Der Sommer ist eigentlich nicht unbedingt meine liebste Jahreszeit. Brennend heiße Sonne, man schwitzt im Alltag während man in Kleidung, die öffentlichkeitstauglich und ausreichend bedeckend sein muss, viel zu viel Zeug umher schleppt. Um als Mensch beeindruckend heller Haut nicht gleich in den gerösteten und verbrannten Zustand überzugehen, muss man sich den ganzen Sommer lang an allen exponierten Stellen mit Sonnencreme einreiben. Und während man so in seiner eigenen Cremeschicht mariniert wird und an sich selbst kleben bleibt, schwitzt man noch bei jeder Bewegung vor sich hin und ist jeglicher Belastung abgeneigt.
All das assoziiere ich mit Sommer, wenn man mich danach fragt.
Heute bin ich mit dem Rad unterwegs gewesen. Auf dem Radweg entlang des Rapsfeldes durch die schon lauwarme Luft zu fahren war wunderbar. Der Duft des Rapsfeldes lag schwer und süß in der Luft, das Gelb leuchtete schon fast zu kitschig um angenehm zu sein. Es fühlte sich fast an wie ein warmer Sommerabend - die Zeit, die ich am Sommer am meisten mag.
Denn Abends hat sich die Sonne und damit die sengende Hitze verzogen und es bleibt nur die angenehme Wärme, die Boden und Asphalt noch ausstrahlen. Es ist so ein Wetter, bei dem man nachts gerne einfach mit dem Rad so schnell fährt, wie man kann, nur um sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen und all die Gerüche des Sommers aufzunehmen. Und dabei schreit man in unbeobachteten Momenten seine Lebensfreude heraus, während man den Sommer fühlt. Das sind sehr glückliche und unbeschwerte Momente, die ich mit solchem Wetter verbinde.
Im Sommer ist sogar der Regen schön. Eigentlich ist es ja bloß lästig, nass zu werden und besonders als Brillenträger ist es ein zusätzliches Grauen, vor lauter Wassertropfen auf der Sehhilfe halb blind durch die Gegend irren zu müssen. Dennoch ist im Sommer Regen schön. Manchmal zumindest.
Ich mag es, wie sich der Regen ankündigt. Der Himmel wird grau und düster während doch alles so grün und frisch aussieht. In der sommerlichen Wärme wirkt das Gewitterszenario nicht so bedrohlich. Im Sommer ist ein Regenguss fast etwas erleichterndes. Da kann man auch mal die Brille absetzen und sich in den Regen stellen, um die Erfrischung zu genießen.
Ein Genuss ist auch der Geruch des Regens. Es ist ein wundervoller Geruch, der Sommer, Glück und irgendwie auch Freiheit für mich bedeutet. Er hat sogar einen Namen, der so magisch klingt wie er riecht: Petrichor. Ein Wort, das ich mit diesem ganzen Zauber des Sommerregens verbinde, den ich so sehr liebe.
Und als ich da auf dem Weg zum Einkaufen am Radweg entlang fuhr, deutete sich am Horizont über dem leuchtend gelben Feld eine graue Wolkenfront an. Es war warm.
Als ich aus dem Laden kam, hatte es begonnen, ganz leicht zu nieseln. Es war ein tolles Gefühl, ein Moment, den man am liebsten teilen würde, weil er so schön ist. Ich habe ihn dankbar allein genossen und mich daran erinnert, dass Sommer doch nicht nur grässliche Hitze, Vorbereitung auf die Prüfungen während man gegen das eigene Schmelzen kämpft und Sonnenbrand bedeutet. Ich fürchte, ich freue mich sogar schon auf den Sommer. Und auf Petrichor.
Apfelkern
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Donnerstag, 30. April 2015
Mittwoch, 9. Mai 2012
Nachtaktiv und eingeschlafen
Aufregung, Herzklopfen im Vorfeld, dann im gefürchteten Moment das Gefühl der Taubheit, die Zeitlupenwahrnehmung. Ich war aufgeregt, mir war vor Nervosität schlecht und ich habe die mündliche Prüfung überlebt; einfach so. Im Nachhinein ist man immer schlauer und weiß nun natürlich, dass die ganze Aufregung umsonst und die Anforderungen überbewertet sind. Ich bin trotzdem recht froh, diesen Punkt nun abhaken zu können.
