Mit dem sich bei Benutzung leider erhitzenden Laptop und einem Eis sitze ich im Keller, um einen Blogpost zu schreiben. Gott sei Dank reicht das WLAN teilweise bis in den Keller! In meinem Zimmer auf der Südseite des Hauses unter dem Dach ist es nämlich zu heiß um selbst allein durch Atmen nicht in Schweiß auszubrechen. Bewohner südlicher heißer Länder würden wahrscheinlich über diese Versuche, der Hitze zu entgehen, nur schmunzeln.
Nach fast einer Woche der sengenden Hitze und Temperaturen jenseits der 30°C, muss ich feststellen, dass Deutschland absolut nicht mit diesem Wetter klar kommt. Oder besser gesagt: wir als Nordeuropäer kommen damit nicht klar.
Ungeachtet des Wetters versuchen wir, unseren Tagesplan wie gewöhnlich abzuarbeiten. Bloß nicht in Rückstand geraten, weil man sich vor lauter Schweiß kaum noch bewegen möchte! Ich habe ernsthaft schon mehr als einen Jogger gesehen, der sich in der Mittagshitze durch die Straßen schleppt. Ehrgeiz ist ja was schönes, doch bei dem Wetter kann ich beim besten Willen nicht zur Mittagszeit trainieren.
Da wir hier im Normalfall eher frieren als schmelzen, haben wir auch eher eine Fußbodenheizung als eine Klimaanlage und dementsprechend wenig vorbereitet sind wir auf diese Sommerhitze. Generell ist die deutsche Mentalität nicht auf Hitze eingestellt. Eine Siesta ist nicht vorgesehen, sondern ein emsiges Fortsetzen der Arbeit nach dem Mittagessen pünktlich um zwölf. Kein Wunder, dass wir völlig fertig sind bei dem Wetter. Man kann es nicht ignorieren und weiter machen wie üblich, denn das ist zwecklos.
Lieber früher aufstehen wenn es noch kühler aber schon hell ist, in den Mittagsstunden alles ruhiger angehen lassen und dann Abends mehr Aktivitäten planen. Bei diesem fast mediterranen Wetter kann man auch problemlos in den warmen Nächten lange draußen sein. Und Dank der Trockenheit gibt es kaum stehendes Wasser und damit wenig Brutstätten für fiese Mücken, die uns die Sommernächte ruinieren könnten.
Wir wünschen uns immer wieder die Wärme aber wenn sie dann mal da ist, kommen wir offensichtlich doch nicht mit ihr zurecht. Es wird zwar nicht ewig so bleiben, doch so lange es anhält, genieße ich die Sommerhitze so gut wie möglich. Siesta inklusive. Das sollte man mit ein bisschen Vernunft auch einsehen, dass man nicht so weiter ackern kann wie sonst, wenn die Sonne gnadenlos scheint. Versucht es mal mit ein bisschen mediterranem Lebensstil und lasst alles entspannt angehen. Der Winter hat uns eh früh genug wieder.
Wie sorgt ihr dafür, dass ihr momentan nicht schmelzt? Jegliche Tipps sind willkommen!
Dienstag, 11. August 2015
Everybody melt now!
Donnerstag, 6. August 2015
Veganer auf Zeit - Teil zwei des Selbstversuchs
Wir in meinem Post über den Versuch, sich als Omnivore eine Woche vegetarisch zu ernähren, schon angekündigt, folgte auf die vegetarische Woche nun eine vegane.
Gleich zu Anfang hatte ich viel positives Feedback und Angebote für Hilfestellung, von lieben Menschen aus dem Netz (vielen Dank, Svenja!) als auch von einer vegan lebenden Kommilitonin. Das war ein toller erster Eindruck, auf so viel Unterstützung zu stoßen!
Dann habe ich schon am noch vegetarischen Sonntag mir überlegt, was ich in der nächsten Woche kochen möchte, um in den kommenden Tagen nicht in ein Loch aus Hunger und Verzweiflung zu fallen, weil ich nicht weiß, was ich veganes und leckeres essen kann.
So habe ich mir gleich Notfallkekse gebacken (nach diesem Rezept, den Honig habe ich durch Agavendicksaft ersetzt) und Montag alles für die geplanten Mahlzeiten eingekauft.
Die ersten paar Tage hat es mir richtig viel Spaß gemacht, ein wenig anders zu kochen als sonst und neue Rezepte auszuprobieren. Ich habe ein ultimativ köstliches Rezept für Möhrensalat gefunden, eine Freundin mit veganem Falafel und Tzatziki verköstigt und sogar einen veganen Marmorkuchen mit "Eischnee" aus Kichererbsenwasser gebacken. Auf den nächsten Bildern könnt ihr euch einen kleinen Eindruck davon verschaffen, dass man auch vegan vielfältig kochen kann. Besonders genial fand ich, dass man sogar Sushi vegan gestalten kann, indem man die Rollen einfach nur mit Gurke, Avocado und anderem Gemüse füllt.
Neben meiner Leidenschaft fürs Kochen backe ich auch gerne. Das wollte ich auch in der veganen Woche nicht auslassen und habe sehr tolle Rezepte entdeckt. Besonders faszinierend war, dass sich Kichererbsenwasser tatsächlich ähnlich wie Eischnee aufschlagen lässt. Und der Marmorkuchen, in den der Kichererbseneischnee wanderte, schmeckte auch großartig.
Oft wird propagiert, dass man sich mit veganer Ernährung gleich viel fitter und besser fühlt. Ich habe nicht erlebt, dass ich mich sofort viel energiereicher fühle, aber ich habe auch nichts negatives bemerkt. Wahrscheinlich macht auch viel von dem Erleben, dass es einigen mit veganer Ernährung besser geht aus, dass sie sich vorher weniger ausgewogen ernährt haben.
Das einzige, was anders war: ich hatte subjektiv mehr…nun ja, Gas im Bauch. Meine Vermutung ist, dass die ganze pflanzliche nicht stark verarbeitete Nahrung nicht immer einfach verdaulich ist. Vor allem Cellulose kann der Mensch nicht selbst abbauen, sondern das übernehmen Bakterien, wenn sie es beim Menschen auch nicht komplett schaffen, die Polysaccharide der Cellulose zu Einfachzucker abzubauen. Daher können wir uns mit unserem Verdauungssystem und unserer Darmflora anders als Kühe auch nicht von Gras allein ernähren, ohne in ein Energiedefizit zu rutschen.
Vielleicht hat dieses Erlebnis es auch eine ganz andere Ursache als mehr pflanzliche Nahrung aber ich empfand es doch als auffällig. Habt ihr euch schon einmal vegan ernährt und diese Erfahrungen mit der vermehrten Gasproduktion gemacht?
