ein Mensch ich bin und was ich nicht will. Was man will, ist dann doch immer ein wenig schwieriger zu beantworten.
Da macht es mir jetzt nur Sorgen, dass ich noch nie durch eine Prüfung gefallen bin - denn meine Mutter sagt, mindestens einmal im Studium falle jeder durch. Im Staatsexamen würde ich aber ehrlich gesagt trotzdem am liebsten direkt bestehen und nicht ihre Prophezeiung erfüllen. Fände sie sicher auch cooler.

Deshalb hocke ich jetzt jeden Tag sehr asozial am Schreibtisch und arbeite den Lernplan ab. Nach über zwei Monaten habe ich bereits keine Lust mehr, weitere zwei Monate noch einmal nach dem Lernplan zu leben und sieben Tage die Woche nicht so viel anderes zu tun aber ich fürchte, dass es einfach so läuft, wenn man die passend als Hammerexamen betitelte Prüfung schaffen will.

Und selbst das Staatsexamen wird schneller vorbei sein als ich es mir momentan vorstellen kann. Wenn mir schon fünf Jahre Studium so kurz vorkommen, dann dauert das Staatsexamen ja wirklich nur einen Lidschlag lang. Hoffen wir mal, dass das alles klappt. Und jetzt bitte nicht mehr wundern, warum hier nicht so viel passiert: Ich bin sehr beschäftigt, jede Menge Fakten in mein Gedächtnis zu prügeln und im Anschluss hysterisch lachend Panikattacken beim Blick auf den Kalender zu bekommen.

Freitag, 21. Juli 2017

Digital Detox: ein unfreiwilliger Selbstversuch

Immer wieder liest man, dass Leute sich jetzt mal für eine Woche von den sozialen Medien verabschieden; sich mal so richtig Digital Detox gönnen. Nicht immer die längst nicht mehr chronologische Timeline refreshen und nicht jeden Pups, den sie lassen, in den Instastories festhalten müssen. Kann ich mir ja vorstellen, dass sowas sehr anstrengend ist und man davon mal eine Pause braucht. Was ich aber nicht mehr verstehen kann ist, dass alle den Digital Detox so sehr preisen. Denn ich hatte unfreiwillig drei Tage Digital Detox und kann nun sagen, dass es ein Luxus ist, sich sowas leisten zu können.

Ich habe mein Handy verloren. Einfach beim eiligen Radeln zum Hörsaal aus der Tasche gerutscht und erst am Ziel angekommen ist mir dann aufgefallen, dass etwas fehlt. Mit Hilfe des Laptops habe ich sofort das Telefon lokalisiert - laut der Karte in einem Wohnhaus, an dem ich nicht mal vorbei gekommen war. Der nicht so ehrliche Finder hat es direkt ausgeschaltet, sodass man weder eine Nachricht an ihn senden oder die Daten des Geräts löschen konnte. Denn dafür hätte es ja eine Internetverbindung gebraucht. Tjo, das war es dann wohl mit diesem Gerät. Und so stand ich plötzlich ohne Telefon da.

Die SIM Karte war schnell gesperrt, Ersatz dafür sowie ein neues Gerät ließen sich Dank Internet auch schnell organisieren. Blieben nur noch ein paar Tage ohne Handy zu überstehen. Kann ja nicht so schwer sein - dachte ich mir. Dann probiere ich den Digital Detox, von dem alle immer so schwärmen, wohl mal aus!

So ein modernes Mobilfunkgerät ist so viel mehr als das, was der Name beschreibt. Für mich ist es mein Kalender, mein Notizbuch, mein Lehrbuch für die Vorbereitung aufs Staatsexamen, mein mP3 Player, meine Kamera, mein Stadtplan, mein Wecker, meine Taschenlampe und damit irgendwie ein sehr zentrales Element für die Organisation meines Lebens. Natürlich hat es auch eine Unterhaltungsfunktion durch soziale Medien, Netflix oder die Podcast App, doch auf diese kann man auch mal für ein paar Tage verzichten.
Aber was soll man tun, wenn man keine Wahl hat? Man kann so richtig am eigenen Leib spüren, wie aufgeschmissen man ohne dieses kleine kluge Gerät ist.