Danach wurde die bleischwere innere Ruhe sofort durch einen Adrenalinstoß weggespült. Erleichterung und Glücksgefühle sofort. Endlich kann ich wieder zu einem nichtprüfungsbezogenen Buch greifen, ohne ein schlechtes Gewissen eigentlich lernen zu müssen zu haben.
Die Liste der Dinge, die man machen will, ist gefühlt endlos. Lektüre, Filme, Freunde, Familie, Zukunft, Blogs, Podcasts hören, Handarbeiten, Aufräumen, Schlaf, Leben - alles wurde auf die Zeit nach den Prüfungen verschoben. Die ist jetzt.
Und obwohl ich jeden Tag 24 Stunden zur Verfügung habe, bemerke ich immer wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Weil das Aufräumen länger dauert, man sich vor Filme mit Überlänge setzt, die Gespräche mit Freunden in stundenlange Redeorgien ausarten oder das tausendseitige Buch sich auch nicht von allein liest. Nicht vergessen darf man auch die Zeit für das Essen, Hygiene und Schlafen. Und schon sind vierundzwanzig Stunden wieder weg.
Eigentlich erwartet man, dass die Zeit schneller vergeht wenn man unter Stress steht, doch Freizeit vergeht mindestens genauso schnell. Mindestens, wenn nicht noch schneller.
Ich habe das Gefühl, nachts produktiver zu sein als am Tag. Vielleicht kommt der Gedanke daher, dass mich zu der Zeit niemand mehr in meiner Tätigkeit unterbricht, da viele bereits schlafen. Möglicherweise entsteht diese Wahrnehmung auch nur, weil die anderen schlafen, während ich noch aktiv bin. Als würde man Zeit gewinnen, die andere einfach verschlafen.
Nachts habe ich das Gefühl, am kreativsten zu sein.
Und um diese Phase ausnutzen zu können, bleibe ich natürlich auch länger wach. Zu Beginn kommt man sich noch ein wenig sonderbar vor, wenn um zehn Uhr abends Ruhe im Haus einkehrt, man selbst aber gerade die höchste Aktivitätsphase erreicht, doch man gewöhnt sich daran.
Wie heißt es so schön? Es gibt die Eulen und die Lerchen - die späten und die frühen Vögel. Da wundert es mich wenig, dass die Eulen momentan so hochgejubelt und beliebt sind. Schließlich stehen sie für die schönste Zeit des Tages.
Doch selbst wenn ich bis halb zwei wach war, verschlafe ich ungern den kompletten Vormittag. Es gibt mir das Gefühl, etwas zu verpassen, mich selbst abzukapseln. Das Tageslicht und Gesellschaft sind eben doch etwas, das ich schätze.
So bin ich inzwischen dazu übergegangen, spät schlafen zu gehen und dennoch um acht oder halb neun das Bett wieder zu verlassen. Dauerhaft, nicht nur für einen Toilettengang. Fünf oder sechs Stunden Schlaf scheinen gewöhnlich auch zu reichen.
Und dennoch gibt es da Tage, an denen es nicht reicht: müde tippt und liest man, bemerkt kaum noch die eigene Tätigkeit. Eine Sekunde der Unachtsamkeit und die Augenlider fallen herab, man verfällt in einen Standby-Zustand des körperlichen Verharrens und des geistigen Aufbegehrend gegen die lähmende Müdigkeit. Man kämpft gegen den Schlaf genauso an wie gegen den Hinweis der Vernunft, nun endlich mal die Augen zu öffnen und weiterzumachen oder auch einfach ins Bett zu gehen. Die Lider flattern im letzten Widerstand gegen den Schlaf.
So entschied ich mich gestern, doch vor um eins ins Bett zu gehen. Luschig.
Hätte ich weiter an diesem Post getippt, wäre er genau wie ich gedanklich immer weiter abgedriftet. Obwohl das bei den anderen im Halbschlaf beendeten Beiträgen auch anscheinend noch keinem aufgefallen ist...
Nachts erscheint mir alles viel intensiver, man ist weniger abgelenkt von seiner Umgebung und kann sich besser auf etwas fokussieren.