Das Einkaufen im Supermarkt war ein komplett anderes Erlebnis: es gab so viele Dinge, die ich einfach nicht essen konnte, dass die Auswahl eingeschränkt war und zu meinem Erstaunen fühlte sich das gut an. Das ganze große verwirrende Kühlregal konnte man fast komplett links liegen lassen. Es fühlte sich minimalistisch an, die Entscheidungen für bestimmte Produkte konnten viel schneller getroffen werden, weil einfach die Auswahl nicht endlos war. Das war auf gewisse Weise sehr befreiend.
Ähnlich war es in der Mensa: wenn es nur ein veganes Gericht gab, musste man nicht lange überlegen, was man denn nun isst. Es fühlte sich effizient an.
Gegen Ende des sechsten veganen Tages war ich nicht unbedingt genervt von meiner Ernährung, träumte aber schon sehnsüchtig von Käsebroten.
Fleisch, Eier und Milch als Getränk habe ich in der gesamten Zeit nicht vermisst, Butter und Käse dagegen jedoch sehr. Vor allem als ich mir ein frisches Vollkornbrot besorgt hatte, war es sehr deprimierend, nicht wie sonst das frische Brot mit Butter und ein bisschen Salz essen zu können. Und geschmacklich kann pur verzehrt für mich Margarine nicht mit Butter mithalten. Im Gebäck hat es wenig Unterschied gemacht aber zum Anbraten und aufs Brot ist der Geschmack von Butter für mich einfach ungeschlagen.
Genauso sehr wie Butter liebe ich Käse. Marmelade und vegetarische Pasten waren lecker als Brotaufstrich aber sie konnten nicht verhindern, dass ich mich nach Käse sehnte. Eine vegane Alternative zu Käse habe ich in der Zeit nicht probiert.
Was ich getestet habe, ist Sojajoghurt. Auch wenn ich schon öfter welchen gegessen hatte, war ich doch angenehm überrascht, wie realistisch und lecker diverse Sorten von Alpro und Provamel waren. Sogar Tzatziki ließ sich ohne Probleme damit zubereiten.
Außerdem kann ich mir aktuell nicht vorstellen, auf Milchprodukte zu verzichten. Eier oder Fleisch habe ich tatsächlich gar nicht vermisst.
Unvegane Dinge, die ich nicht lassen konnte? Stricken mit Schafswolle! Das ist auch etwas, was ich nicht aus meinem Leben streichen wollen würde. Klar gibt es zum Beispiel auch Baumwollgarne, aber die verhalten sich im gestrickten Endprodukt ganz anders und ersetzen Schafswolle nicht.
Ähnlich denke ich über Schuhe aus Leder: es ist schon kein besonders angenehmer Gedanke, die Haut eines anderen Lebewesens an seinen Füßen zu tragen, jedoch ist das Material viel belastbarer, bequemer und auch langlebiger als viele synthetische Materialien. So habe ich seit acht Jahren ein Paar dicke Winterstiefel mit Lederanteil, die ich jeden Winter bei klirrender Kälte wieder raus hole. Sie sind noch immer warm und gut nutzbar, weshalb ich denke, dass Leder als Material für Schuhe vertretbar ist, wenn man die Schuhe auch tatsächlich nutzt.
In der veganen Woche habe ich mich durch meine Ernährung deutlich eingeschränkter gefühlt als in der vegetarischen Woche. Ich hatte Appetit auf Dinge, die ich nicht essen konnte, ich war froh, dass ich nicht mit Freunden essen gehen "musste", weil es vielleicht gar nicht so einfach gewesen wäre, etwas für mich zu finden. Als meine vegane Kommilitonin mir etwas von ihrer veganen Lakritze abgegeben hat, war ich doch extrem dankbar, eine der Sachen, die ich so vermisse, doch essen zu können.
Ich kann mir vorstellen, in Zukunft für mich allein hauptsächlich vegetarisch zu kochen und mich weiter durch die ganzen leckeren Produkte aus Seitan, Tofu und Co. zu testen statt Fleisch als Beilage zu wählen, doch ein veganes Leben würde mich nach der Erfahrung eher belasten. Dennoch habe ich in der Woche viel ausprobiert und wüsste jetzt auch, wie ich vegane Freunde lecker bekoche und habe auch ein paar Rezepte entdeckt, die es so öfter geben wird (ich sage nur: Möhrensalat, Falafel und Rosinen-Fruchtkekse) und auch Produkte wie Hummus aus dem Kühlregal, Sojajoghurt oder eine bestimmte vegane Tomatensauce gefunden, die es wieder in meinen Einkaufwagens schaffen werden. Nie wieder dagegen werde ich auf Dinkelsahne herein fallen.
Insgesamt hat sich der Selbstversuch für mich gelohnt: ich habe neues ausprobiert, über meine Ernährung nachgedacht und tolle vegane Kochblogs entdeckt. Um aber dauerhaft vegan zu leben, bin ich vielleicht einfach nicht hardcore genug. Und liebe Käse, Butter und Wolle viel zu sehr.
Gleich zu Anfang hatte ich viel positives Feedback und Angebote für Hilfestellung, von lieben Menschen aus dem Netz (vielen Dank, Svenja!) als auch von einer vegan lebenden Kommilitonin. Das war ein toller erster Eindruck, auf so viel Unterstützung zu stoßen!
Dann habe ich schon am noch vegetarischen Sonntag mir überlegt, was ich in der nächsten Woche kochen möchte, um in den kommenden Tagen nicht in ein Loch aus Hunger und Verzweiflung zu fallen, weil ich nicht weiß, was ich veganes und leckeres essen kann.
So habe ich mir gleich Notfallkekse gebacken (nach diesem Rezept, den Honig habe ich durch Agavendicksaft ersetzt) und Montag alles für die geplanten Mahlzeiten eingekauft.
Die ersten paar Tage hat es mir richtig viel Spaß gemacht, ein wenig anders zu kochen als sonst und neue Rezepte auszuprobieren. Ich habe ein ultimativ köstliches Rezept für Möhrensalat gefunden, eine Freundin mit veganem Falafel und Tzatziki verköstigt und sogar einen veganen Marmorkuchen mit "Eischnee" aus Kichererbsenwasser gebacken. Auf den nächsten Bildern könnt ihr euch einen kleinen Eindruck davon verschaffen, dass man auch vegan vielfältig kochen kann. Besonders genial fand ich, dass man sogar Sushi vegan gestalten kann, indem man die Rollen einfach nur mit Gurke, Avocado und anderem Gemüse füllt.
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| Spaghetti mit Tomatensauce, Ofengemüse, Falafel, Möhrensalat und Tzatziki sowie Schmorgurken mit Kartoffeln |
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| Veganes Sushi mit Gurke, Avocado und gebratenen Pilzen sowie Resteessen |
Neben meiner Leidenschaft fürs Kochen backe ich auch gerne. Das wollte ich auch in der veganen Woche nicht auslassen und habe sehr tolle Rezepte entdeckt. Besonders faszinierend war, dass sich Kichererbsenwasser tatsächlich ähnlich wie Eischnee aufschlagen lässt. Und der Marmorkuchen, in den der Kichererbseneischnee wanderte, schmeckte auch großartig.
