Dienstag, 31. Mai 2011

Unblogg it

Bestimmte Themen tauchen immer und immer wieder in der Bloggersphäre auf und einige davon klicke ich inzwischen genervt weg. Und da ich kürzlich High Fidelity gelesen habe, muss ich jetzt auch meine Top 10 der nervigsten Postthemen aufstellen.

Falls die Liste gut ist kann ich sie ja an RTL weitersenden. Denn die machen nur allzu gern ganze Sendungen mit diesem ˝hema.

1.NOTD aka Nails Of The Day

Warum verspürt gefühlt jeder zweite Blogger den Drang, die Keratinplatten auf seinen digitis farbenfroh anzupinseln und in die Kamera zu halten?
Anfangs ist es ja recht unterhaltsam und vor allem geistig leicht verdaulich, doch irgendwann kollabiert die Netzhaut. Außerdem interessiert es mich nicht wirklich, da die meisten Lacke nicht mehr erhältlich sind, ich mir die Nägel sowieso maximal mit Klarlack bepinsele und sämtliche NOTDs letztendlich gleich aussehen.
Außerdem kann es auch nicht besonders förderlich für die Nägel sein, täglich mit Nagellackentferner abgeschrubbt und sofort neu versiegelt zu werden.

Und nein: ein FOTD ist keine Alternative. Denn es ist genauso nichtssagend und wirkt als ob der entsprechende Blogger nur seine Quote an täglichen Posts erfüllen wollen würde. Zudem kann ich mir bei so manchem farbenreichen Kunstwerk nicht vorstellen, dass die entsprechende Person so das Haus verlassen würde.

2. Werbung

Ist ja wirklich toll, dass Blogger xyz vom Onlineshop schnaufgrauf kostenfrei zu Probezwecken einen 20€ Gutschein bekommt. Doch lesen möchte ich die vom Shop als Bedingung für den Gutschein vorgeschriebenen Posts darüber nicht. Beim ersten oder zweiten Post über einen Anbieter ist es noch informativ, doch dann bin ich einfach nur noch genervt davon, wie die Blogger bestochen werden.

Teilweise gelange ich sogar zu dem Punkt der Erkenntnis, dass es in dem Blog nicht mehr um die Meinung des Bloggers geht, sondern dass er zu einer Werbeplattform für einen oder auch gleich mehreren Anbietern verkommen ist.

Merke: Hinter dem Button Monetisieren lauern Seelenfänger, mit denen nicht alle umgehen können.

3. Das Kalkwand Phänomen

OMG - ich bin solch ein Bleichgesicht, dass nicht einmal die hellste Foundation in 000001 Arctic Snow zu meinem Teint passt. Keiner versteht mich, denn ich bin die einzige bleiche Person in der westlichen Hemisphäre.
Ich würde ja Mitleid haben, wenn ich dieses Problem nicht auf fast jedem Beautyblog geschildert bekommen würde. Auch ich bin nicht gerade von der Sonne geküsst was meine Hautfarbe angeht und damit eine von vielen. Inzwischen hat natürlich auch die Kosmetikindustrie die Nachfrage nach hellen Produkten zur optischen Teintverbesserung erkannt und sich darauf eingestellt.
Also will ich kein Gejammer mehr hören.

Sattdessen würde ich lieber einmal den umgekehrten Fall hören. Das wäre aber verständlicher, denn ich habe noch nie dunkelbraune Foundation und Puder für dunkle Hauttypen gesehen. Und dabei denke ich nicht an die Jünger der Sonnenbank sondern an Negride. 

4. Freitagsfüller

Oder Montagsfüller. Oder Donnerstagsfüller - es ist immer das gleiche Prinzip: ein paar Wortgruppen werden vorgegeben und der Blogger muss entsprechend seiner momentanen Stimmung ergänzen. Meist wird das wenig kreativ abgehandelt und mit unbedeutenden Fakten gefüllt. Aber der Blogger hat mal wieder seinen Post pro Tag geschafft

Toll ist ein Freitagsfüller nur, wenn der Schreiber dessen sich etwas lustiges einfallen lässt und das ganze Prozedere nicht zu ernst nimmt.



Eigentlich wollte ich die Liste ja auf zehn Punkte ausdehnen, aber die Dinge, die mich wirklich stören sind schon genannt worden. Daher wird die Kategorie bei Bedarf erweitert.

Ich möchte hiermit nur erwähnen, was mich an Blogs generell nervt und keine Hasskommentare ernten. Und erst recht keine anonymen.
Denn ich befürworte es, seine Meinung auszusprechen, doch sollte man sich auch zu seiner Stellung bekennen.