Bevor ich gestern so früh vor der Müdigkeit kapitulierte, war ich skaten. Eigentlich wollte ich die letzte Abendsonne dabei genießen, wie in schlechten Kitschfilmen dem Sonnenuntergang auf den Rollen entgegengleiten, doch dafür fuhr ich schon etwas zu spät los. Es wurde ein Skaten in der Dämmerung, der frühen Nacht. Ich war allein auf dem glatten Asphaltweg zwischen Wiesen und Bäumen entlang einem Stückchen Heide. Der Himmel hatte schon das Grau der Dämmerung angenommen und sich doch noch einen Schimmer der orangen Abendsonne bewahrt, es war angenehm warm ohne zu heiß zu sein. Die Vögel zwitscherten aufgeregt als wäre es helllichter Tag. Von anderen Menschen war auf dem Weg nichts zu sehen, es war wohl schon zu spät für die meisten von ihnen, doch die Tiere waren noch wach. Sie schienen genau wie ich recht nachtaktiv zu sein.
Ich bildete mir ein, Grillen zirpen zu hören. Insekten tanzten über dem aufgeheizten Weg. Ein Gefühl, als wäre es mitten im Sommer. Vielleicht ist es in der Savanne genauso, die Savannen meiner Vorstellung sehen jedenfalls so aus. Nur statt Asphaltweg gibt es Sandwege und Wasserlöcher mit wilden Tieren.
Lauer Abendwind und grüne Blätter, die von diesem bewegt mir zuwinkten. In der Geschwindigkeit des Skatens verschwamm alles zu einem sommerlichen Wirbel. Laternen gibt es nur in großen Abständen entlang des Weges, aber da das Licht uns inzwischen schon so viele Stunden erhalten bleibt, waren sie auch nicht wirklich nötig. Die gelegentlich auftauchenden Pfosten auf dem Weg erkannte ich auch so noch rechtzeitig. Das Licht hätte auch die Abendstimmung ruiniert.
Aus dem Geschwindigkeitsrausch, den Erlebnissen des Tages, dem Ambiente und den leisen, unterschwelligen Pianoklängen aus den Kopfhörern formte sich eine Abendeuphorie, ein Gefühl des Lächelns. Am Tage wäre es nicht so schön gewesen. Schon allein die erstaunte Verzückung, wenn die dunkle Laterne plötzlich angeht, sobald man unter ihr durchfährt, würde fehlen.
Momente in denen man sich wünscht, nicht schlafen zu müssen, um den gesamten Tag nutzen zu können. Und doch ist Schlaf auch etwas angenehmes, allein schon wegen der Wärme des Bettes und den wirren Träumen. Trotzdem bin ich entschlossen, ihn heute länger auf mich warten zu lassen.
Apfelkern
Danach wurde die bleischwere innere Ruhe sofort durch einen Adrenalinstoß weggespült. Erleichterung und Glücksgefühle sofort. Endlich kann ich wieder zu einem nichtprüfungsbezogenen Buch greifen, ohne ein schlechtes Gewissen eigentlich lernen zu müssen zu haben.
Die Liste der Dinge, die man machen will, ist gefühlt endlos. Lektüre, Filme, Freunde, Familie, Zukunft, Blogs, Podcasts hören, Handarbeiten, Aufräumen, Schlaf, Leben - alles wurde auf die Zeit nach den Prüfungen verschoben. Die ist jetzt.
Und obwohl ich jeden Tag 24 Stunden zur Verfügung habe, bemerke ich immer wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Weil das Aufräumen länger dauert, man sich vor Filme mit Überlänge setzt, die Gespräche mit Freunden in stundenlange Redeorgien ausarten oder das tausendseitige Buch sich auch nicht von allein liest. Nicht vergessen darf man auch die Zeit für das Essen, Hygiene und Schlafen. Und schon sind vierundzwanzig Stunden wieder weg.
Eigentlich erwartet man, dass die Zeit schneller vergeht wenn man unter Stress steht, doch Freizeit vergeht mindestens genauso schnell. Mindestens, wenn nicht noch schneller.
Ich habe das Gefühl, nachts produktiver zu sein als am Tag. Vielleicht kommt der Gedanke daher, dass mich zu der Zeit niemand mehr in meiner Tätigkeit unterbricht, da viele bereits schlafen. Möglicherweise entsteht diese Wahrnehmung auch nur, weil die anderen schlafen, während ich noch aktiv bin. Als würde man Zeit gewinnen, die andere einfach verschlafen.
Nachts habe ich das Gefühl, am kreativsten zu sein.