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| Hafer-Fruchtkekse für vegane Hungerattacken und Marmorkuchen |
Erfahrungen einer Woche veganer Ernährung
Nummer eins: man verhungert definitiv nicht! Im Gegenteil: ich habe viele neue Dinge in der Küche ausprobiert und dabei viel Spaß gehabt. In der Mensa zu essen war kein Problem, da dort alles bis ins Detail gekennzeichnet ist. Nur das Joghurteis nach der Uni kann man nicht spontan mit Freunden essen. Auch wenn ich es in dieser Woche nicht getan habe, kann ich mir vorstellen, dass ein Essen in normalen Restaurants nicht immer einfach für Veganer ist, da die Auswahl beschränkt ist. Beim Essen mit Freunden könnte man zumindest immer selbst etwas mitbringen und damit gleichzeitig die eigene Verköstigung sichern.Oft wird propagiert, dass man sich mit veganer Ernährung gleich viel fitter und besser fühlt. Ich habe nicht erlebt, dass ich mich sofort viel energiereicher fühle, aber ich habe auch nichts negatives bemerkt. Wahrscheinlich macht auch viel von dem Erleben, dass es einigen mit veganer Ernährung besser geht aus, dass sie sich vorher weniger ausgewogen ernährt haben.
Das einzige, was anders war: ich hatte subjektiv mehr…nun ja, Gas im Bauch. Meine Vermutung ist, dass die ganze pflanzliche nicht stark verarbeitete Nahrung nicht immer einfach verdaulich ist. Vor allem Cellulose kann der Mensch nicht selbst abbauen, sondern das übernehmen Bakterien, wenn sie es beim Menschen auch nicht komplett schaffen, die Polysaccharide der Cellulose zu Einfachzucker abzubauen. Daher können wir uns mit unserem Verdauungssystem und unserer Darmflora anders als Kühe auch nicht von Gras allein ernähren, ohne in ein Energiedefizit zu rutschen.
Vielleicht hat dieses Erlebnis es auch eine ganz andere Ursache als mehr pflanzliche Nahrung aber ich empfand es doch als auffällig. Habt ihr euch schon einmal vegan ernährt und diese Erfahrungen mit der vermehrten Gasproduktion gemacht?
Das Einkaufen im Supermarkt war ein komplett anderes Erlebnis: es gab so viele Dinge, die ich einfach nicht essen konnte, dass die Auswahl eingeschränkt war und zu meinem Erstaunen fühlte sich das gut an. Das ganze große verwirrende Kühlregal konnte man fast komplett links liegen lassen. Es fühlte sich minimalistisch an, die Entscheidungen für bestimmte Produkte konnten viel schneller getroffen werden, weil einfach die Auswahl nicht endlos war. Das war auf gewisse Weise sehr befreiend.
Ähnlich war es in der Mensa: wenn es nur ein veganes Gericht gab, musste man nicht lange überlegen, was man denn nun isst. Es fühlte sich effizient an.
Gegen Ende des sechsten veganen Tages war ich nicht unbedingt genervt von meiner Ernährung, träumte aber schon sehnsüchtig von Käsebroten.
Fleisch, Eier und Milch als Getränk habe ich in der gesamten Zeit nicht vermisst, Butter und Käse dagegen jedoch sehr. Vor allem als ich mir ein frisches Vollkornbrot besorgt hatte, war es sehr deprimierend, nicht wie sonst das frische Brot mit Butter und ein bisschen Salz essen zu können. Und geschmacklich kann pur verzehrt für mich Margarine nicht mit Butter mithalten. Im Gebäck hat es wenig Unterschied gemacht aber zum Anbraten und aufs Brot ist der Geschmack von Butter für mich einfach ungeschlagen.
Genauso sehr wie Butter liebe ich Käse. Marmelade und vegetarische Pasten waren lecker als Brotaufstrich aber sie konnten nicht verhindern, dass ich mich nach Käse sehnte. Eine vegane Alternative zu Käse habe ich in der Zeit nicht probiert.
Was ich getestet habe, ist Sojajoghurt. Auch wenn ich schon öfter welchen gegessen hatte, war ich doch angenehm überrascht, wie realistisch und lecker diverse Sorten von Alpro und Provamel waren. Sogar Tzatziki ließ sich ohne Probleme damit zubereiten.
Mein langfristiges Fazit
Es war super interessant, sich eine Woche lang vegan zu ernähren und verschiedene Dinge auszuprobieren. Ich habe festgestellt, dass es mit ein bisschen Planung gut umsetzbar ist. Was das Essen außerhalb angeht, überzeugt mich das ganze noch nicht. Sobald man Beispielsweise in einer nicht veganen Gruppe grillt, muss man immer eigenes Essen mitbringen oder für jeden Salat dessen Hersteller fragen, was denn da drin ist. Klar, Allergiker müssen das auch, aber ich empfand es schon als belastend für mich und auch andere, immer alles essbare drei mal vorsichtig beäugen zu müssen, bevor ich es eventuell essen konnte.Außerdem kann ich mir aktuell nicht vorstellen, auf Milchprodukte zu verzichten. Eier oder Fleisch habe ich tatsächlich gar nicht vermisst.
Unvegane Dinge, die ich nicht lassen konnte? Stricken mit Schafswolle! Das ist auch etwas, was ich nicht aus meinem Leben streichen wollen würde. Klar gibt es zum Beispiel auch Baumwollgarne, aber die verhalten sich im gestrickten Endprodukt ganz anders und ersetzen Schafswolle nicht.
Ähnlich denke ich über Schuhe aus Leder: es ist schon kein besonders angenehmer Gedanke, die Haut eines anderen Lebewesens an seinen Füßen zu tragen, jedoch ist das Material viel belastbarer, bequemer und auch langlebiger als viele synthetische Materialien. So habe ich seit acht Jahren ein Paar dicke Winterstiefel mit Lederanteil, die ich jeden Winter bei klirrender Kälte wieder raus hole. Sie sind noch immer warm und gut nutzbar, weshalb ich denke, dass Leder als Material für Schuhe vertretbar ist, wenn man die Schuhe auch tatsächlich nutzt.
In der veganen Woche habe ich mich durch meine Ernährung deutlich eingeschränkter gefühlt als in der vegetarischen Woche. Ich hatte Appetit auf Dinge, die ich nicht essen konnte, ich war froh, dass ich nicht mit Freunden essen gehen "musste", weil es vielleicht gar nicht so einfach gewesen wäre, etwas für mich zu finden. Als meine vegane Kommilitonin mir etwas von ihrer veganen Lakritze abgegeben hat, war ich doch extrem dankbar, eine der Sachen, die ich so vermisse, doch essen zu können.