Stehe beim Arzt, möchte mir einen neuen Termin machen - leider keinen Kalender dabei! Termin auf gut Glück vereinbart mit dem Versprechen, zurückzurufen, sollte man zuhause feststellen, dass er doch nicht passt. Wird nur schwer ohne Handy. Weil - wer hat denn noch ein Festnetztelefon daheim?

Am Bahnhof angekommen und genau die Bahn verpasst, die ich eigentlich erreichen wollte. Jetzt mal kurz checken, was die effizienteste Lösung ist, an den Zielort zu kommen. Ach ja - kein mobiles Internet. Das wird also nix mit der flexiblen intelligenten Routenplanung...

Neues Telefon bestellt und es an die Packstation liefern lassen. Die Vorfreude steigt, es daraus zu befreien. Es gibt nur ein Problem: um die mTAN zu empfangen braucht man ein Smartphone. Es ist zum Heulen!

Dank meines smartphonebesitzenden Freundes konnte ich letztlich doch mein Paket aus der Packstation retten und die unfreiwillige Internetkarenz beenden. Oh happy day!

Und was ist nun das Fazit zum Digital Detox?
Sagen wir so: der längerfristige Verzicht auf Nahrung heißt auch nur dann Fasten, wenn die Alternative nicht Hungern wäre.

Solange man freiwillig auf sein Telefon oder bestimmte Apps darauf verzichtet, kann das bestimmt das eigene Leben für eine Weile bereichern, weil man weniger abgelenkt ist. Doch wenn man es für Anrufe, Routenplanung oder Kalenderfunktion braucht, kann man das Telefon dann trotz Nichtbeachten der tausend ungelesenen Instagramnachrichten aus der Tasche ziehen und für diese nützlichen Funktionen einsetzen. Aber dafür muss man auch keinen Digital Detox verkünden, da man mit genug Selbstbeherrschung auch so seinen Konsum von Social Media oder das permanente Herumdaddeln auf dem Smartphone sein lassen kann. Theoretisch.

Für mich vereint mein Handy sehr viele Funktionen in sich, auf die ich nicht verzichten möchte und letztendlich auch langfristig nicht könnte. Mir selbst diese ganzen Möglichkeiten absichtlich vorzuenthalten, wäre einfach nur dämlich.
Und weil auch schon der analoge Detox mit abführenden Kräutertees zum Entschlacken Blödsinn ist, kann ich hiermit den Digital Detox auch offiziell zum schwachsinnigen Luxusprojekt erklären. Irgendwas muss man wohl machen, wenn man sonst keine Probleme hat.

Freitag, 12. Mai 2017

Wenn Freunde zu Bekannten werden

Je länger man lebt, desto mehr Menschen begegnet man. Manchen flüchtig, anderen intensiver. Manchmal ist es so, dass man im ersten Moment weiß, ob jemand einem völlig zuwider oder man komplett auf der gleichen Wellenlänge ist. Und je mehr Menschen man schon getroffen hat, desto besser kann man einschätzen, ob man mehr Zeit mit ihnen verbringen wollen würde oder lieber nicht.

Was ist aber mit den Menschen, die man als Bekannte und Freunde aus einer Zeit mitgenommen hat, in der man weniger gut beurteilen konnte, welche Art von Menschen man in seinem Leben haben möchte? Oder was ist mit den Freunden, die sich seitdem man sich vor fünfzehn Jahren kennen gelernt hat, in eine sehr andere Richtung entwickelt haben als man selbst?