Apfelkern

Montag, 30. Mai 2011

Melodien: aufgedreht

Es geht weiter mit meiner Auswahl von Liedern, die mich in eine bestimmte Stimmung versetzen.
Bestimmte Lieder drängen einfach zum Aufstehen und Herumspringen. So ist es auch bei Le Pop von Katzenjammer.

Wirklich bekannt ist die Gruppe der vier Norwegerinnen Anne Marit Bergheim, Marianne Sveen, Solveig Heilo und Turid Jørgensen noch nicht. Jedoch haben sie die besten Vorraussetzungen es zu werden.
In ihrer Musik mischen sie Elemente von Folk, Rock, Pop und Country. Gesungen wird dazu in Englisch. Eine Besonderheit der vier ist, dass man ihnen keine konkrete Position in der Band  á la Solveig ist die Drummerin zuordnen kann, da sie alle sehr viele Instrumente spielen und sich auf der Bühne während der Show regelmäßig abwechseln. Das iost gelebte Gleichberechtigung - jede von ihnen darf auch einmal die erste Stimme singen.
Außerdem nutzen sie eine große Bandbreite von Instrumenten: vom Akkordeon über Balalaika, Zither und Ukulele kommen auch gern einmal eine Trompete oder auch ein Waschbrett zum Einsatz.
Kreativ ist nicht nur ihre Musik sondern wie ihr auf dem Bild bewundern könnt auch ihre Kleidung.

Empfohlen wurde mir die Gruppe von Karo und im April besuchten wir ein Konzert von ihnen und waren mitgerissen, da sie fast alle Lieder des großartigen Albums Le Pop sowie noch eine Menge neuer spielten. Doch noch wichtiger war die lebensfrohe Ausstrahlung der Band. Sie scherzten mit dem Publikum, tanzten lustig und fühlten sich einfach wohl auf der Bühne und steckten uns mit ihrem natürlichen Charme an.

Das Lied Le Pop hat keinen wirklichen tieferen Sinn, doch es weckt immer den Wunsch zu tanzen in mir und genau diese mitreißende Stimmung liebe ich an dem Lied.


   

Und weil der Text auch sehr eingängig und simpel ist, kann man wunderbar mitsingen (äh... gröhlen). Das dachte ich mir auch während des Konzerts - allerdings hatte ich da nicht mit dem Einfallsreichtum der vier Energiebündel gerechnet, die dann den Song auf Deutsch sangen. Na ja, eher versuchten. Denn die Variante hörte sich so an, als wäre sie mit einem nicht wirklich gutem Übersetzer erstellt worden.

Da Katzenjammer mir live so gut gefallen haben, lagern die Karten für ihr Konzert am 10. November dieses Jahres in der Berliner Columbiahalle schon bei mir.

Apfelkern

Sonntag, 29. Mai 2011

Mode für den Herrn

Jetzt wird es langsam wieder wärmer und im Kleiderschrank fangen Röcke, kurze Hosen und Kleider langsam an, die Vorherrschaft zu übernehmen - zumindest im Kleiderschrank der Frau. Doch was ist mit den Männern?

In Sachen Beinkleidung ändert sich höchstens die Länge und das Material, eine Hose muss der Mann aber immer tragen, um gesellschaftlich in unseren Breiten akzeptiert zu werden. Männerröcke werden zwar gelegentlich von Designern gehypt - aber mal ehrlich, kein ernstzunehmender Mann trägt sie außerhalb der Karnevalszeit.

colour blocking
Auch hinsichtlich der Farbauswahl. sieht es eher dürftig für den seriösen Mann aus. Während die Damenwelt regelmäßig wechselnde Trendfarben wie Lila, Türkis oder gern auch einmal Pastelltöne tragen kann. Sogar mit Kleidung im Stil des gepriesenen colour blocking dürfen wir uns aus dem Haus wagen.
Dagegen kann Mann zwischen schlichtem Schwarz, Dunkelblau und dunklem Rot oder Grün wählen, sich aus diversen Braunnuancen und Beigetönen bedienen. Aber  an Pastelltönen und leuchtenden Farben haben sie sich bitte schön nicht zu vergreifen. Das dürfen maximal kleine Jungs.

Die modische Einschränkung des Mannes setzt sich fort, wenn es an die Bademode geht. Für die Frau gibt es Bikinis, Tankinis, Monokinis, Bandeau und Höschen, Badeanzüge und gern auch einmal die längeren boxershortartigen Badehosen zum Bikinioberteil. Der Mann kann zwischen langer und kurzer Badehose wählen. Das Muster dazu sollte aber auch nicht zu auffällig sein.
Das gleiche trifft auf die Herrenunterwäsche zu.

