Schließlich fand ich doch den Weg in ein dm und war verzückt. Soweit der kurze Eindruck reicht war alles positiv: Bioware, ein sauberes Geschäft, gute Beleuchtung, keine nervige Musik, Tester bei den Kosmetikartikeln und sogar ein Wasserspender für die Kunden. Wie hatte mir das achtzehn Jahre lang entgehen können?
Ich stellte Nachforschungen an und entdeckte die sehr ungleiche Verteilung der Drogeriefilialen in Deutschland.
Zuerst Rossmann:
Die Filialen sind recht homogen verteilt, nur in Mecklenburg Vorpommern, in Badenwürttemberg, Brandenburg und Thüringen und Hessen ist die Dichte der Standorte etwas geringer. Daher ist für mich als Brandenburgerin auch noch ein Rossmann in etwa 12 km Entfernung vorhanden.
Nun zu den Müller Drogeriemärkten, die für mich ja völliges Neuland sind:
Was soll man denn dazu sagen?! Die neuen Bundesländer, die inzwischen auch nicht mehr so neu sind, stechen dadurch hervor, dass es dort deutlich weniger bis gar kein Müller gibt. Spontanes Einkaufen sieht anders aus. Hier wird Einkaufen bei Müller eher ein Nachmittags- bis Tagesausflug.
Dm bietet leider keine so schöne Deutschlandansicht an (zumindest habe ich keine gefunden), doch auch hier wird durch Stichproben wieder einmal klar, was sich auch schon bei Müller zeigte. Ostdeutschland fehlen die dm Filialen. Ganz selbstbezogen wählte ich einen Ausschnitt aus dem Raum Berlin und Umgebung zur Veranschaulichung:
In Berlin selbst herrscht kein Mangel an dm Filialen, doch im Umland wird wahrscheinlich nur jeder Dritte oder weniger dm kennen, weil es das dort einfach nicht gibt.
Fazit:
Es kann doch nicht sein, dass man immer noch derartige Strukturunterschiede zwischen Ost-und Westdeutschland finden muss! Da muss eindeutig etwas verändert werden. Und ja: meine Unterschrift auf der Petition für ein dm in meinem Dorf ist euch sicher.