Die Frage treibt mich schon eine Weile um. Eine gute Freundschaft machen für mich Vertrauen, Offenheit und die Fähigkeit, zusammen ganz man selbst; verrückt und mutig sein zu können aus. Freundschaft bedeutet, dem anderen nur Gutes zu wünschen und ihn dabei zu unterstützen, seine Ziele zu erreichen selbst wenn man nicht immer der größte Fan derer ist. Letztlich ist es für mich auch ein klares Zeichen ehrlicher Freundschaft, wenn ich nicht darauf neidisch bin, wenn meine Freunde große Ziele erreichen, sondern ich mich einfach nur für sie aufrichtig freuen kann,
Der Großteil meiner Freunde fällt in genau diese Kategorie.

Aber dann gibt es noch so ein paar, die quasi nur aus Gewohnheit da sind. Diejenigen, mit denen man sich nur ungern verabredet, weil man schon vorher weiß, dass wieder eine beklemmende Stille aufkommen wird, wenn der seichte heit-teiti Smalltalk abgearbeitet ist. Diejenigen, bei denen beide Seiten wissen, dass man sich nichts mehr gibt, sich nicht mehr ergänzt oder entspannt ohne vorgegebenes Programm zusammen sich beschäftigen oder gar Spaß haben kann. Zumindest glaube ich immer, dass es beiden Seiten wissen.

Nun aber zu dem, was mich wirklich quält: was mache ich mit diesen Menschen?
Offen ansprechen?
"Es tut mir leid, aber seit ein paar Jahren merke ich schon, wie wir uns nur noch selten verabreden, gezwungen lächeln weil man mit Freunden Spaß haben muss aber uns eigentlich gar nichts mehr zu sagen haben. Überhaupt hast du dich verändert; ich mich ja auch. Das passt alles nicht mehr zusammen. Meinst du nicht, es wäre besser, wenn wir nicht weiter so tun, als wären wir ernsthaft befreundet?"

Oder einfach ignorieren? Nach dem Motto, wenn man nur lange genug keinen Kontakt hat und Zeit vergehen lässt, werden sie einen schon vergessen und man muss sich nicht mehr schuldig dafür fühlen, dass man sich nicht mehr aufrichtig freut, Zeit mit dem anderen zu verbringen?

Letzte Variante wäre, weiter zu machen wie bisher und so zu tun als hätte sich nichts verändert. Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich genau das momentan tue und mich dabei einfach nur furchtbar fühle.
Ist es nicht verlogen, sich mit Menschen in seiner freien Zeit zu verabreden, wenn man tief in seinem Inneren gar keine Lust auf diese Personen hat? Ist es nicht eigentlich furchtbar dumm, seine so kurze Lebenszeit mit "Freunden" zu verschwenden, die einem einfach nur ein doofes Bauchgefühl bereiten und man sich mit ihnen die ganze Zeit anstrengen und eine Kulisse aufrecht erhalten muss?

Ich würde ja gern sagen, dass ich so konsequent wäre, diesen paar Menschen einfach ganz ehrlich zu sagen, dass es alles nicht mehr so ist wie es mal war und ich meine Zeit lieber anders verbringen würde als mit ihnen, aber am Ende bringe ich es nicht übers Herz. Da verbiege ich mich lieber weiter und lege angestrengt die "ich hab Spaß mit dir" -Performance hin und fühle mich im Anschluss elend.
Richtig schön blöd.

Wie sagt man Menschen am besten, dass man sich auseinander entwickelt hat, wenn sie es scheinbar noch nicht mitbekommen haben?

