Es war einmal vor langer Zeit ein Post bei der lieben Connü, in dem sie darüber schrieb, was sie als Kind für merkwürdige Vorstellungen hatte. Schon damals wollte ich unbedingt bei dem TAG mitmachen und genau das wird jetzt umgesetzt. Allein schon, um vielleicht Connü, die jetzt ohne Tageslicht zu Hause sitzt und so keine professionellen Bilder für ihren Blog machen kann, etwas aufzumuntern.
Als Kind dachte ich, dass man Geld kaufen muss. Wo sollte es auch sonst her kommen? Dass man es nicht einfach selbst basteln darf, wusste ich schon.
Zu der Verwirrung trug auch bei, dass meine Eltern wenn kein Bargeld mehr im Haus war immer einander sagten, sie sollten daran denken, mal wieder Geld kaufen zu gehen.
War ein wenig verwirrend, als ich heraus fand, dass man an den Automaten und Schaltern nicht mit der Geldkarte eine bestimmte Summe bezahlt, um dann mehr als die gezahlte Summe zurück zu bekommen. Schade aber auch.
Inzwischen weiß ich ja, dass man Geld verdienen muss und das bringt mich direkt zur nächsten komischen Vorstellung, die ich als Kind voller Überzeugung vertrat.
Damals glaubte ich fest daran, dass man mir nach meinem Schulabschluss eine Liste (in meiner Vorstellung übrigens ein einseitig bedrucktes DIN A4 Blatt) von Berufen bekam, davon einen aussuchen und ankreuzen musste und dann eben von dem Moment an in dem Beruf arbeitete. Tja - entspricht wohl nicht ganz der Realität…
Nicht nur den Beruf, sondern auch den Partner fand man in meiner kindlichen Vorstellung sehr unkompliziert und schnell. Ich dachte, dass man einfach jemand, der einem auf dem Bürgersteig entgegen kommt und der einem spontan sympathisch ist, anspricht und fragt, ob er einen heiraten möchte und dann alles beschlossene Sache wäre. Dass der andere dabei ein Wörtchen mitzureden hat, war damals nicht Teil der Szenerie. Der sollte sich doch schon freuen, dass ich überhaupt frage!
Als Kind war mir nicht wirklich klar, was der Unterschied zwischen Kirche und Kirsche ist. Mein Vater ärgerte mich oft, indem er die Worte absichtlich durcheinander brachte und auf den Kirchturm zeigend das Gebäude Kirsche nannte und so kam ich dazu, die Kirche für eine Kirsche zu halten und umgekehrt. Zu sagen, wie lange es gebraucht hat, diese Verwirrung endgültig aufzuklären, ist mir an der Stelle ein wenig peinlich.
Fazit für mich ist jedenfalls, dass ich meinen Kindern einfach gleich direkt erzählen werde, wie die Dinge tatsächlich heißen.
Wenn deutsche Begriffe mich verwirrten, dann taten es fremdsprachige erst recht. Ich erinnere mich noch gut, wie ich mal in der Zeitung die große Überschrift "Tausende afrikanische Teenager unterernährt" las.
Teenager…ein mir damals unbekanntes Wort, doch zum Glück ein zusammengesetztes Substantiv, dessen Sinn sich schnell erschließen ließ. Aber warum nagen diese Afrikaner eigentlich nur Tee? Da ist es ja wirklich kein Wunder, dass sie unterernährt sind!
Als ich dann später lernte, was das Wort Teenager eigentlich bedeutet und dass es keine den ganzen Tag lang Teeblätter knabbernden Afrikaner sind, musste ich sehr lachen. Na ja, zumindest wusste ich damals schon, dass Teeblätter allein nicht die ideale Ernährungsgrundlage sind...
Und nun seid ihr dran insofern ihr möchtet: schreibt über die kleinen verqueren Dinge, die ihr als Kind dachtet.
Apfelkern
Freitag, 22. November 2013
Freitag, 8. November 2013
Ich werde noch nicht senil, ich werde erst mal skeptisch
Je älter man wird, desto schwieriger wird es, neue Freundschaften zu schließen. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es so ist.
Über 900 Facebookfreunde und wird von gefühlt jedem fünften, der einem auf dem Campus entgegen kommt gegrüßt und umarmt - warum sollte so eine Person Interesse an mir unauffälligem Langweiler haben? Durch eine Freundschaft würde sie zumindest keinen speziellen Nutzen erzielen.
Das Problem ist vielleicht nicht einmal, dass alle Menschen mit zunehmenden Alter bösartiger werden, sondern, dass man selbst sehr viel skeptischer wird. Man hat schon einige Erfahrungen mit Freundschaften gesammelt - sowohl gute als auch schlechte. Das macht einen vorsichtiger.
Es beginnt ein Vergleichen potentieller Freunde mit denen, die man hat. Ähnelt derjenige meinen? Könnte man sich gut verstehen oder wird es bloß eine kurzzeitige Zweckgemeinschaft?
Besonders die letzte Frage stellt sich mir gerade. Mit einer Kommilitonin hatte ich Gespräche, die tiefer gehen als die Frage, wie denn das Seminar war und wer den Dozenten jetzt nach der Datei mit seiner Version der Vorlesungsfolien fragt. Ich fühlte mich ziemlich auf einer Wellenlänge mit ihr, obwohl ich das nicht erwartet hätte angesichts ihrer relativen Popularität innerhalb unseres Semesters.