Ich kann mir vorstellen, in Zukunft für mich allein hauptsächlich vegetarisch zu kochen und mich weiter durch die ganzen leckeren Produkte aus Seitan, Tofu und Co. zu testen statt Fleisch als Beilage zu wählen, doch ein veganes Leben würde mich nach der Erfahrung eher belasten. Dennoch habe ich in der Woche viel ausprobiert und wüsste jetzt auch, wie ich vegane Freunde lecker bekoche und habe auch ein paar Rezepte entdeckt, die es so öfter geben wird (ich sage nur: Möhrensalat, Falafel und Rosinen-Fruchtkekse) und auch Produkte wie Hummus aus dem Kühlregal, Sojajoghurt oder eine bestimmte vegane Tomatensauce gefunden, die es wieder in meinen Einkaufwagens schaffen werden. Nie wieder dagegen werde ich auf Dinkelsahne herein fallen.
Insgesamt hat sich der Selbstversuch für mich gelohnt: ich habe neues ausprobiert, über meine Ernährung nachgedacht und tolle vegane Kochblogs entdeckt. Um aber dauerhaft vegan zu leben, bin ich vielleicht einfach nicht hardcore genug. Und liebe Käse, Butter und Wolle viel zu sehr.
Dienstag, 4. August 2015
Auslosung: Sommersocken
Erinnert ihr euch noch an mein Gewinnspiel, mit dem ich zwei Paar selbst gestrickte Sommersocken verlose? Nun, wenn ihr bis jetzt nicht teil genommen habt, dann ist es ehrlich gesagt zu spät, denn gestern war der letzte Tag an dem ihr euren Namen in den Lostopf werfen konntet.
Es gab insgesamt fünf Kommentare und damit fünf Teilnehmer zu meiner kleinen Verlosung.
Als erstes werde ich unter den Kommentatoren einen auswählen, der meiner Meinung nach am dringendsten Socken braucht.
Insgesamt gab es zwei Teilnehmer, die noch nie handgestrickte Socken hatten, was sie gleich in die nähere Auswahl brachte. Letztlich überzeugt hat mich die Aussage, dass ein Paar gewonnener Socken Anlass sein wird, selbst stricken zu lernen und so die eigenen Kinder und Enkel später vor dem Elend zu bewahren, niemals selbst gestrickte Socken zu haben. Und ich möchte wirklich nicht die Verantwortung dafür tragen, dass ihre Enkel kalte Füße haben.
Von daher ist Judith meine erste Gewinnerin!
Und nun wird aus den übrigen vier Teilnehmern ausgelost. Stilecht mit Fruit Machine. Alles andere wäre auch nicht authentisch bei einem Blog, der den Apfel in seinem Namen hat.
Herzlichen Glückwunsch an Dominique!
Und nun zu den Details für die beiden Gewinner:
Bitte schreibt mir eine Mail an bioapfelkern@googlemail.com und verratet mir
- eure Schuhgröße und auch, ob sie groß oder eher klein ausfällt
- welche Wollfarbe(n) ihr euch wünscht
- eure Adresse, an die ich den Gewinn schicken soll
Für die Socken kann man auch gut mehrere Farben kombinieren, um Streifen zu stricken. Oder den ganzen Socken in einer Farbe halten und die Ferse sowie die Spitze in einer Kontrastfarbe gestalten wie zum Beispiel bei diesem Modell.
Hier noch einmal die Wollauswahl mit Nummern:
Es gab insgesamt fünf Kommentare und damit fünf Teilnehmer zu meiner kleinen Verlosung.
Als erstes werde ich unter den Kommentatoren einen auswählen, der meiner Meinung nach am dringendsten Socken braucht.
Insgesamt gab es zwei Teilnehmer, die noch nie handgestrickte Socken hatten, was sie gleich in die nähere Auswahl brachte. Letztlich überzeugt hat mich die Aussage, dass ein Paar gewonnener Socken Anlass sein wird, selbst stricken zu lernen und so die eigenen Kinder und Enkel später vor dem Elend zu bewahren, niemals selbst gestrickte Socken zu haben. Und ich möchte wirklich nicht die Verantwortung dafür tragen, dass ihre Enkel kalte Füße haben.
Von daher ist Judith meine erste Gewinnerin!
Und nun wird aus den übrigen vier Teilnehmern ausgelost. Stilecht mit Fruit Machine. Alles andere wäre auch nicht authentisch bei einem Blog, der den Apfel in seinem Namen hat.
Herzlichen Glückwunsch an Dominique!
Und nun zu den Details für die beiden Gewinner:
Bitte schreibt mir eine Mail an bioapfelkern@googlemail.com und verratet mir
- eure Schuhgröße und auch, ob sie groß oder eher klein ausfällt
- welche Wollfarbe(n) ihr euch wünscht
- eure Adresse, an die ich den Gewinn schicken soll
Für die Socken kann man auch gut mehrere Farben kombinieren, um Streifen zu stricken. Oder den ganzen Socken in einer Farbe halten und die Ferse sowie die Spitze in einer Kontrastfarbe gestalten wie zum Beispiel bei diesem Modell.
Hier noch einmal die Wollauswahl mit Nummern:
Ich freue mich schon auf eure Mails und noch mehr darauf, eure Socken zu stricken. Aber ganz besonders warte ich auf dem Moment, an dem Judith irgendwann über ihre eigenen Strickprojekte berichtet.
Apfelkern
Sonntag, 26. Juli 2015
Vegetarier auf Zeit - ein Selbstversuch
"Es ist egal was du isst, Hauptsache ist, es macht dich dicklich!" - das behauptet zumindest Farin Urlaub. So sehr ich ihn und seine Musik aber auch mag, kann ich ihm da leider nicht zustimmen, denn so einfach ist das alles nicht. Ernährung spielt im Leben eine zentrale Rolle und wenn sie einen noch dicklich macht, dann läuft es vielleicht nicht optimal.
Ich bin Omnivore und das ist heutzutage in manchen Situationen ja schon etwas, wofür man sich schämt. Weil man tierische Produkte konsumiert. Und dann auch noch Fleisch. Weil die Tiere bloß für das eigene kurze Vergnügen sterben müssen während andere Menschen schon seit Jahren vorbildlich vegan leben.
Manchmal wird einem vermittelt, dass man ein schlechterer Mensch ist, wenn man tierische Produkte konsumiert. Früher waren es Ketzer und Ungläubige, die sich vor der Kirchengemeinde schämen mussten, heute sind es die sich nicht pflanzenbasiert ernährenden. Zumindest kommt es mir manchmal so vor.
Derart unter Druck gesetzt und negativ dargestellt zu werden, findet sicher niemand angenehm und diese negative Darstellung der eigenen Lebensweise hilft nicht unbedingt, eine andere anzunehmen. Trotzdem kam ich zu dem Schluss, mich einfach eine Woche lang vegetarisch zu ernähren.
Dass man Fleisch nicht unbedingt zum Überleben braucht, ist bekannt. Seine Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe kann man auch ohne Fleisch aufnehmen. Dabei ist es hilfreich zu wissen, in welchen Formen diese Nährstoffe denn vorkommen und aus welchen Lebensmitteln man sie beziehen kann. Denn einfach keine Fleischprodukte und dafür immer nur Zucker zu essen ist zwar dann vegetarisch oder sogar vegan, jedoch nicht unbedingt das, was man eine gesunde Ernährung nennen würde.