Donnerstag, 27. April 2017

Über selbstständiges Wohnen & aufgegebene Gewohnheiten

In meinem letzten Post ging es um das Thema Umzug und als ich so gedanklich bei dem Thema war, fiel mir auf, dass es inzwischen schon über ein Jahr her ist, dass ich ausgezogen bin. Zuerst einmal: yay! Es war eine Entscheidung, die ich viel zu lange vor mir her geschoben habe, weil nicht wirklich der Druck dazu bestand und es vor allem finanziell absolut vorteilhaft war, bei der Familie zu wohnen. Außerdem ist meine Familie ziemlich knorke, sodass auch da kein Anreiz bestand, auszuziehen.
Aber irgendwann war ich die etwas längeren Fahrtwege zur Uni leid, Gelegenheiten boten sich und schließlich bin ich vor mittlerweile mehr als einem Jahr ausgezogen. Das WG Leben war neu und aufregend und dennoch habe ich mich direkt zu Hause gefühlt.

Ein Jahr und einen weiteren Umzug später, fühlt sich die Vorstellung, nicht allein und selbstbestimmt zu wohnen, sehr seltsam an. Noch dazu gibt es einige alltägliche Gewohnheiten, die ich seitdem komplett aufgegeben habe und fand es so interessant, dass ich das mit euch teilen wollte.
Und hier sind sie: meine fünf Angewohnheiten, die ich aufgegeben habe, nachdem ich bei den Eltern ausgezogen bin.

1. Getränke kaufen
Wenn das Mineralwasser und der Apfelsaft eh immer im Keller stehen, ist es sehr einfach, damit den Durst zu löschen. Als ich aber das sprudelige Wasser selbst hätte kaufen müssen, wurde mir klar, wie wenig mir eigentlich daran lag. Es kostet schließlich nur Zeit und Geld, Getränke in die Wohnung zu schleppen. Da kommt man ganz schnell auf die Idee, dass Leitungswasser und Tee ganz hervorragende Durstlöscher sind. Noch dazu ist es günstiger und gesünder, als Fruchtsäfte oder gar Softdrinks in sich hinein zu schütten.
Statt der damals obligatorischen 0,5l Plastikflasche Mineralwasser für unterwegs habe ich inzwischen meine doppelt so viel Volumen fassende Trinkflasche und bin sehr glücklich damit, sowohl für die Umwelt als auch meinen Geldbeutel was gutes zu tun.

2. Wäsche bügeln
Es war nie so, dass ich nicht im Haushalt helfen musste, aber das Bügeln der Wäsche hat tatsächlich meistens Mutti übernommen. So war ich es einfach gewohnt, Bettwäsche und Handtücher in die Waschmaschine zu stecken, sie anzuschalten, die Wäsche aufzuhängen und dann von der Leine hübsch gebügelt auf meinem Bett wiederzufinden und konnte mir nicht vorstellen, dass es nicht so wäre. Ganz schön naiv.
Denn auch wenn man Bügelbrett und Bügeleisen im eigenen Haushalt hat, heißt es noch lange nicht, dass man Motivation verspürt, Bettwäsche, Handtücher, Stofftaschentücher und Kleidung damit zu glätten. Ich bin einfach dazu übergegangen, Dinge nur zu bügeln, wenn sie WIRKLICH zerknittert sind oder es einen besonderen Anlass gibt. So werden jetzt nur noch Kittel vor praktischen Prüfungen, die Hemden des Freundes und meine Vorzeigekleidung vor Bewerbungsgesprächen oder feierlichen Anlässen gebügelt. Alles andere deklariere ich inzwischen als verschwendete Lebenszeit.

3. Gutes Geschirr besitzen
Wer kennt es nicht: die Eltern haben gutes Geschirr für besondere Anlässe, Bettbezüge farblich passend für verschiedene Jahreszeiten oder auch Dekoartikel für alles von Ostern über Halloween bis Weihnachten. Wenn man in einer Mietwohnung lebt, fällt auf einmal ganz viel Stauraum für all diesen Kram weg und man muss reevaluieren, was wirklich wichtig ist. Dabei ist mir klar geworden, dass man definitiv nicht zehn Alltagsteller und zwanzig gute für Besuch haben muss, wenn man nicht mal genug Stühle hat, um mehr als die regulären Bewohner der Wohnung am Küchentisch zu platzieren.
Statt jetzt also immer das alte Geschirr, was im Alltagsgebrauch einfach kaputt gehen dürfte (aber es eh nie tut), zu benutzen, essen wir von den guten (und einzigen Tellern) und schlafen in der schönen Bettwäsche statt in der ausgewaschenen alten. Denn was hat man davon, die schönen Sachen zu schonen, wenn man sich daran eh nie erfreuen darf, weil man sie für bestimmte Gelegenheiten aufspart?

