Freitag, 5. August 2011

Ich glaube ich habe ein Problem

Und zwar mit Marmelade.

Wie ich auf solche Gedanken komme? Ganz einfach: ich gehe in den Keller, wo sich mir folgendes Bild bietet:


Und die Gläschen sind nicht nur teilweise gestapelt sondern es sind auch noch drei Reihen von ihnen auf jeder Regalebene.

Eines meiner liebsten Hobbys im Sommer ist es Marmelade zu kochen - mit allem was im Garten wächst. Ursprünglich war es noch sinnvoll, denn ich weckte ungefähr so viel ein wie wir verbrauchten. Nun wächst mir mein Lager allerdings über den Kopf und ich habe daher begonnen,
gelegentlich einige Gläser zu verschenken.
Das bringt aber wenig, weil ich ja weiter einkoche.

Warum mache ich das eigentlich so gern? Wahrscheinlich gefällt es mir, etwas bewahren zu können. Das Leben ist ein Fluss und verändert sich ständig. Neues kommt, Altes geht. Nur die Marmelade bleibt ruhig und erinnert an glückliche Sommertage, stürmische Wochenenden, an denen man Weißdorn am Feldrand gepflückt hat oder lange Abende an denen man bis Mitternacht kiloweise Pflaumenmus eingeweckt hat. Jedes Glas ist eine konservierte Erinnerung.

Wenn mir der Anblick eines Regals voller zuviel Marmelade ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit vermittelt nehme ich an, dass es völlig okay ist, sich diesen kleinen Überfluss zu leisten. Andere haben dafür ein Regal voller Foundations und Rouges.


Ach - hatte ich eigentlich erwähnt, dass rechts von diesem Regal ein weiteres voller selbsteingelegter Kirschen, Birnen und Pflaumen steht?

Apfelkern

Kommentare:

  1. ich machs auch gerne, bin da auch was krank :). jetzt muss ich wegen meiner fructoseunverträglichkeit umdenken und hab heut gleich n neues rezept mit vanillepuding und himbeeren getestet, schmeckt irre. ich werd das rezept bald auf meinem blog veröffentlichen.

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  2. Hab ich noch nie selbstgemacht. Bin auch nicht der größte Marmeladen-Fan.
    Wie lange hält sich bitte so ein selbstgemachtes Glas?

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  3. coco
    Rezepte? Her damit! Als alter Kochjunkie freue ich mich immer über Inspirationen.

    T.
    Ich mache zur Desinfektion immer ein wenig Hochprozentiges in den Deckel. Wenn dann das Glas richtig zu ist hält es sich ewig. Die älteste Oarmelade, die ich gegessen habe war Kirschkonfitüre Jahrgang '91 gekocht von Omi. Sie hatte schon an Farbe verloren (und war eher rotbraun als rot), schmeckte aber völlig normal.

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  4. Oh oh, ja ich bemerke bei mir auch schon solche Tendenzen und habe mir jetzt vorgenommen, einige schöne Gläser mit selbstgemachten Etiketten zu versehen und als Mitbringsel an Freunde zu verschenken. Hab ich schon mit den Massen an Minzsirup gemacht, die ich gekocht habe und hat überall für Freude gesorgt :-) Liebe Grüße von der Astrid

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