Auch bei den Schuhe herrscht ein ungeschriebenes Gesetz, das besagt, dass sportliche Typen Turnschuhe tragen und der Rest dunkle (Leder-) Schuhe und im Sommer Sandaletten. Na gut, Badelatschen sind gelegentlich auch mal drin.
Da ist es doch kein Wunder, dass Frauen fast immer mehr Schuhe haben: die Auswahl ist einfach größer. Außerdem braucht man ja zu den vielen verschiedenfarbigen Kleidungsstücken auch ein passendes Paar Schuhe.

In vielen Aspekten musste sich die Frau emanzipieren, doch was Kleidung betrifft, ist der Mann doch recht eingeschränkt. Was würde man über ein männliches Wesen denken, dass mit einem Cocktailkleid umherläuft? Tragen wir "männliche" Kleidung heißt das boyfriend style und ist trendig und völlig legitim.

Eigentlich fällt mir spontan nur eine Männerdomäne in der  Mode ein: der Aktenkoffer. Damit habe ich nun wirklich noch keine Frau herumlaufen sehen.

Apfelkern

Samstag, 28. Mai 2011

Der Mensch ist melodisch

Den ganzen Tag lang umgibt sie uns: die Musik. Doch sie schwirrt nicht als Schallwelle um uns herum, sondern beeinflusst unsere Stimmung.

Und da das Thema der Musik von meinem Blog bisher nur peripher tangiert wurde, will ich mich jetzt den Liedern widmen, die mich sofort in eine bestimmte Stimmung versetzen.

1. glücklich

Das Lied dazu kommt von den Ärzten. Im deutschsprachigen Raum ist die Gruppe zumindest vom Namen her bekannt und vielen sind ihre Erfolge wie Männer sind Schweine, Junge oder Lasse reden bekannt. So ging es auch mir. Mein Interesse für die drei Musiker war minimal, bis ich sie im April als Überraschungsgäste als Vorgruppe bei einem Konzert von Bonaparte sah.  Und das erste Lied, das sie spielten riss mich gleich vollkommen mit und versetze mich in eine höchst euphorische Stimmung.

Wieder daheim musste ich sofort den Titel ecosieren. Vom Text war nur noch der Himmel ist blau, yeah! hängen geblieben und viel mehr war wegen des Gegröles sowieso nicht zu verstehen gewesen.


Und so fand ich heraus, dass der Titel vom Album Jazz ist anders stammt und Himmelblau heißt. Schnell war recherchiert, dass die örtliche Bibliothek das Album hat und kurz darauf hatte ich es zu hause. Aufgeregt wurde die CD im lustigen Pizza Karton in die Anlage geschoben. Und welches Lied erklang zuerst? Himmelblau!!!

Das ganze Album ist genial, die Lieder vereinigen Kritik und Witz. Beispielsweise fordern die Ärzte in "Tu das nicht" zum Kauf ihrer Musik  statt illegalem Download auf, da die Musikindustrie ihnen ja auch nur ein Taschengeld gibt. Auf dem Konzert sagten sie ganz passend, dass die Alben ihre Straßenfeger wären. Für alle, die mit dem Begriff Straßenfeger nichts verbinden: es ist eine Obdachlosenzeitung, von deren Verkauf ein Großteil an die Bedürftigen geht.


Und nun zurück zum Lied. Es macht einem Hoffnung und die Melodie reißt mich einfach immer mit. Darum will ich es euch nicht weiter vorenthalten





Meine Lieblingsstelle ist :

Du hast kein klares Ziel, aber Millionen Möglichkeiten
Ein gutes Gefühl - und du weißt, es wird gut für dich ausgehn, yeah



Ich bin Schülerin und muss schon bald die wichtige Entscheidung treffen, wie es nach der Schule weitergeht. Und oft sorgt mich der Gedanke der Studienwahl und allem dazugehörenden. Daher liebe ich diese unglaubliche positive Stimmung, welche dieses Lied verbreitet. Es steht mir alles offen und egal, wofür ich mich entscheide; es wird gut für mich ausgehen.
Yeaaaah!
Und hier den Song noch einmal in der Live-Version so wie ich ihn zum ersten mal gehört habe. Die Qualität des Videos ist zwar eher rauschend als berauschend, doch die Stimmung während des Auftrittes wird damit optimal wiedergegeben.


Freitag, 27. Mai 2011

Teufelszeug

In der Küche sah ich gerade folgenden Tatort:


Ich konnte mir denken, was geschehen war, obwohl meine Erinnerung nur unscharf ist.  Aber: wollt ihr wirklich wissen, was geschehen ist? Denn es gibt einen Punkt, an dem man nicht mehr umkehren kann...


Donnerstag, 26. Mai 2011

Juhu!

Muss ich noch etwas dazu sagen?
Nein.

 Danke schön fürs Lesen. Und ab sofort arbeite ich an exponentiell steigenden Leserzahlen.

Apfelkern