Weiterhin ist Massentierhaltung nichts, was man aus Überzeugung gut finden kann. Auch wenn man die Bio Eier kauft, heißt es nicht, dass die Hühner glücklich waren und man nicht die männlichen Küken "aussortiert" hat, da sie ja immerhin keine Eier legen. Ehrlich gesagt ist es nicht mal der Gedanke, dass wir generell keine Tiere essen sollten, der mich zu einer vegetarischen Woche motiviert, sondern das Unbehagen gegenüber der Massentierhaltung mit dem damit verbundenen Leid für die Tiere sowie auch die Verwendung von Reserveantibiotika für die Tierhaltung. Das Antibiotikum Colistin würde ich doch zum Beispiel lieber für Menschen mit multiresistenten Erregern einsetzen als es in zu niedrigen Dosen ständig an Tiere zu verabreichen und damit bloß Resistenzen zu erzeugen.
Außerdem ist der generelle Gedanke, Fleisch zu essen, schon irgendwie abstoßend. So eine Schweineschulter vom Spanferkel zu zerteilen hat mich doch extrem an den Präparierkurs erinnert. Da war das Fleisch bloß mit Formaldehyd fixiert statt gegrillt. So ein Steak ist letztendlich auch ein Leichenteil - wir sind bloß daran gewöhnt, es zu essen. Dass es gut schmecken kann, möchte ich hier nicht abstreiten.
Jetzt im Sommer ist der Rest des Haushalts im Urlaub und ich bin mit meinen Lernunterlagen für die Klausuren allein im Haus. Das bedeutet auch, dass ich den Kühlschrank für mich habe und allein bestimme, was da rein wandert und was gekocht wird.
Ich habe mich entschlossen, einen kleinen Versuch zu starten und zuerst eine Woche vegetarisch und dann eine Woche vegan zu leben. Die vegetarische Woche kommt zuerst in meinem Ablaufplan, da die im Kühlschrank vorhandenen Eier, den Käse oder die Milch schlecht werden zu lassen definitiv nicht im Sinne einer umweltbewussten und tierschonenden Ernährung wäre. Außerdem ist es für den Einstieg viel einfacher, mit einer vegetarischen Ernährung anzufangen.
Gefühlt war es für mich keine große Umstellung, es fiel mir unglaublich einfach, auf Fleisch zu verzichten und es war kaum anders als meine sonstige Ernährung. Immerhin gibt es so viele leckere vegetarische Gerichte und andererseits auch schöne Alternativen zu Fleischprodukten. Es gab Ofengemüse, Schmorgurken, Spaghetti Bolognese mit Quorn, Quinoa mit Gemüse und jede Menge andere schmackhafte Gerichte.
Ich habe jede Menge Gemüse und Obst gegessen einfach in der Absicht, gleichzeitig diesen Versuch zu nutzen, mich gesünder zu ernähren.
Während der ganzen Zeit hatte ich nicht einmal das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Für mich allein hätte ich auch ohne den Versuch kein Fleisch zubereitet und maxmal die Bratwürstchen aus dem Kühlschrank gegessen. In der Mensa ist das Angebot an vegetarischen und veganen Gerichten so groß, dass ich mich auch dort nicht eingeschränkt gefühlt habe. Was ich nicht essen konnte, war meine bereits angebrochene Lakritze, da sie Gelatine enthält. Der Entzug wurde mit Lakritztee behandelt.
Allein mein Opa hat sich gewundert, weshalb ich seinen selbst gemachten Schinken nicht essen wollte und beim gemeinsamen Kochen wurde sich beschwert, dass gar keine Wurst in den Kartoffelauflauf kommt. Ohne Fleisch ist es anscheinend für einige Menschen keine komplette Mahlzeit.
Die größten Probleme gab es in der Woche also mit der sozialen Kompatibilität der vegetarischen Ernährungsweise. Innerhalb der Familie, vor allem bei den Großeltern gibt es eingeschränkt viel Verständnis dafür, warum man sich eigentlich vegetarisch ernährt.
Die Großeltern, die selbst noch Krieg und Hunger erlebt haben, können vor allem nicht verstehen, weshalb man potentielle Energiequellen vom Speiseplan streicht, da sie einem ja das Überleben sichern könnten. Das kann ich nachvollziehen, jedoch ist es bei ihnen gefühlt auch zu einem Ritual geworden, viel Fleisch zu essen, falls doch wieder Notzeiten anbrechen. Und Aussagen, dass man ohne Schinken krank wird, sind sicher auch weniger von wissenschaftlichen Hintergründen als Erinnerungen an Zeiten des Hungers geprägt und nicht mehr zeitgemäß.
Insgesamt könnte ich mir vorstellen, noch öfter vegetarisch zu essen als ich es bereits unabhängig von diesem kleinen Selbstversuch mache. Komplett vegetarisch zu leben, kann ich mir momentan noch nicht vorstellen, da Fleisch mir offen gesagt manchmal doch gut schmeckt. Und damit meine ich nicht die billigen Nackensteaks zum Grillen, sondern ein schön zubereitetes Rindersteak oder auch Fisch, den man in Ruhe genießt. Man sollte sich nur bewusst sein, dass es kein tägliches Nahrungsmittel, sondern ein Luxus ist, Fleisch zu essen.
Aber ganz egal, ob ich nun spontan Vegetarier werden würde oder nicht: die nächsten sieben Tage werde ich Stufe zwei des Versuches durchlaufen und mich vegan ernähren. Ich bin schon ein wenig gespannt, wie die Woche läuft und was mein Umfeld dazu sagt. Ich werde berichten.
Die veganen Kekse sind übrigens schon fertig gebacken und liegen für Notfälle in der Tupperbox bereit.
Apfelkern
Ich bin Omnivore und das ist heutzutage in manchen Situationen ja schon etwas, wofür man sich schämt. Weil man tierische Produkte konsumiert. Und dann auch noch Fleisch. Weil die Tiere bloß für das eigene kurze Vergnügen sterben müssen während andere Menschen schon seit Jahren vorbildlich vegan leben.
Manchmal wird einem vermittelt, dass man ein schlechterer Mensch ist, wenn man tierische Produkte konsumiert. Früher waren es Ketzer und Ungläubige, die sich vor der Kirchengemeinde schämen mussten, heute sind es die sich nicht pflanzenbasiert ernährenden. Zumindest kommt es mir manchmal so vor.
Derart unter Druck gesetzt und negativ dargestellt zu werden, findet sicher niemand angenehm und diese negative Darstellung der eigenen Lebensweise hilft nicht unbedingt, eine andere anzunehmen. Trotzdem kam ich zu dem Schluss, mich einfach eine Woche lang vegetarisch zu ernähren.
Weshalb der Selbstversuch?