Über 900 Facebookfreunde und wird von gefühlt jedem fünften, der einem auf dem Campus entgegen kommt gegrüßt und umarmt - warum sollte so eine Person Interesse an mir unauffälligem Langweiler haben? Durch eine Freundschaft würde sie zumindest keinen speziellen Nutzen erzielen.
Schon komisch, dass ich mir darüber so viele Gedanken mache. Früher war das nie so. War ich naiver oder bin ich einfach nur verkopfter geworden? Immer über alles nachdenken müssen, skeptisch sein und schwer die Dinge einfach so hinnehmen können, wie sie sind. Wahrscheinlich mache ich mir das Leben schwerer als es sein müsste.
Aber käme es euch nicht seltsam vor, wenn so ein total beliebter aber trotzdem erschreckend sympathischer (damit rechnet man doch nicht, wenn diejenigen zu den "coolen" Typen gehören, oder?) Mensch sich plötzlich lang und überhaupt nicht oberflächlich mit euch unterhält?
Ich dachte, wenn man so beliebt ist, hat man für jeden seiner knapp 1000 Freunde nur wenige Minuten Zeit. Da bin ich jetzt ziemlich positiv überrascht worden. Ja, natürlich sind das Vorurteile zu glauben, dass extrem beliebte Personen hauptsächlich oberflächliche Freundschaften haben und sich auch nicht tiefgehend mit eher uncoolen Personen wie mir beschäftigen würden. Überhaupt - es macht einen doch skeptisch, wenn quasi jeder eine bestimmte Person mag. Das kann doch nicht mit rechten Dingen ablaufen. Dann ist diese populäre Person aber wenigstens absolut farblos und oberflächlich, lächelt über alles und tut so, als würde ihm jeder total am Herzen liegen. Anders kann es doch nicht funktionieren!
So ist es aber zumindest in dem Fall, den ich jetzt näher kennen gelernt habe, nicht. Auch sie mag nicht jeden - man sieht es nur von außen nicht sofort. Ist dann doch alles nur Fassade, dass sie freundlich und hilfsbereit gegenüber allen ist? Irgendwie nicht. Ich bin selbst erstaunt, aber es ist der erste Fall, in dem es mir nicht schrecklich aufgesetzt vorkommt.
Also - vielleicht sind die Gespräche mit ihr nicht nur auf geheucheltem Interesse gewachsen? Ich beobachte das ganze definitiv weiter.
Vielleicht sollte ich mal zusehen, dass ich meine Skepsis ein wenig zurück schraube. Aber Menschen, die sich mit allen verstehen…das geht doch nicht. Oder?
Apfelkern
Samstag, 26. Oktober 2013
Es kommt eh alles anders, als man denkt
Da war ich nun: raus aus einer Beziehung, dabei, aus meinem Schneckenhaus zu kriechen, Freunde zu treffen und einfach meine Freiheit als Student zu genießen - na ja, zumindest die gefühlt zwei Stunden am Tag, während derer ich nicht versuche, medizinisches Wissen in meinen Kopf zu schaufeln - und ich stellte fest, dass ich mit meinem Leben und mir ziemlich zufrieden bin im Moment.
Damit das so bleibt war ein klarer Grundsatz, dass ich erst einmal schön die Finger von Beziehungen lasse. Bloß nicht wieder so ein Chaos in den Emotionen und Gedanken, das einen langsam zermürbt. Nicht wieder die anderen Freunde so vernachlässigen, nicht wieder so ein Smartphone Zombie sein, der dauernd am chatten mit dem Partner ist.
Was soll ich sagen - der Mensch plant und es läuft doch alles anders als er es sich denkt.
Wenn man öfter unterwegs ist, trifft man auch mehr Menschen. In einem Club traf ich mit einer Freundin den selben Typen wieder, der vor fast genau einem Jahr bei einer Semesterauftaktsparty diese Freundin so überhaupt nicht dezent anzugraben versucht hat. Wir mussten sehr darüber grinsen, dass er noch immer ständig dabei war, Frauen anzusprechen. Richtig sicher, dass es der gleiche Typ ist, waren wir uns nicht und sprachen ihn an. Zu unserem Erstaunen war er es tatsächlich. Da hat sich in einem Jahr nicht so viel verändert…
Nicht alle Typen sind so merkwürdig wie dieser. Trotzdem - ich hatte erst mal die Nase voll von Beziehungen und auf mehr als freundschaftlichen Umgang miteinander wollte ich mich nicht einlassen. So schnell gebe ich meine Freiheit doch nicht wieder auf. Warum sollte ich auch - schließlich bin ich auch allein glücklich.
Es hat sich langsam eingeschlichen. Nach einem zufälligen Kennenlernen wieder getroffen, Spaß zusammen gehabt, sich wieder getroffen. Mehr Berührungen als dass man es noch unter rein freundschaftlich verbuchen könnte.
Wie ist das passiert? War ich nicht abweisend genug? Schließlich war mein Plan, durch mein Verhalten nicht mal den Ansatz von Interesse potentieller Partner an mir zu erwecken. Tjo, war wohl nix.
Dabei war ich so vorsichtig. Dachte ich zumindest. Schon wieder verlieben und sein Herz aufs Spiel setzen? Einerseits hatte ich definitiv für eine Weile genug von dem Beziehungskram und doch - wenn das jetzt der Partner fürs Leben ist? Man kann es vorher nicht wissen, doch wenn man aufgrund einer prägenden schlechten Erfahrung alles stur von sich weist und alle Chancen ablehnt, wird man damit wahrscheinlich auch nicht glücklich sondern ärgert sich rückblickend nur.