4. Fleisch und Brot kaufen
Ich war es von meinem Elternhaus aus gewohnt, dass immer ein Brot im Brotkasten war. Allein schon, um sich ein Schulbrot für die Pause zu schmieren, war das essentiell. Hat man aber plötzlich nur noch eine oder zwei Personen, die das ganze Brot verspeisen müssen, bevor es schlecht wird, ist es alles gar nicht mehr so einfach. So kam es, dass ich einfach gar kein Brot mehr kaufe. Es gibt wenige Dinge, die simpler und dabei so köstlich sind wie frisches Brot mit Butter und Salz, doch immer wieder Brote hart und schimmlig werden zu lassen, lohnt sich nicht. Deshalb gibt es Brot inzwischen bis auf wenige Ausnahmen nur noch auswärts.
Genauso wenig kaufe ich bei den Wocheneinkäufen Wurst oder Fleisch. Es ist einfach energetisch und aus Umweltschutzgründen unglaublich ineffizient, Tiere zu essen auch wenn ich offen gestanden an sich den Geschmack von Fleisch mag. Ich sehe absolut ein, dass es für den Planeten, die Tiere und die Ernährung all der Menschen besser ist, sich rein pflanzlich zu ernähren und tue das so weit wie möglich und kaufe daher auch kein Fleisch für den eigenen Kühlschrank und fürs Müsli Sojamilch. Wenn ich mal auswärts im Restaurant, bei Freunden oder der Familie esse, sage ich zu Fleisch nicht nein, doch selbst kaufen und den Konsum so unterstützen muss ich nicht.

5. Fernsehen
Mal im Ernst: wann kam denn je zur Primetime etwas wirklich lehrreiches, wirklich interessantes im Fernsehen? Ich kann mich nicht erinnern. Das kann daran liegen, dass ich seit Ewigkeiten YouTube und Netflix zur Unterhaltung benutze wo man sich selbst aussuchen kann, was man sehen möchte und dementsprechend lang kein reguläres Fernsehen mehr konsumiert habe oder auch daran, dass dort eben wirklich schon immer zu mindestens 95% Schwachsinn lief.
Während meiner WG Zeit gab es sowieso keinen Fernseher im Haus und jetzt, da es wieder einen gibt, dient er nur als Display für YouTube und Co. Schon schön, seine Sportvideos in Großformat vor sich zu haben, während man die Übungen nachturnt!
Und wenn man Serien schauen quasi als fernsehen werten würde, kann ich behaupten, auch das kaum zu tun. Neben Uni, Arbeit, Sport, Beziehung und Freunden, Haushalt und sonstigem Leben bleibt einfach nicht so viel Zeit übrig und die möchte ich nicht wirklich vorm Bildschirm vergammeln. Es ist einfach cooler, die aufregenden Erlebnisse selbst zu machen statt Leuten auf dem Bildschirm dabei zuzusehen, wie sie die durchleben.

Das sind sicher nicht alle Dinge, die sich bei mir im Alltag geändert haben, seitdem ich ausgezogen bin, doch es sind definitiv die offensichtlichsten, die mir zuerst eingefallen sind. Was hat sich bei euch geändert, nachdem ihr ausgezogen seid?