Wenn ich nicht gerade von anderen für meinen Konsum von Fleisch kritisiert werde, muss ich zugeben, dass eine fleischlose Ernährung energetisch so viel effizienter ist. Peta formuliert das reißerischer: Fleischessen bedeutet Hunger für die Welt. Für jede tierische Kalorie werden 5-30 pflanzliche verfüttert - das meine ich mit energetisch ineffizient. Das ist zwar die normale Nahrungskette aber eben auch infeffizient. Vor dem Hintergrund leuchtet es absolut ein, dass man weniger Fleisch konsumieren sollte, da es so betrachtet schon Verschwendung von Energie beziehungsweise ein Luxus ist.Dass man Fleisch nicht unbedingt zum Überleben braucht, ist bekannt. Seine Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe kann man auch ohne Fleisch aufnehmen. Dabei ist es hilfreich zu wissen, in welchen Formen diese Nährstoffe denn vorkommen und aus welchen Lebensmitteln man sie beziehen kann. Denn einfach keine Fleischprodukte und dafür immer nur Zucker zu essen ist zwar dann vegetarisch oder sogar vegan, jedoch nicht unbedingt das, was man eine gesunde Ernährung nennen würde.
Weiterhin ist Massentierhaltung nichts, was man aus Überzeugung gut finden kann. Auch wenn man die Bio Eier kauft, heißt es nicht, dass die Hühner glücklich waren und man nicht die männlichen Küken "aussortiert" hat, da sie ja immerhin keine Eier legen. Ehrlich gesagt ist es nicht mal der Gedanke, dass wir generell keine Tiere essen sollten, der mich zu einer vegetarischen Woche motiviert, sondern das Unbehagen gegenüber der Massentierhaltung mit dem damit verbundenen Leid für die Tiere sowie auch die Verwendung von Reserveantibiotika für die Tierhaltung. Das Antibiotikum Colistin würde ich doch zum Beispiel lieber für Menschen mit multiresistenten Erregern einsetzen als es in zu niedrigen Dosen ständig an Tiere zu verabreichen und damit bloß Resistenzen zu erzeugen.
Außerdem ist der generelle Gedanke, Fleisch zu essen, schon irgendwie abstoßend. So eine Schweineschulter vom Spanferkel zu zerteilen hat mich doch extrem an den Präparierkurs erinnert. Da war das Fleisch bloß mit Formaldehyd fixiert statt gegrillt. So ein Steak ist letztendlich auch ein Leichenteil - wir sind bloß daran gewöhnt, es zu essen. Dass es gut schmecken kann, möchte ich hier nicht abstreiten.
Jetzt im Sommer ist der Rest des Haushalts im Urlaub und ich bin mit meinen Lernunterlagen für die Klausuren allein im Haus. Das bedeutet auch, dass ich den Kühlschrank für mich habe und allein bestimme, was da rein wandert und was gekocht wird.
Ich habe mich entschlossen, einen kleinen Versuch zu starten und zuerst eine Woche vegetarisch und dann eine Woche vegan zu leben. Die vegetarische Woche kommt zuerst in meinem Ablaufplan, da die im Kühlschrank vorhandenen Eier, den Käse oder die Milch schlecht werden zu lassen definitiv nicht im Sinne einer umweltbewussten und tierschonenden Ernährung wäre. Außerdem ist es für den Einstieg viel einfacher, mit einer vegetarischen Ernährung anzufangen.
Fazit nach einer Woche Vegetarismus
Die vegetarische Woche liegt jetzt hinter mir. Und, wie war es denn?Gefühlt war es für mich keine große Umstellung, es fiel mir unglaublich einfach, auf Fleisch zu verzichten und es war kaum anders als meine sonstige Ernährung. Immerhin gibt es so viele leckere vegetarische Gerichte und andererseits auch schöne Alternativen zu Fleischprodukten. Es gab Ofengemüse, Schmorgurken, Spaghetti Bolognese mit Quorn, Quinoa mit Gemüse und jede Menge andere schmackhafte Gerichte.
Ich habe jede Menge Gemüse und Obst gegessen einfach in der Absicht, gleichzeitig diesen Versuch zu nutzen, mich gesünder zu ernähren.
Während der ganzen Zeit hatte ich nicht einmal das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen. Für mich allein hätte ich auch ohne den Versuch kein Fleisch zubereitet und maxmal die Bratwürstchen aus dem Kühlschrank gegessen. In der Mensa ist das Angebot an vegetarischen und veganen Gerichten so groß, dass ich mich auch dort nicht eingeschränkt gefühlt habe. Was ich nicht essen konnte, war meine bereits angebrochene Lakritze, da sie Gelatine enthält. Der Entzug wurde mit Lakritztee behandelt.
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| Gemüse, Gemüse und Pudding. Ich musste einfach einmal testen, wie es sich als Puddingvegetarier so lebt. |
Allein mein Opa hat sich gewundert, weshalb ich seinen selbst gemachten Schinken nicht essen wollte und beim gemeinsamen Kochen wurde sich beschwert, dass gar keine Wurst in den Kartoffelauflauf kommt. Ohne Fleisch ist es anscheinend für einige Menschen keine komplette Mahlzeit.
Die größten Probleme gab es in der Woche also mit der sozialen Kompatibilität der vegetarischen Ernährungsweise. Innerhalb der Familie, vor allem bei den Großeltern gibt es eingeschränkt viel Verständnis dafür, warum man sich eigentlich vegetarisch ernährt.
Die Großeltern, die selbst noch Krieg und Hunger erlebt haben, können vor allem nicht verstehen, weshalb man potentielle Energiequellen vom Speiseplan streicht, da sie einem ja das Überleben sichern könnten. Das kann ich nachvollziehen, jedoch ist es bei ihnen gefühlt auch zu einem Ritual geworden, viel Fleisch zu essen, falls doch wieder Notzeiten anbrechen. Und Aussagen, dass man ohne Schinken krank wird, sind sicher auch weniger von wissenschaftlichen Hintergründen als Erinnerungen an Zeiten des Hungers geprägt und nicht mehr zeitgemäß.
Insgesamt könnte ich mir vorstellen, noch öfter vegetarisch zu essen als ich es bereits unabhängig von diesem kleinen Selbstversuch mache. Komplett vegetarisch zu leben, kann ich mir momentan noch nicht vorstellen, da Fleisch mir offen gesagt manchmal doch gut schmeckt. Und damit meine ich nicht die billigen Nackensteaks zum Grillen, sondern ein schön zubereitetes Rindersteak oder auch Fisch, den man in Ruhe genießt. Man sollte sich nur bewusst sein, dass es kein tägliches Nahrungsmittel, sondern ein Luxus ist, Fleisch zu essen.
Aber ganz egal, ob ich nun spontan Vegetarier werden würde oder nicht: die nächsten sieben Tage werde ich Stufe zwei des Versuches durchlaufen und mich vegan ernähren. Ich bin schon ein wenig gespannt, wie die Woche läuft und was mein Umfeld dazu sagt. Ich werde berichten.
Die veganen Kekse sind übrigens schon fertig gebacken und liegen für Notfälle in der Tupperbox bereit.