Trotzdem zögere ich, mich völlig frei und ohne ständiges Nachdenken darauf einzulassen. Ich bin vorsichtiger geworden. Aber das ständige rationale Nachdenken bremst aus und stört. Offensichtlich ist diese Sache mit den Beziehungen nicht komplett rational zu handhaben. Man kann bevor man sich auf eine einlässt nie zu 100 Prozent verifizieren, dass es gut wird oder andernfalls es gleich lassen. Ob es funktioniert lässt sich nur heraus finden, wenn man sich darauf einlässt.
Dazu braucht es jedes mal Mut, Optimismus und eine gewisse Naivität sich auf einen noch unbekannten Faktor einzulassen und diesen nah an sich heran zu lassen. Es ist immer ein gewisses Risiko dabei, so viel Nähe zuzulassen. Man macht sich verletzlich. Und doch tun es so viele immer wieder, denn sollte es funktionieren, ist es unglaublich schön.
Die Verletzungen, die ein Scheitern einer Beziehung oder allein schon eine enttäuschte Liebe mit sich bringen können, sind oft sehr tief und schmerzhaft. Nicht umsonst gibt es so viele Lieder, Bücher, Bilder, tumblrs und weitere Wege, die diesen Schmerz zu verarbeiten versuchen.
Gleichzeitig gibt es aber auch mindestens genauso viele Werke, welche die Liebe in den schönsten Farben darstellen. Alles hat zwei Seiten, man kann gewinnen und verlieren - aber nur, wenn man es überhaupt versucht.
Ich werde es versuchen, allen Vorsätzen zu trotz. Doch ich habe Erfahrungen gemacht und gelernt. Ich lasse es vorsichtiger angehen, taste mich langsam vor. Anders als beim letzten Mal nicht nur den größten Teil der Zeit zu zweit isolieren sondern auch mal zusammen raus gehen und was unternehmen. So findet man auch heraus, wie die eigenen Freunde den potentiellen Partner sehen. Vielleicht fällt so früher auf, wenn etwas nicht stimmt, man sich komisch verhält. Manchmal ist man blind für gewisse Dinge und wenn sie einem auffallen, ist es zu spät.
Es klingt sehr, als würde ich doch einfach zu viel darüber nachdenken, zu viel planen um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Ich versuche, offen zu sein und es einfach auf mich zukommen zu lassen. Denn das Ziel ist nicht Perfektion, sondern glücklich zu sein.
Man kann eh nicht alles planen. Auch wenn ich mich dagegen gesträubt habe, mich auf jemanden einzulassen - es kommt sowieso alles anders, als man denkt. Das Leben ist voller Zufälle und Überraschungen und das ist gut so.
Apfelkern
Damit das so bleibt war ein klarer Grundsatz, dass ich erst einmal schön die Finger von Beziehungen lasse. Bloß nicht wieder so ein Chaos in den Emotionen und Gedanken, das einen langsam zermürbt. Nicht wieder die anderen Freunde so vernachlässigen, nicht wieder so ein Smartphone Zombie sein, der dauernd am chatten mit dem Partner ist.
Was soll ich sagen - der Mensch plant und es läuft doch alles anders als er es sich denkt.
Wenn man öfter unterwegs ist, trifft man auch mehr Menschen. In einem Club traf ich mit einer Freundin den selben Typen wieder, der vor fast genau einem Jahr bei einer Semesterauftaktsparty diese Freundin so überhaupt nicht dezent anzugraben versucht hat. Wir mussten sehr darüber grinsen, dass er noch immer ständig dabei war, Frauen anzusprechen. Richtig sicher, dass es der gleiche Typ ist, waren wir uns nicht und sprachen ihn an. Zu unserem Erstaunen war er es tatsächlich. Da hat sich in einem Jahr nicht so viel verändert…
Nicht alle Typen sind so merkwürdig wie dieser. Trotzdem - ich hatte erst mal die Nase voll von Beziehungen und auf mehr als freundschaftlichen Umgang miteinander wollte ich mich nicht einlassen. So schnell gebe ich meine Freiheit doch nicht wieder auf. Warum sollte ich auch - schließlich bin ich auch allein glücklich.
Es hat sich langsam eingeschlichen. Nach einem zufälligen Kennenlernen wieder getroffen, Spaß zusammen gehabt, sich wieder getroffen. Mehr Berührungen als dass man es noch unter rein freundschaftlich verbuchen könnte.
Wie ist das passiert? War ich nicht abweisend genug? Schließlich war mein Plan, durch mein Verhalten nicht mal den Ansatz von Interesse potentieller Partner an mir zu erwecken. Tjo, war wohl nix.
Dabei war ich so vorsichtig. Dachte ich zumindest. Schon wieder verlieben und sein Herz aufs Spiel setzen? Einerseits hatte ich definitiv für eine Weile genug von dem Beziehungskram und doch - wenn das jetzt der Partner fürs Leben ist? Man kann es vorher nicht wissen, doch wenn man aufgrund einer prägenden schlechten Erfahrung alles stur von sich weist und alle Chancen ablehnt, wird man damit wahrscheinlich auch nicht glücklich sondern ärgert sich rückblickend nur.
Trotzdem zögere ich, mich völlig frei und ohne ständiges Nachdenken darauf einzulassen. Ich bin vorsichtiger geworden. Aber das ständige rationale Nachdenken bremst aus und stört. Offensichtlich ist diese Sache mit den Beziehungen nicht komplett rational zu handhaben. Man kann bevor man sich auf eine einlässt nie zu 100 Prozent verifizieren, dass es gut wird oder andernfalls es gleich lassen. Ob es funktioniert lässt sich nur heraus finden, wenn man sich darauf einlässt.