Und um diese Phase ausnutzen zu können, bleibe ich natürlich auch länger wach. Zu Beginn kommt man sich noch ein wenig sonderbar vor, wenn um zehn Uhr abends Ruhe im Haus einkehrt, man selbst aber gerade die höchste Aktivitätsphase erreicht, doch man gewöhnt sich daran.
Wie heißt es so schön? Es gibt die Eulen und die Lerchen - die späten und die frühen Vögel. Da wundert es mich wenig, dass die Eulen momentan so hochgejubelt und beliebt sind. Schließlich stehen sie für die schönste Zeit des Tages.
Doch selbst wenn ich bis halb zwei wach war, verschlafe ich ungern den kompletten Vormittag. Es gibt mir das Gefühl, etwas zu verpassen, mich selbst abzukapseln. Das Tageslicht und Gesellschaft sind eben doch etwas, das ich schätze.
So bin ich inzwischen dazu übergegangen, spät schlafen zu gehen und dennoch um acht oder halb neun das Bett wieder zu verlassen. Dauerhaft, nicht nur für einen Toilettengang. Fünf oder sechs Stunden Schlaf scheinen gewöhnlich auch zu reichen.
Und dennoch gibt es da Tage, an denen es nicht reicht: müde tippt und liest man, bemerkt kaum noch die eigene Tätigkeit. Eine Sekunde der Unachtsamkeit und die Augenlider fallen herab, man verfällt in einen Standby-Zustand des körperlichen Verharrens und des geistigen Aufbegehrend gegen die lähmende Müdigkeit. Man kämpft gegen den Schlaf genauso an wie gegen den Hinweis der Vernunft, nun endlich mal die Augen zu öffnen und weiterzumachen oder auch einfach ins Bett zu gehen. Die Lider flattern im letzten Widerstand gegen den Schlaf.
So entschied ich mich gestern, doch vor um eins ins Bett zu gehen. Luschig.
Hätte ich weiter an diesem Post getippt, wäre er genau wie ich gedanklich immer weiter abgedriftet. Obwohl das bei den anderen im Halbschlaf beendeten Beiträgen auch anscheinend noch keinem aufgefallen ist...
Nachts erscheint mir alles viel intensiver, man ist weniger abgelenkt von seiner Umgebung und kann sich besser auf etwas fokussieren.
Bevor ich gestern so früh vor der Müdigkeit kapitulierte, war ich skaten. Eigentlich wollte ich die letzte Abendsonne dabei genießen, wie in schlechten Kitschfilmen dem Sonnenuntergang auf den Rollen entgegengleiten, doch dafür fuhr ich schon etwas zu spät los. Es wurde ein Skaten in der Dämmerung, der frühen Nacht. Ich war allein auf dem glatten Asphaltweg zwischen Wiesen und Bäumen entlang einem Stückchen Heide. Der Himmel hatte schon das Grau der Dämmerung angenommen und sich doch noch einen Schimmer der orangen Abendsonne bewahrt, es war angenehm warm ohne zu heiß zu sein. Die Vögel zwitscherten aufgeregt als wäre es helllichter Tag. Von anderen Menschen war auf dem Weg nichts zu sehen, es war wohl schon zu spät für die meisten von ihnen, doch die Tiere waren noch wach. Sie schienen genau wie ich recht nachtaktiv zu sein.
Ich bildete mir ein, Grillen zirpen zu hören. Insekten tanzten über dem aufgeheizten Weg. Ein Gefühl, als wäre es mitten im Sommer. Vielleicht ist es in der Savanne genauso, die Savannen meiner Vorstellung sehen jedenfalls so aus. Nur statt Asphaltweg gibt es Sandwege und Wasserlöcher mit wilden Tieren.
Lauer Abendwind und grüne Blätter, die von diesem bewegt mir zuwinkten. In der Geschwindigkeit des Skatens verschwamm alles zu einem sommerlichen Wirbel. Laternen gibt es nur in großen Abständen entlang des Weges, aber da das Licht uns inzwischen schon so viele Stunden erhalten bleibt, waren sie auch nicht wirklich nötig. Die gelegentlich auftauchenden Pfosten auf dem Weg erkannte ich auch so noch rechtzeitig. Das Licht hätte auch die Abendstimmung ruiniert.