Dienstag, 11. April 2017

Minimalismus Level 2: Aussortieren obwohl der größte Mist schon weg ist

Lange gab es hier schon keine Beiträge zum Thema Minimalismus mehr. Das liegt nicht daran, dass ich es nicht mehr erstrebenswert finde, keinen unnötigen Scheiß zu besitzen, sondern viel mehr daran, dass mir ganz plötzlich klar wurde, wie viel unnötigen Scheiß ich eigentlich noch habe. Und das, obwohl ich doch schon so viel aussortiert habe.
Das sorgt natürlich nicht unbedingt dafür, dass ich mich wie ein weiser Minimalismusguru fühle und Tipps zum Thema geben will. Schließlich gilt es zuerst das eigene Chaos zu bewältigen.

Bevor ich bei meinen Eltern ausgezogen bin, habe ich Berge von Kleidung, Schreibutensilien, Büchern und Bastelzubehör aussortiert. In das kleine WG Zimmer passte immerhin nur eine begrenzte Menge an Gegenständen und ich kann mich sehr gut erinnern, wie stolz ich war, dass ich all meine Sachen auf den paar Quadratmetern ordentlich verstauen konnte.
Als ich nun aber kürzlich für einen weiteren Umzug gepackt habe, kam ich ins Staunen, was ich trotz vorheriger groß angelegter Ausmistaktionen so besaß. Das war wohl kein ordentliches Verstauen, sondern eher tetrisartiges Einsortieren von zu viel Kram auf engstem Raum gewesen.

Sechs - wirklich sehr gute - Radiergummis, ein Dutzend neuer karierte Blöcke, Aquarellfarben und dazugehöriges Papier, Blöcke von Buntpapier, bestimmt acht verschiedene hübsche Bettbezüge plus Laken, mehr gemütliche Gammelklamotten als es je freie Tage geben kann und so weiter. Den richtig schlimmen Kram hatte ich im ersten großen Durchgang des Aussortierens schon erledigt. Es war so schön einfach, all das zu verschenken, zu spenden oder zu entsorgen, was ich definitiv seit Ewigkeiten nicht mehr angefasst hatte oder einfach nur noch furchtbar fand. Aber was ist mit den Dingen, von denen man genau weiß, dass sie eigentlich überflüssig sind, die aber dennoch völlig neu sind? Vielleicht brauche ich meinen Vorrat an Radiergummis und Blöcken ja noch einmal dringend!

Es gibt scheinbar Menschen, die von Natur aus minimalistisch zu sein scheinen ohne sich darüber Gedanken zu machen.
Mein Freund ist einer dieser Menschen. Die Schränke waren einfach gefühlt zur Hälfte leer, ein Viertel gefüllt mit den wenigen Sachen, die er wirklich braucht und benutzt und das andere Viertel belegt von Dingen, die man mal geschenkt bekommen hat und nicht wirklich mag, defekten alten Dingen und sicherheitshalber aufbewahrten Originalverpackungen. Es war so einfach, klar zu entscheiden, was von diesen Dingen bleiben kann und was weg kommt. Sentimentale Gegenstände gab es kaum und das was dar war, passt in einen Schuhkarton.

Bei mir dagegen war es komplizierter. Aus meinen Schränken war der unnütze, veraltete oder defekte Rumpelkram, von dem man sich leicht trennen kann, auch schon längst aussortiert.
Blieben nur noch die zahlreichen Duplikate eines benutzten Gegenstandes, die Vorräte und die Dinge, die ich einst geschätzt und benutzt habe aber es schon lange nicht mehr tue sowie ein Berg sentimentaler Stücke. Da ich aber auch die neue Wohnung nicht direkt zum Einzug mit besagtem unnützen Scheiß vollstellen wollte, habe ich mein bestes gegeben, mich von überflüssigem Besitz zu trennen.
Im Nachhinein habe ich mit folgenden Strategien entschieden, was in die neue Wohnung mitkommt und was nicht.