Dazu braucht es jedes mal Mut, Optimismus und eine gewisse Naivität sich auf einen noch unbekannten Faktor einzulassen und diesen nah an sich heran zu lassen. Es ist immer ein gewisses Risiko dabei, so viel Nähe zuzulassen. Man macht sich verletzlich. Und doch tun es so viele immer wieder, denn sollte es funktionieren, ist es unglaublich schön.
Die Verletzungen, die ein Scheitern einer Beziehung oder allein schon eine enttäuschte Liebe mit sich bringen können, sind oft sehr tief und schmerzhaft. Nicht umsonst gibt es so viele Lieder, Bücher, Bilder, tumblrs und weitere Wege, die diesen Schmerz zu verarbeiten versuchen.
Gleichzeitig gibt es aber auch mindestens genauso viele Werke, welche die Liebe in den schönsten Farben darstellen. Alles hat zwei Seiten, man kann gewinnen und verlieren - aber nur, wenn man es überhaupt versucht.
Ich werde es versuchen, allen Vorsätzen zu trotz. Doch ich habe Erfahrungen gemacht und gelernt. Ich lasse es vorsichtiger angehen, taste mich langsam vor. Anders als beim letzten Mal nicht nur den größten Teil der Zeit zu zweit isolieren sondern auch mal zusammen raus gehen und was unternehmen. So findet man auch heraus, wie die eigenen Freunde den potentiellen Partner sehen. Vielleicht fällt so früher auf, wenn etwas nicht stimmt, man sich komisch verhält. Manchmal ist man blind für gewisse Dinge und wenn sie einem auffallen, ist es zu spät.
Es klingt sehr, als würde ich doch einfach zu viel darüber nachdenken, zu viel planen um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Ich versuche, offen zu sein und es einfach auf mich zukommen zu lassen. Denn das Ziel ist nicht Perfektion, sondern glücklich zu sein.
Man kann eh nicht alles planen. Auch wenn ich mich dagegen gesträubt habe, mich auf jemanden einzulassen - es kommt sowieso alles anders, als man denkt. Das Leben ist voller Zufälle und Überraschungen und das ist gut so.
Apfelkern
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Freitag, 11. Oktober 2013
Raus aus dem Schneckenhaus
Kennt ihr den Film Der Ja-Sager? Er handelt von einem Mann, der alle sozialen Kontakte und Veranstaltung, die über seine tägliche Arbeit hinaus gehen, so weit wie machbar meidet. Immer findet er eine Ausrede, weshalb er nicht kommen kann. Alle Möglichkeiten werden abgelehnt, Einladungen ausgeschlagen. Über ein paar Umwege gelangt er zu einer Art Sekte, deren Prinzip es ist, zu allem Ja zu sagen. Dieses Prinzip nimmt er an und erlebt natürlich die abenteuerlichsten Sachen - es ist schließlich ein Film. Und auch wenn es überspitzt dargestellt ist, wie viele Möglichkeiten ein Ja eröffnen kann, halte ich die Botschaft, dass ein ständiges Nein viele Chancen verbauen kann, für völlig richtig.
Ich denke in letzter Zeit öfter an diesen Film, denn mir ist bewusst geworden, dass ich besonders im vergangenen Jahr viel zu viele Dinge genau wie der Protagonist des Films einfach von vorn herein ausgeschlossen habe. Scheuklappen auf und stur alles ignorieren.
Keine Zeit, so viel zu tun, keine Zeit.
Und im Nachhinein hat man so viel damit zu tun, viel zu tun zu haben, dass man vergisst zu leben.
Da ich aber nicht eine der Personen werden möchte, die mit Mitte vierzig feststellen, dass sie ihr Leben nicht ausreichend ausgelebt haben und das nachzuholen zu versuchen, habe ich jetzt einmal bewusst darauf geachtet, Angebote nicht gleich kategorisch abzulehnen, nur weil es einen Ausbruch aus der Routine des Alltags bedeuten würde. Dabei besteht aber kein Zwang jedes Angebot anzunehmen so wie er im Film bestand. Denn mein Ziel ist es ja, mich für die sich bietenden Möglichkeiten zu sensibilisieren und sie besser zu nutzen und nicht mich gleich kopflos in jede Möglichkeit zu stürzen.
Also habe ich mir einen Ruck gegeben, mich öfter mit Freunden getroffen, auch mit einigen, zu denen der Kontakt schon seit längerem weniger geworden ist. Ich landete mehrfach spontan im Kino, sah auf ziellosen Spaziergängen schöne Orte, aß komisches eingelegtes Gemüse, das sich in einer Portion Schawarma versteckte, hing im Klettergarten auf 10 Metern Höhe an Strecken des Parcours, bei denen ich dachte, gleich herunter zu fallen, machte bei einem größeren Event eines Spiels mit, verpasste die letzte Bahn nach Hause, lernte neue Menschen kennen, hatte lange spannende Unterhaltungen, lachte viel und gewann vor allem neue Eindrücke und Erinnerungen.
Die Tage sind erfüllter, wenn man sich nicht erbarmungslos davon überzeugt, keine Zeit zu haben und einfach etwas unternimmt. Raus aus dem Schneckenhaus und erleben, was draußen geschieht.