Aus dem Geschwindigkeitsrausch, den Erlebnissen des Tages, dem Ambiente und den leisen, unterschwelligen Pianoklängen aus den Kopfhörern formte sich eine Abendeuphorie, ein Gefühl des Lächelns. Am Tage wäre es nicht so schön gewesen. Schon allein die erstaunte Verzückung, wenn die dunkle Laterne plötzlich angeht, sobald man unter ihr durchfährt, würde fehlen.
Momente in denen man sich wünscht, nicht schlafen zu müssen, um den gesamten Tag nutzen zu können. Und doch ist Schlaf auch etwas angenehmes, allein schon wegen der Wärme des Bettes und den wirren Träumen. Trotzdem bin ich entschlossen, ihn heute länger auf mich warten zu lassen.
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Donnerstag, 22. März 2012
Frühjahrseuphorie
Ich fühle mich beschwingt und leicht. Morgens ist es schon hell, wenn der Wecker klingelt, die Temperaturen bleiben über dem Gefrierpunkt. Endlich braucht man beim morgendlichen Radfahren keine Handschuhe mehr und kann auf die Mütze verzichten ohne dass die Ohren gefroren abfallen. Das Grün treibt aus, die ersten Blüten recken sich der Sonne entgegen und die Vögel singen wunderbar. Wahrscheinlich ist der aufmunternde Vogelgesang neben dem Grün der Pflanzen das, was mir im Winter am meisten fehlt.
Das Jahr hat Knospen gebildet, man weiß, dass man noch Zeit bis zum Sommer hat; Zeit, dieses Jahr zu einem schönen zu machen. Man ist tatendurstig und euphorisch. Ich habe Lust, einfach loszulaufen. Es drängt mich nach draußen, ich sehne mich nach Luft, Sonne, Bewegung und frischem Grün. Es ist die Jahreszeit für Salat aus den ersten zarten Löwenzahnblättern und die ersten Barfußgänge durch den Garten. Zeit, zu sähen und etwas zu schaffen.
Ich möchte laute Musik hören und tanzen, lachen und Zeit mit meinen Freunden verbringen. Den Frühling gilt es in einem Rausch der Euphorie zu genießen und die Wiederauferstehung der Natur zu zelebrieren. Darüber möchte ich gar nicht nachdenken, es reicht für einen Moment einfach, glücklich zu sein. Ich will meine Freude teilen, die Begeisterung weitergeben.
Der Sommer mit seinen lauen Abenden voller Grilldüften, Lachen, Gesprächen und Momenten des Glücks steht bevor; man kann es schon fast spüren. Ich freue mich auf den Sommer mit ausgiebigen Bädern im See und den dazugehörigen Nachtbädern. Sonnencreme, Sonnenbrand, Sommersprossen, Hitzestarre.
Noch aber ist die Wärme sanft und nahezu liebkosend. So wie es die Keimlinge nicht länger in der muffigen Dunkelheit der Erde aushalten, drängt es auch mich ins Licht. Auch wenn ich den Winter liebe, zweifle ich genau das in dieser erwachenden Jahreszeit an. Das Lebendige ist doch so viel aufregender als die ruhende Stille!
Man fühlt sich so bewusst lebendig und doch bleibt man sitzen und lässt sich vom Alltagstrott zum Weitergehen zwingen. Abiturprüfungen, Ostergeschenke, Universitätshomepages, sich häufende Feiern - und schon wird der Frühling, den zu genießen man sich doch vornahm vorbei sein. In seinem Inneren fühlt man den Drang, einfach loszurennen und doch bewegt man sich nicht vom Fleck. Schließlich kann man auch sitzend den Wind im Haar spüren, doch wird er nie so intensiv und nah erscheinen. Am liebsten würde man alles umräumen, hat aber durch den Alltagsstress keine Zeit dafür. Zumindest sagt man sich das und weiß dabei genau, wie viel Zeit man an unnütze Dinge verschwendet.
Dann schlafe ich einfach weniger - den Frühling in all seiner mitreißenden Kraft will ich aber auskosten.
Der Himmel ist blau!
Das Jahr hat Knospen gebildet, man weiß, dass man noch Zeit bis zum Sommer hat; Zeit, dieses Jahr zu einem schönen zu machen. Man ist tatendurstig und euphorisch. Ich habe Lust, einfach loszulaufen. Es drängt mich nach draußen, ich sehne mich nach Luft, Sonne, Bewegung und frischem Grün. Es ist die Jahreszeit für Salat aus den ersten zarten Löwenzahnblättern und die ersten Barfußgänge durch den Garten. Zeit, zu sähen und etwas zu schaffen.