Duplikate reduzieren
Schöne Bettwäsche ist etwas wundervolles aber zu viel davon stellt am Ende nur den Schrank voll. Gleiches gilt für Handtücher, Küchentücher, Stofftaschentücher und so weiter. Zwar hat Oma immer schon gepredigt, man müsse möglichst viele bestickte Tischdecken und Bettlaken haben, falls mal Gäste kämen oder es einen besonderen Anlass gäbe, doch ganz im Ernst: wie oft passiert so etwas schon? Im Alltag braucht man nur exakt zwei Sets aus Bettlaken und Bezügen und für jede Person im Haushalt je zwei große und kleine Handtücher. Dementsprechend habe ich aussortiert und nun gibt es nur noch zwei komplette Bettwäschesets, viel mehr Platz im Schrank und einen glücklicheren Apfelkern.

Anprobieren statt ordentlich einsortieren
Ich muss gestehen, dass ich einige Kleidungsstücke einfach lange Zeit nur hübsch gefaltet in den Schrank gesteckt habe, statt zu hinterfragen, ob ich sie auch wirklich noch trage. Nachdem ich alte Pullover, Strickjacken oder Hosen anprobiert hatte, wurde mir dann auch klar, warum ich sie so lang im Schrank gelassen hatte.
Schlechte Passformen, komische Schnitte, völlig ausgewaschene Teile oder Dinge, die ich schlicht nicht mehr schön fand. Wie konnten die beim ersten Aussortieren nur durch rutschen?! Ach ja, die zwanzig sackförmigen Teilnehmershirts in absurden Farben sind mit sentimentalen Gefühlen verknüpft, sodass ich auch wenn ich sie nie trage, sie nicht entsorgen konnte. Da hilft es, sich klar zu machen, das Erinnerungen durch zwanzig Eventshirts nicht besser werden oder auch eine ehrliche zweite Person, die einem verrät, wenn man furchtbar in einem Teil aussieht.
Wieder einen Berg für die Kleiderspende. Nur blöd, wenn einem das erst klar wird, nachdem man die Teile schon in Kisten gepackt in die neue Wohnung geschleppt hat...

Überfluss erkennen
Wie viele Socken und Unterhosen hat man eigentlich regelmäßig in Gebrauch? Mit nur zwei Füßen kann man die eingelagerten 100 Paar Sneakersocken und Normalstrümpfe plus zwanzig Paar handgestrickte Wollsocken gar nicht alle tragen. Und so genauso wenig braucht man 60 Schlüpfer. Also hab ich mich einmal durch den Stapel gewühlt, die älteren Modelle allesamt raus geschmissen und bin jetzt sehr erleichtert, nicht mehr von der riesigen Auswahl überfordert zu sein, sondern stattdessen genau zu wissen, was in meinen Schubladen liegt. Nicht, dass die Hälfte der vorher besessenen Dinge jetzt wirklich wenig wäre, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Ehrlichkeit sich selbst gegenüber
Auch wenn das Traumfängerbastelset und das Buntpapier oder die Pastellkreiden quasi originalverpackt waren und nur dazu einluden, kreativ zu werden, habe ich sie nie angefasst, seitdem ich sie nach meinem letzten Umzug in die Schublade sortiert hatte.
Aktuell habe ich in meinem Alltag nur wenig Zeit für meine geliebten kreativen Hobbys und meine Nummer eins, was das angeht, ist unangefochten das Stricken. Die Wollschublade wird regelmäßig geöffnet und mit glückselig-irrem Grinsen durchwühlt, aber alle anderen Bastelutensilien werden ignoriert.
Dementsprechend habe ich sie schweren Herzens an eine Freundin weiter gegeben, die in ihrem Künstlertreff bessere Verwendung für die Materialien finden wird. Vor vier Jahren war ich vielleicht noch der Mensch, der all diese Sachen mit Freude selbst kreativ benutzt hätte, doch inzwischen habe ich mich einfach in eine andere Richtung entwickelt, sodass es nur logisch ist, mich von diesen Dingen zu trennen, die zum Schluss nur noch Platz weg nahmen.