Es gibt viel weniger Phasen, in denen ich vor mich hin trödele, sondern ich bin einfach aktiver und erledige meinen Kram auch effizienter, um dann zu Verabredungen gehen zu können. Es ist das gleiche Leben mit mehr Inhalt.
Nüchtern betrachtet wirkt es ein wenig wie eine Selbstfindungsphase, ein Experiment. Es ist ein Versuch, sich zu lösen von den selbstauferlegten Grenzen der Schüchternheit, der Unsicherheit und vor allem der Gewohnheit.
Auch wenn ich weiß, dass ich mich nicht komplett wohl dabei fühle, mich in völlig Unbekannte Situationen zu begeben, mir bisher Unbekannte neu kennen zu lernen, mache ich es einfach. Denn auch wenn ein Gespräch mit einer Runde bis dato noch unbekannter Personen scheitert, so habe ich es zumindest versucht und bin eine Erfahrung reicher. Ermutigt von dem Gedanken, dass ich diejenigen wahrscheinlich auch einfach nie wieder sehen werde, fällt es mir viel leichter, neue Kontakte zu knüpfen. Weil ich im Nachhinein dankbar für diese Situationen bin. Weil man in dem Moment nichts verlieren, sondern nur etwas gewinnen kann.
So möchte ich weiterhin mich selbst aus meiner Wohlfühlzone schubsen und beispielsweise endlich mal zur Semesterauftaktsparty gehen. Zwei Semester studiert zu haben und absolut nie bei den Partys dabei gewesen zu sein ist schon ein wenig peinlich.
Wie gut, dass das Medizinstudium ausreichend Semester bietet, das Versäumte nachzuholen.
Nachdenken ist gut und wichtig, doch es sollte nicht so viel werden, dass man sich dadurch selbst im Weg steht und an allem zweifelt und zögert, bis es zu spät ist.
Ich bin glücklich mit der Situation jetzt. Perfekt ist es sicher nicht, denn wann ist im Leben schon etwas perfekt, doch ich würde es als sehr erfüllend bezeichnen. Und deshalb schnuppere ich weiter die Luft
außerhalb meines Schneckenhauses und folge ihr nach draußen.
Apfelkern
Ich denke in letzter Zeit öfter an diesen Film, denn mir ist bewusst geworden, dass ich besonders im vergangenen Jahr viel zu viele Dinge genau wie der Protagonist des Films einfach von vorn herein ausgeschlossen habe. Scheuklappen auf und stur alles ignorieren.
Keine Zeit, so viel zu tun, keine Zeit.
Und im Nachhinein hat man so viel damit zu tun, viel zu tun zu haben, dass man vergisst zu leben.
Da ich aber nicht eine der Personen werden möchte, die mit Mitte vierzig feststellen, dass sie ihr Leben nicht ausreichend ausgelebt haben und das nachzuholen zu versuchen, habe ich jetzt einmal bewusst darauf geachtet, Angebote nicht gleich kategorisch abzulehnen, nur weil es einen Ausbruch aus der Routine des Alltags bedeuten würde. Dabei besteht aber kein Zwang jedes Angebot anzunehmen so wie er im Film bestand. Denn mein Ziel ist es ja, mich für die sich bietenden Möglichkeiten zu sensibilisieren und sie besser zu nutzen und nicht mich gleich kopflos in jede Möglichkeit zu stürzen.
Also habe ich mir einen Ruck gegeben, mich öfter mit Freunden getroffen, auch mit einigen, zu denen der Kontakt schon seit längerem weniger geworden ist. Ich landete mehrfach spontan im Kino, sah auf ziellosen Spaziergängen schöne Orte, aß komisches eingelegtes Gemüse, das sich in einer Portion Schawarma versteckte, hing im Klettergarten auf 10 Metern Höhe an Strecken des Parcours, bei denen ich dachte, gleich herunter zu fallen, machte bei einem größeren Event eines Spiels mit, verpasste die letzte Bahn nach Hause, lernte neue Menschen kennen, hatte lange spannende Unterhaltungen, lachte viel und gewann vor allem neue Eindrücke und Erinnerungen.
Die Tage sind erfüllter, wenn man sich nicht erbarmungslos davon überzeugt, keine Zeit zu haben und einfach etwas unternimmt. Raus aus dem Schneckenhaus und erleben, was draußen geschieht.
Es gibt viel weniger Phasen, in denen ich vor mich hin trödele, sondern ich bin einfach aktiver und erledige meinen Kram auch effizienter, um dann zu Verabredungen gehen zu können. Es ist das gleiche Leben mit mehr Inhalt.
Nüchtern betrachtet wirkt es ein wenig wie eine Selbstfindungsphase, ein Experiment. Es ist ein Versuch, sich zu lösen von den selbstauferlegten Grenzen der Schüchternheit, der Unsicherheit und vor allem der Gewohnheit.
Auch wenn ich weiß, dass ich mich nicht komplett wohl dabei fühle, mich in völlig Unbekannte Situationen zu begeben, mir bisher Unbekannte neu kennen zu lernen, mache ich es einfach. Denn auch wenn ein Gespräch mit einer Runde bis dato noch unbekannter Personen scheitert, so habe ich es zumindest versucht und bin eine Erfahrung reicher. Ermutigt von dem Gedanken, dass ich diejenigen wahrscheinlich auch einfach nie wieder sehen werde, fällt es mir viel leichter, neue Kontakte zu knüpfen. Weil ich im Nachhinein dankbar für diese Situationen bin. Weil man in dem Moment nichts verlieren, sondern nur etwas gewinnen kann.