Ich möchte laute Musik hören und tanzen, lachen und Zeit mit meinen Freunden verbringen. Den Frühling gilt es in einem Rausch der Euphorie zu genießen und die Wiederauferstehung der Natur zu zelebrieren. Darüber möchte ich gar nicht nachdenken, es reicht für einen Moment einfach, glücklich zu sein. Ich will meine Freude teilen, die Begeisterung weitergeben.
Der Sommer mit seinen lauen Abenden voller Grilldüften, Lachen, Gesprächen und Momenten des Glücks steht bevor; man kann es schon fast spüren. Ich freue mich auf den Sommer mit ausgiebigen Bädern im See und den dazugehörigen Nachtbädern. Sonnencreme, Sonnenbrand, Sommersprossen, Hitzestarre.
Noch aber ist die Wärme sanft und nahezu liebkosend. So wie es die Keimlinge nicht länger in der muffigen Dunkelheit der Erde aushalten, drängt es auch mich ins Licht. Auch wenn ich den Winter liebe, zweifle ich genau das in dieser erwachenden Jahreszeit an. Das Lebendige ist doch so viel aufregender als die ruhende Stille!
Man fühlt sich so bewusst lebendig und doch bleibt man sitzen und lässt sich vom Alltagstrott zum Weitergehen zwingen. Abiturprüfungen, Ostergeschenke, Universitätshomepages, sich häufende Feiern - und schon wird der Frühling, den zu genießen man sich doch vornahm vorbei sein. In seinem Inneren fühlt man den Drang, einfach loszurennen und doch bewegt man sich nicht vom Fleck. Schließlich kann man auch sitzend den Wind im Haar spüren, doch wird er nie so intensiv und nah erscheinen. Am liebsten würde man alles umräumen, hat aber durch den Alltagsstress keine Zeit dafür. Zumindest sagt man sich das und weiß dabei genau, wie viel Zeit man an unnütze Dinge verschwendet.
Dann schlafe ich einfach weniger - den Frühling in all seiner mitreißenden Kraft will ich aber auskosten.
Der Himmel ist blau!
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Freitag, 19. August 2011
Ein Märchen
Was macht man Blogger, wenn die Zeit begrenzt ist und die Leser trotzdem unterhalten werden sollen? Korrekt, man setzt ihnen einen Haufen Bilder vor.
Anlass dazu war ein kleiner Kohlweißling in unserer Garage. Als ich mein Fahrrad hineinschob entdeckte ich, dass er immer wieder verzweifelt gegen das Fenster flatterte. Da konnte ich nicht tatenlos zusehen.
Und wenn er nicht gestorben ist, dann tanzt er noch heute um Blüten herum.
Anlass dazu war ein kleiner Kohlweißling in unserer Garage. Als ich mein Fahrrad hineinschob entdeckte ich, dass er immer wieder verzweifelt gegen das Fenster flatterte. Da konnte ich nicht tatenlos zusehen.
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| Einst sah zarter Kohlweißling sehnsüchtig aus dem unüberwindbaren Fenster. |
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| Mit aller Kraft flog er dagegen, um vielleicht doch hinauszukommen. |
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| Dies muss doch der Ausgang sein! Das Licht scheint doch hindurch! |
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| Es geschah, was wir längst ahnten: das Fenster war stärker als der kleine Kohlweißling. |
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| Da näherte sich ein rosa Fleischklumpen. Der Schmetterling war so verängstigt, dass er starr sitzen blieb. |
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| Irgendwann setzte er sich jedoch auf den rosa Klumpen und wurde auf wundersame Weise ins Freie gebracht. |
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| Vor lauter Freude, endlich wieder den Wind und die Sonne (ähm, hier den beginnenden Regen) zu spüren, begann er sich sicherer zu fühlen. |
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| Und so zeigte sich sein verborgenes Talent als Model. Selten einen derart fotogenen Schmetterling getroffen! |
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| Er posierte anmutig auf Gipfeln balancierend. |
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| Er trippelte umher und bewunderte die Hornplatten im Fleischklumpen. |
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| Schließlich setze er sich wie ein Schmuckstück auf die Spitze und machte sich abflugbereit. Und dann war er weg. |
Und wenn er nicht gestorben ist, dann tanzt er noch heute um Blüten herum.
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