Apfelkern
Dienstag, 21. Juli 2015
Sommersocken suchen kalte Füße
Dass ich leidenschaftlich gerne stricke sollte für euch keine Überraschung mehr sein. Sogar auf Instagram teile ich ab und an ein Bild von meinen wolligen Werken.
Als ich kürzlich dort ein Bild meiner selbst gestrickten Sommersocken veröffentlichte, zeigten sich gleich viele begeistert. Falls ihr es verpasst habt: hier ist das besagte Instagrambild der Socken.
In den Kommentaren wurde wenig später wurde klar, dass nicht jeder das Glück hat, handgestrickte Socken zu besitzen, obwohl das bei deutschen Temperaturen ein absolut essentielles Kleidungsstück ist. So kann das nicht weiter gehen!
Und deshalb habe ich beschlossen für die Menschen, denen niemand aus deren Umkreis Socken strickt, Socken zu verlosen. Denn meine Familie und Freunde habe ich schon reichlich mit Socken beschenkt und es wird Zeit, auch meinen Lesern eine Freude damit zu machen.
Und damit zu den konkreten Details des wolligen Gewinnspiels:
Es gibt insgesamt zwei Paar Sommersocken des hier abgebildeten Modells zu gewinnen; Sneakersocken mit einem leicht eingerolltem Rand.
Als ich kürzlich dort ein Bild meiner selbst gestrickten Sommersocken veröffentlichte, zeigten sich gleich viele begeistert. Falls ihr es verpasst habt: hier ist das besagte Instagrambild der Socken.
In den Kommentaren wurde wenig später wurde klar, dass nicht jeder das Glück hat, handgestrickte Socken zu besitzen, obwohl das bei deutschen Temperaturen ein absolut essentielles Kleidungsstück ist. So kann das nicht weiter gehen!
Und deshalb habe ich beschlossen für die Menschen, denen niemand aus deren Umkreis Socken strickt, Socken zu verlosen. Denn meine Familie und Freunde habe ich schon reichlich mit Socken beschenkt und es wird Zeit, auch meinen Lesern eine Freude damit zu machen.
Und damit zu den konkreten Details des wolligen Gewinnspiels:
Es gibt insgesamt zwei Paar Sommersocken des hier abgebildeten Modells zu gewinnen; Sneakersocken mit einem leicht eingerolltem Rand.
Die Farbe der Socken können sich die beiden Gewinner aus den hier abgebildeten Wollknäueln selbst zusammenstellen. Man kann auch mehrere Farben mischen und so Streifen erzeugen wie zum Beispiel bei den beiden grünen Paaren, die ich bereits gestrickt habe. Oder zwei Socken in verschiedenen Farben stricken, wenn man ganz verrückt ist.
Die dafür von mir zur Verfügung gestellte maschinenwaschbare Sockenwolle enthält 75% Schurwolle. Falls ihr also vegan lebt und auch Schafwolle meiden wollt oder darauf allergisch reagiert, ist das leider kein für euch geeigneter Preis. Ansonsten ist jeder mit kalten Füßen und dem Wunsch nach einem Paar handgestrickter Sommersocken herzlich willkommen, sein Glück zu versuchen!
Was ihr für ein Paar Sommersocken tun müsst
1. Teilnahmebedingung ist, dass ihr in den letzten vier Jahren, die es meinen Blog schon gibt bis einschließlich den 20.07.2015 mindestens einen euch eindeutig zuzuordnenden Kommentar hier hinterlassen habt. Schließlich ist das ein Gewinnspiel für meine Leser und Kommentatoren.
2. Wie ihr teilnehmen könnt: Schreibt einen Kommentar, warum ihr unbedingt ein Paar mit Liebe gestrickte Sommersocken braucht!
3. Die Verlosung endet am 03. 08. 2015 um Mitternacht.
Anschließend werde ich einen Gewinner auswählen, der meiner Ansicht nach am dringendsten ein Care-Paket mit einem Paar Socken benötigt. Der zweite Gewinner wird unter den übrigen Kommentatoren ausgelost.
Dann werde ich die Gewinner per Mail nach ihrer Schuhgröße und den Farben, die sich sich für ihre Socken wünschen, fragen. Der anhand seines Kommentars ausgewählte Gewinner hat Vorrang, für den Fall, dass beide scharf auf das gleiche Knäul sind.
Anschließend werden die Socken gestrickt, was abhängig von der Schuhgröße (für Kindersärge Größe 50 Socken zu stricken dauert verdammt lange - ich spreche da aus Erfahrung!) maximal zwei Wochen insgesamt dauern wird. Anschließend machen sich die Socken per Post auf den Weg zu euch, was bedeutet, dass ihr auch eine Adresse innerhalb Deutschlands benötigt, an die ich den Gewinn schicken kann.
Na dann: auf die Socken, fertig, los! Ich bin gespannt auf eure Kommentare und hoffe, dass euch die kleine Verlosung gefällt. Und noch was: viel Glück!
Apfelkern
Donnerstag, 16. Juli 2015
5 Gründe Great Britain zu lieben
Kaum wurde mir gegenüber erwähnt, dass es eine Sendung namens The Great British Bake Off gibt, schon hatte ich das als Suchanfrage eingegeben und die erste Folge gestartet. In dieser Sendung geht es um einen Backwettbewerb. Briten backen britische Dinge und nebenbei wird noch ein wenig über die Geschichte des Backens und der Briten erzählt.
Mir wurde warm ums Herz. Ein Gefühl, des zu Hause seins. Was Großbritannien angeht: ich bin einfach verliebt in diese Inseln und wusste eigentlich gar nicht genau, woher mein euphorisches Schwärmen eigentlich kommt. Als ich ein wenig drüber nachgedacht hatte, wurde es mir aber klar und deshalb möchte ich euch hier meine fünf Gründe, Großbritannien zu lieben, vorstellen.
Auch über das Wetter würde ich mich nicht beschweren. Hitze und zu viel Sonne sind eh nicht mein Ding während schlechtes Wetter der perfekte Grund ist, den Tag gemütlich drinnen zu verbringen. Und durch die Pfützen zu hüpfen und sich anschließend mit einem Tee lesend am Kamin aufzuwärmen, ist auch nicht schlecht. Im Gegenteil: es ist britisch!
Literarisch gibt es neben modernen Schätzen wie Harry Potter auch historisch jede Menge wunderbare Werke, die man lesen und sich nach Großbritannien versetzt fühlen kann. Falls euch da spontan nichts einfällt: Dracula und Robin Hood sind populäre Beispiele.
Musikalisch sagt allein die Kategorie Brit Pop schon, dass die Briten nach den Beatles und den Rolling Stones noch immer was zu bieten haben. Mit dem wundervollen britischen Akzent auch noch zu singen ist halt wunderbar. Darüber hinaus gibt es Überreste römischer Kultur, keltische und walisische Kultur, Dudelsäcke und die seltsame Angewohnheit, Linksverkehr zu praktizieren. Alles sehr liebenswert.