So möchte ich weiterhin mich selbst aus meiner Wohlfühlzone schubsen und beispielsweise endlich mal zur Semesterauftaktsparty gehen. Zwei Semester studiert zu haben und absolut nie bei den Partys dabei gewesen zu sein ist schon ein wenig peinlich.
Wie gut, dass das Medizinstudium ausreichend Semester bietet, das Versäumte nachzuholen.
Nachdenken ist gut und wichtig, doch es sollte nicht so viel werden, dass man sich dadurch selbst im Weg steht und an allem zweifelt und zögert, bis es zu spät ist.
Ich bin glücklich mit der Situation jetzt. Perfekt ist es sicher nicht, denn wann ist im Leben schon etwas perfekt, doch ich würde es als sehr erfüllend bezeichnen. Und deshalb schnuppere ich weiter die Luft
außerhalb meines Schneckenhauses und folge ihr nach draußen.
Apfelkern
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Montag, 30. September 2013
Freunde bleiben
Es gibt Punkte im Leben, an denen die Wege von Menschen, die bisher ihren Lebensweg zu großen Strecken zusammen gegangen sind, sich trennen. Und fast immer gibt es an dieser Stelle das Versprechen Freunde zu bleiben. Doch wie soll das funktionieren, wenn man sich von einander entfernt?
Nach dem Abitur fing ich an zu studieren. Meine engsten Freunde begannen ein Studium, ein freiwilliges soziales Jahr, Praktika. Wirklich weit weg zog vorerst niemand. Der Abiball war kein wirklicher Abschied, denn wir waren der Annahme, dass man sich weiterhin häufig sehen würden. Tja, aber da war kein Schultag, bei dem es spätestens in den Pausen die Gelegenheit gab, sich zusammen zu setzten und zu reden. Man sah sich selten. Das Studium forderte mich zeitlich und geistig sehr, dazu kam noch eine Fernbeziehung.
Da die Aussage, man hätte keine Zeit nie stimmt, sondern einfach nur bedeutet, dass man sich keine Zeit nehmen möchte, muss ich zugeben, dass ich genau das tat. Viel zu selten traf ich meine Freunde aus Schulzeiten. Man entfremdete sich. Die Treffen waren selten und nicht wirklich wie die in den vergangenen Zeiten.
Es ging so weit, dass eine mir sonst sehr nahe Freundin als wir auf einer Geburtstagsfeier doch wieder einmal aufeinander trafen, die sonst übliche freundschaftliche Umarmung ablehnte. Ich fühlte mich vor den Kopf gestoßen und war gleichzeitig erschrocken über mich selbst. Wie hatte ich die Freundschaften vor lauter Beschäftigung mit meinem eigenen Leben, dem Studium, der Beziehung so schleifen lassen können?
Von da an bemühte ich mich mehr, Treffen stattfinden zu lassen und sagte vor allem nicht direkt ab, nur weil ich mich drei Wochen vor den Prüfungen unbedingt vorbereiten wollte. Die paar Stunden hat man dann doch. Und vor allem sind sie es wert: ich hatte erkannt, dass Freundschaften nicht automatisch weiter leben, sondern man etwas dafür tun muss. Denn Freundschaften können vielleicht kompliziert sein, doch echte Freundschaften sind einfach unglaublich wertvoll.
Wirklich revolutionär ist die Erkenntnis nicht und nach zwanzig Lebensjahren hätte man das schon früher bemerken können.
In meiner Vergangenheit hatte ich ganz automatisch allein durch die räumliche Nähe der Wohnorte und der Schule ganz natürlich sehr regelmäßigen Kontakt mit nahezu allen meinen Freunden. Man musste sich nicht wirklich darum kümmern, Freundschaften zu erhalten. Es ergab sich von allein.
Jetzt kann ich auf die letzten Monate zurück blicken und sagen, dass es sich gelohnt hat. Mit der Freundin, welche die Umarmung ablehnte, war ich sogar in diesem Monat zusammen für ein paar Tage an die Ostsee gefahren. Spontane Filmabende, im dunkeln Geocachen, Mädelsabende - es ist fast wie früher, nur dass ich das alles jetzt sehr viel besser zu schätzen weiß und es mich deutlich glücklicher macht, solche Freunde zu haben.
Nun wird eine enge Freundin für das Studium umziehen. Nicht unglaublich weit weg aber zu weit weg für spontane Treffen. Ich möchte den Kontakt unbedingt halten, übers Wochenende zu ihr fahren. Die Idee, gemeinsam an ihrem neuen Wohnort ein Konzert zu besuchen, steht schon.
Das Versprechen, Freunde zu bleiben gebe ich dennoch lieber nicht. Einfach weil es so oft dahin gesagt wird, ohne gemeint zu sein.
Und selbst wenn es aufrichtig gesagt wird - es hat einen bitteren Beigeschmack.
Das wurde mir erst einige Tage nachdem ich genau diese Formulierung nach einer Trennung an den ehemaligen Partner gerichtet habe, wirklich bewusst.
Man weiß nicht, wie es nach so einer Trennung, die dann doch ganz anders ist als das nicht mehr täglich in der Schule treffen mit den Freunden ist. Immerhin war das Verhältnis zueinander ein ganz anderes.
Es war kein offener Streit, in dem wir uns trennten. Kommunikationsprobleme gab es vorher schon zu Genüge.