Sort as you go
Inzwischen glaube ich nicht mehr daran, dass man in einer großen Ausmistaktion wirklich alle Dinge aussortieren kann, die man nicht braucht. Manchmal erkennt man erst im Alltag, dass die gemütliche Strickjacke schon viel zu fusselig ist, um sich dafür nicht zu schämen und kann sie dann zur Kleiderspende bringen. Man muss erst frustriert mit dem billigen Küchentuch versuchen, ein Glas zu polieren, bis man sich selbst gegenüber ehrlich genug sein kann, dass man es loswerden sollte zugunsten der (*hust* übrigen vierzehn *hust* ) guten Tücher. Und so kann man auch Schritt für Schritt ohne zusätzlichen großen Zeitaufwand die Wohnung und den Inhalt der Schränke optimieren.

Es ist ein Prozess
Am Ende des Umzugs stand ich da mit noch einer Kiste voller Kram. Sentimentale Gegenstände wie alte Postkarten mit berührenden Worten von lieben Menschen, einen Haufen handgeschriebener Tagebücher, Muscheln aus vergangenen Strandurlauben und Kosmetikpröbchen in einer Menge als wäre ich ein Drogeriekleinhandel. Wohin damit? Es sind Dinge, die im täglichen Leben nicht wirklich benötigt werden und deshalb spontan auch keinen Platz fanden.
Ob es mir aufgefallen wäre, wenn meine Muscheln oder die Pröbchen beim Umzug verloren gegangen wären? Sicher nicht.
Die Karten und die Tagebücher haben für mich einen zu hohen persönlichen Wert, um sie einfach zu entsorgen auch wenn ich sie nicht jede Woche in die Hand nehme. Alles andere aber hat keine gute Erklärung dafür, bleiben zu dürfen.
Pröbchen, Kerzenhalter und ähnlichen Kram kann ich leichten Herzens zum Schenkflohmarkt bringen auf dass jemand mehr Freude daran hat. Aber bis ich erkenne, dass meine Urlaubserinnerungen nicht besser werden, nur weil ich eine Tüte Muscheln hier stehen habe, dauert es noch ein wenig.

Nach meinem letzten großen Aussortieren vor einem Jahr dachte ich, dass ich unglaublich weit in der Optimierung meines Besitzes wäre. Mir war nicht klar, wie weit diese Vorstellung von der Realität abwich. Umzüge sind die perfekte Gelegenheit, sich aktiv auseinanderzusetzen, was man wirklich besitzen will und was man nur aus Gewohnheit im Schrank lagert. So haben dieses mal acht Umzugkartons statt wie beim letzten mal dreizehn gereicht, um meine Sachen zu transportieren.
Damit habe ich noch immer eine ordentliche Menge an Dingen aber ich fühle mich viel wohler mit dem, was ich habe und mit dem was ich nicht mehr habe und das so auch nicht mehr herum liegen kann.

Das beste am ganzen Aussortieren ist nämlich, am Ende keine überfüllten Schubladen zu haben, genau zu wissen, wo was in der Wohnung liegt und sich nicht mit dem herum plagen zu müssen, was man gar nicht braucht und was dennoch die Oberflächen und Schränke blockiert.
Es ist alles ein Prozess und auch wenn ich gerade einen riesigen Fortschritt gemacht habe, wird es noch eine ganze Weile dauern, bis ich am Ziel angekommen bin, insofern es denn überhaupt ein Ziel beim Minimalismus gibt, da es ja am Ende eine Lebensweise ist. Bis dahin genieße ich den Zwischenstand und denke daran, ab und zu etwas auszusortieren und mir dafür mental auf die Schulter zu klopfen, dass ich so weit gekommen bin. Auch wenn ich mich mit all den Dingen, die ich so habe, mich nicht öffentlich als minimalistisch bezeichnen würde.

Wie geht es euch mit dem Aussortieren nachdem der einfache Teil schon erledigt ist?