Derber Humor, flache Witze, die schon mal auf die eigenen Kosten gehen und eine gewisse Schmerzlosigkeit bei den Themen, über die gescherzt wird- das ist für mich britischer Humor. Die Serie Little Britain ist definitiv ein Paradebeispiel dafür aber auch Monty Python oder Mr. Bean stehen für den britischen Humor, den ich unglaublich gerne mag.
Wenn man nicht nur tolle Natur erleben und gutes Essen genießen, sondern auch gemeinsam mit den Menschen dort lachen kann, ist das ganze doch das perfekte Reiseziel. Und das ist Großbritannien für mich wirklich: nach einer Rundreise durch Schottland und einer durch England kann ich sagen, dass ich definitiv nicht genug von der Insel habe und immer wieder dort hin möchte. Es ist einfach immer eine gewisse Sehnsucht nach ein wenig Britain da. Denn ich liebe Großbritannien.
Schwärmt ihr auch von einem bestimmten Land?
Mir wurde warm ums Herz. Ein Gefühl, des zu Hause seins. Was Großbritannien angeht: ich bin einfach verliebt in diese Inseln und wusste eigentlich gar nicht genau, woher mein euphorisches Schwärmen eigentlich kommt. Als ich ein wenig drüber nachgedacht hatte, wurde es mir aber klar und deshalb möchte ich euch hier meine fünf Gründe, Großbritannien zu lieben, vorstellen.
Die Sprache
Es gibt Sprachen, die einfach gut klingen. Wenn man sie dann auch noch versteht, wird es gleich noch besser. Genau das trifft bei mir für das britische Englisch zu. Ich mag die verschiedenen Dialekte von der Insel auch wenn man sie nicht alle auf Anhieb versteht. Sie klingen so schön rau und ursprünglich. Mir gefällt auch, wie die Sprache genutzt werden kann. So viele schöne Sprichwörter und kurze catchy Sätze lassen sich formulieren, die im Deutschen gar nicht möglich sind. Außerdem: es ist genial, aus einfach allem ein Adjektiv machen zu können, indem man nur ein y ans Wortende hängt. Wir haben die Substantivierung und die Briten können aus allem ein Adjektiv machen. I prefer my pirate memory games not too piratey!
Die Natur
Berge im Norden, nach Süden hin flacher werdendes Land und jede Menge Küste - all das und noch mehr bietet das Vereinigte Königreich. Grüne schottische Hügel, bei denen sich auf das Grün ein Schleier in magenta legt, wenn das Heidekraut blüht, steile Küsten, gegen die das Meer rauscht und ein paar Wälder sind einfach zu charmant, um sie nicht zu mögen. Außerdem: wie genial ist es denn eigentlich, vom Meer umgeben zu sein? Egal wo man wohnt - in maximal vier Stunden Autofahrt ist man am Meer!Auch über das Wetter würde ich mich nicht beschweren. Hitze und zu viel Sonne sind eh nicht mein Ding während schlechtes Wetter der perfekte Grund ist, den Tag gemütlich drinnen zu verbringen. Und durch die Pfützen zu hüpfen und sich anschließend mit einem Tee lesend am Kamin aufzuwärmen, ist auch nicht schlecht. Im Gegenteil: es ist britisch!
Die Kultur
Als kultivierte Touristen sind die Briten zwar nicht wirklich bekannt, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Allein die ganzen Bilderbuchschlösser (Sprich: castles) geben jede Menge zu bewunderndes Material für kulturwütige Menschen ab. Alte Bibliotheken, Hochflorteppiche, Kaminzimmer und sorgfältig gepflegte Schlossgärten sind für mich der Inbegriff britischer Castles.Literarisch gibt es neben modernen Schätzen wie Harry Potter auch historisch jede Menge wunderbare Werke, die man lesen und sich nach Großbritannien versetzt fühlen kann. Falls euch da spontan nichts einfällt: Dracula und Robin Hood sind populäre Beispiele.
Musikalisch sagt allein die Kategorie Brit Pop schon, dass die Briten nach den Beatles und den Rolling Stones noch immer was zu bieten haben. Mit dem wundervollen britischen Akzent auch noch zu singen ist halt wunderbar. Darüber hinaus gibt es Überreste römischer Kultur, keltische und walisische Kultur, Dudelsäcke und die seltsame Angewohnheit, Linksverkehr zu praktizieren. Alles sehr liebenswert.
Das Essen
Haute Cuisine assoziiert man vielleicht nicht sofort mit der Insel sondern eher die Gewohnheit, einfach alles zu frittieren. Also nicht nur Fisch oder mit Hack umhüllte Eier sondern auch Schokoriegel. Warum denn auch nicht. Und dann würzt man mit Essig und dieser komischen braunen Sauce. Nun ja. English Breaktfast ist eh berühmt berüchtigt, Kartoffelchips sind dort ernsthaft ein Bestandteil einer nicht wirklich gesunden Mahlzeit und Haggis ist auch recht speziell aber von den eben genannten drei Speisen definitiv mein Favorit. Hauptgerichte sind vielleicht nicht das, was wir auf Anhieb mögen aber in Sachen Gebäck kann man den Briten sofort verfallen.
Sie machen unglaublich tolle Kekse: allen voran das Shortbread, McVities Kekse, Gingerbread, Haferkekse…omnomnomn. Es geht weiter mit all den sündhaft leckeren Kuchen und Sponges, Scones und den Törtchen und Tartes sowie Gurkensandwiches, die zur Teatime verspeist werden.
Auch in Sachen Getränken punktet Großbritannien bei mir: Whisky und Cider, das einzige nicht hochprozentige alkoholische Getränk, das mir wirklich schmeckt, sind großartig. Dann kommt noch das, wofür angeblich alles stehen und liegen gelassen wird und ohne das nichts läuft: TEE! Ich liebe Tee und schwarzen ganz besonders. So eine schöne cup black tea und dazu Shortbread sind das, was ich in meinen Träumen täglich nachmittags zelebriere.
Der Humor
Britain, Britain, Britain!Derber Humor, flache Witze, die schon mal auf die eigenen Kosten gehen und eine gewisse Schmerzlosigkeit bei den Themen, über die gescherzt wird- das ist für mich britischer Humor. Die Serie Little Britain ist definitiv ein Paradebeispiel dafür aber auch Monty Python oder Mr. Bean stehen für den britischen Humor, den ich unglaublich gerne mag.
Wenn man nicht nur tolle Natur erleben und gutes Essen genießen, sondern auch gemeinsam mit den Menschen dort lachen kann, ist das ganze doch das perfekte Reiseziel. Und das ist Großbritannien für mich wirklich: nach einer Rundreise durch Schottland und einer durch England kann ich sagen, dass ich definitiv nicht genug von der Insel habe und immer wieder dort hin möchte. Es ist einfach immer eine gewisse Sehnsucht nach ein wenig Britain da. Denn ich liebe Großbritannien.
Schwärmt ihr auch von einem bestimmten Land?
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