Ich war mir nicht sicher, ob dieses Freunde bleiben funktionieren würde. In den ersten Wochen nach der Trennung sah es aus, als wäre es unmöglich und es würde auf Dauer eisiges Schweigen herrschen. Wir haben viel zu verkrampft versucht, dieses Versprechen der Freundschaft einzuhalten. Ständig Chats, die aber nahezu immer in Streits umschlugen und teilweise von bitteren Tränen begleitet wurden. Danach kam wirklich Schweigen. Schweigen und Verdrängung.
Es sieht besser aus jetzt. Trotzdem lässt sich nicht sagen, wie es sich entwickelt.
Ich habe aus den beiden Varianten des Freunde bleiben wollens aber etwas gelernt: man darf den Kontakt weder vernachlässigen noch zu verkrampft halten. Freunde brauchen Zeit zusammen aber genauso auch Zeit für sich selbst. Doch egal wie sehr man sich an irgendwelche Verhaltens- und Kommunikationsregeln hält - erzwingen kann man nichts. Auch das Glücklichsein nicht.
Für mich war die Entscheidung, mehr Zeit in meine Freunde zu investieren, absolut richtig. Für mich war auch die Entscheidung zur Trennung die richtige. Ich bin an beiden Erfahrungen gewachsen und jetzt glücklicher.
Apfelkern
Nach dem Abitur fing ich an zu studieren. Meine engsten Freunde begannen ein Studium, ein freiwilliges soziales Jahr, Praktika. Wirklich weit weg zog vorerst niemand. Der Abiball war kein wirklicher Abschied, denn wir waren der Annahme, dass man sich weiterhin häufig sehen würden. Tja, aber da war kein Schultag, bei dem es spätestens in den Pausen die Gelegenheit gab, sich zusammen zu setzten und zu reden. Man sah sich selten. Das Studium forderte mich zeitlich und geistig sehr, dazu kam noch eine Fernbeziehung.
Da die Aussage, man hätte keine Zeit nie stimmt, sondern einfach nur bedeutet, dass man sich keine Zeit nehmen möchte, muss ich zugeben, dass ich genau das tat. Viel zu selten traf ich meine Freunde aus Schulzeiten. Man entfremdete sich. Die Treffen waren selten und nicht wirklich wie die in den vergangenen Zeiten.
Es ging so weit, dass eine mir sonst sehr nahe Freundin als wir auf einer Geburtstagsfeier doch wieder einmal aufeinander trafen, die sonst übliche freundschaftliche Umarmung ablehnte. Ich fühlte mich vor den Kopf gestoßen und war gleichzeitig erschrocken über mich selbst. Wie hatte ich die Freundschaften vor lauter Beschäftigung mit meinem eigenen Leben, dem Studium, der Beziehung so schleifen lassen können?
Von da an bemühte ich mich mehr, Treffen stattfinden zu lassen und sagte vor allem nicht direkt ab, nur weil ich mich drei Wochen vor den Prüfungen unbedingt vorbereiten wollte. Die paar Stunden hat man dann doch. Und vor allem sind sie es wert: ich hatte erkannt, dass Freundschaften nicht automatisch weiter leben, sondern man etwas dafür tun muss. Denn Freundschaften können vielleicht kompliziert sein, doch echte Freundschaften sind einfach unglaublich wertvoll.
Wirklich revolutionär ist die Erkenntnis nicht und nach zwanzig Lebensjahren hätte man das schon früher bemerken können.
In meiner Vergangenheit hatte ich ganz automatisch allein durch die räumliche Nähe der Wohnorte und der Schule ganz natürlich sehr regelmäßigen Kontakt mit nahezu allen meinen Freunden. Man musste sich nicht wirklich darum kümmern, Freundschaften zu erhalten. Es ergab sich von allein.
Jetzt kann ich auf die letzten Monate zurück blicken und sagen, dass es sich gelohnt hat. Mit der Freundin, welche die Umarmung ablehnte, war ich sogar in diesem Monat zusammen für ein paar Tage an die Ostsee gefahren. Spontane Filmabende, im dunkeln Geocachen, Mädelsabende - es ist fast wie früher, nur dass ich das alles jetzt sehr viel besser zu schätzen weiß und es mich deutlich glücklicher macht, solche Freunde zu haben.
Nun wird eine enge Freundin für das Studium umziehen. Nicht unglaublich weit weg aber zu weit weg für spontane Treffen. Ich möchte den Kontakt unbedingt halten, übers Wochenende zu ihr fahren. Die Idee, gemeinsam an ihrem neuen Wohnort ein Konzert zu besuchen, steht schon.
Das Versprechen, Freunde zu bleiben gebe ich dennoch lieber nicht. Einfach weil es so oft dahin gesagt wird, ohne gemeint zu sein.
Und selbst wenn es aufrichtig gesagt wird - es hat einen bitteren Beigeschmack.
Das wurde mir erst einige Tage nachdem ich genau diese Formulierung nach einer Trennung an den ehemaligen Partner gerichtet habe, wirklich bewusst.
Man weiß nicht, wie es nach so einer Trennung, die dann doch ganz anders ist als das nicht mehr täglich in der Schule treffen mit den Freunden ist. Immerhin war das Verhältnis zueinander ein ganz anderes.
Es war kein offener Streit, in dem wir uns trennten. Kommunikationsprobleme gab es vorher schon zu Genüge.
Ich war mir nicht sicher, ob dieses Freunde bleiben funktionieren würde. In den ersten Wochen nach der Trennung sah es aus, als wäre es unmöglich und es würde auf Dauer eisiges Schweigen herrschen. Wir haben viel zu verkrampft versucht, dieses Versprechen der Freundschaft einzuhalten. Ständig Chats, die aber nahezu immer in Streits umschlugen und teilweise von bitteren Tränen begleitet wurden. Danach kam wirklich Schweigen. Schweigen und Verdrängung.
Es sieht besser aus jetzt. Trotzdem lässt sich nicht sagen, wie es sich entwickelt.
Ich habe aus den beiden Varianten des Freunde bleiben wollens aber etwas gelernt: man darf den Kontakt weder vernachlässigen noch zu verkrampft halten. Freunde brauchen Zeit zusammen aber genauso auch Zeit für sich selbst. Doch egal wie sehr man sich an irgendwelche Verhaltens- und Kommunikationsregeln hält - erzwingen kann man nichts. Auch das Glücklichsein nicht.
Für mich war die Entscheidung, mehr Zeit in meine Freunde zu investieren, absolut richtig. Für mich war auch die Entscheidung zur Trennung die richtige. Ich bin an beiden Erfahrungen gewachsen und jetzt glücklicher.
Apfelkern
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Sonntag, 15. September 2013
Ambitionen, adipös zu werden?
Na dann habe ich doch das passende Rezept dazu: unverschämt saftig-schokoladige Brownies mit knackigen Nüssen und einem geschätzten Nährwert, der sie dafür qualifiziert, in Überlebenspakete für Schiffbrüchige gepackt zu werden. Aber ab und an kann man sich so etwas ja gönnen… und um nur halb so fett zu werden auch gern mit seinen Mitmenschen teilen. Für mich war die Wohnungs-Einweihungsfeier einer Freundin die optimale Gelegenheit, mein liebstes Brownie Rezept noch einmal hervor zu holen.

Zuerst einmal hackt ihr 225g dunkle Kouvertüre kurz und klein und schmelzt sie zusammen mit 200g Butter im Wasserbad.
Während alles fröhlich vor sich hin schmilzt, könnt ihr schon einmal 5 Eier mit 300g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und etwas Salz mit Hilfe des Handrührgerätes richtig schön weiß-schaumig aufschlagen. Das Schokoladen-Butter Gemisch wird jetzt langsam in die Eiermasse gegossen wobei ihr permanent weiter rühren solltet, um zu verhindern, dass ihr plötzlich Schoko-Rührei in der Schüssel habt.
In diese (abstoßend leckere) Mischung werden jetzt 160g Mehl und 30g Kakao sowie 1 Esslöffel Backpulver gesiebt. Sobald alles gleichmäßig verrührt ist, hebt ihr noch ca. 150g gehackte Nüsse eurer Wahl unter. Walnüsse sind der Klassiker für Brownies, doch da davon nicht genug im Haus waren, ergänzte ich das Rezept mit gehackten Mandeln, was auch absolut lecker war.
Dann muss der Teig einfach nur noch auf ein kleineres Backblech (damit sie nicht ganz so flach werden) gegeben werden und bei 180°C ungefähr 30 Minuten gebacken werden, bis sie oben knusprig aber innen noch schön saftig sind. Abkühlen lassen, in Stücke schneiden und versuchen, nicht alle auf einmal zu vernaschen.
Und ehrlich: auch wenn ich keine routinierter Fressalien-Blogger bin, sollten diese Bilder doch reichen, um genügend Speichelfluss auszulösen, dass ihr euch in die Küche begebt und das Rezept nachbackt. Ein so simples und gleichzeitig abartig leckeres Rezept fällt einem schließlich nicht täglich vor die Füße…
Viel Erfolg und ein schokoladiges Vergnügen beim Nachbacken!
Apfelkern

Zuerst einmal hackt ihr 225g dunkle Kouvertüre kurz und klein und schmelzt sie zusammen mit 200g Butter im Wasserbad.
Während alles fröhlich vor sich hin schmilzt, könnt ihr schon einmal 5 Eier mit 300g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und etwas Salz mit Hilfe des Handrührgerätes richtig schön weiß-schaumig aufschlagen. Das Schokoladen-Butter Gemisch wird jetzt langsam in die Eiermasse gegossen wobei ihr permanent weiter rühren solltet, um zu verhindern, dass ihr plötzlich Schoko-Rührei in der Schüssel habt.
In diese (abstoßend leckere) Mischung werden jetzt 160g Mehl und 30g Kakao sowie 1 Esslöffel Backpulver gesiebt. Sobald alles gleichmäßig verrührt ist, hebt ihr noch ca. 150g gehackte Nüsse eurer Wahl unter. Walnüsse sind der Klassiker für Brownies, doch da davon nicht genug im Haus waren, ergänzte ich das Rezept mit gehackten Mandeln, was auch absolut lecker war.
Dann muss der Teig einfach nur noch auf ein kleineres Backblech (damit sie nicht ganz so flach werden) gegeben werden und bei 180°C ungefähr 30 Minuten gebacken werden, bis sie oben knusprig aber innen noch schön saftig sind. Abkühlen lassen, in Stücke schneiden und versuchen, nicht alle auf einmal zu vernaschen.
Und ehrlich: auch wenn ich keine routinierter Fressalien-Blogger bin, sollten diese Bilder doch reichen, um genügend Speichelfluss auszulösen, dass ihr euch in die Küche begebt und das Rezept nachbackt. Ein so simples und gleichzeitig abartig leckeres Rezept fällt einem schließlich nicht täglich vor die Füße…![]() |
| Aha, das ist also die Maximalgröße für eingebettete Bilder… |
Apfelkern
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