Dienstag, 3. Januar 2012

Was in meiner Tasche wohnt

Mehrfach erwähnt und doch nie näher vorgestellt. Dabei begleitet es mich ständig und hätte es daher schon lange verdient, einen ganzen Post gewidmet zu bekommen.
Besonders, da es sich immer so bedingungslos nützlich macht.

Ich spreche von meinem Taschenmesser.


Es war kein Geschenk und kaufen musste ich es auch nicht. Es war ein Fundstück. Jahrzehnte muss es auf dem Dachboden des alten Hauses meiner Oma im Erzgebirge, dem persönlichen Krisengebiet meiner Familie, verbracht haben, bis es zu mir gefunden hat. Von dem ersten Moment in meiner Hosentasche an war es ein Teil von mir.




Es ist relativ schmal und passt so perfekt in eine Hosentasche ohne diese auszubeulen. Die Hülle ist silbern und mit zarten Mustern bedeckt - schlicht und einfach das schönste Taschenmesser, das ich je gesehen habe.
In ihm verbergen sich eine große und eine kleine Klinge sowie ein Korkenzieher. Die Klingen wurden von Opa geschärft und funktionieren nun wunderbar, der Korkenzieher kam noch nie zum Einsatz, aber ihr Moment wird noch kommen.
Schon vorher hatte ich ein Taschenmesser, doch mit seinem breiten Plastikgriff war es mir zu groß für die Hosentasche gewesen und wurde so nur im Rucksack oder der Umhängetasche umhergetragen. Erst mit meinem neuen alten Messer ist in meiner Hosentasche auch wirklich mein Taschenmesser zu Hause. Klingt ja wirklich bedrohlich: eine Person mit einem Messer in der Tasche.
Tatsächlich ist es nur ein ungewohnter Gedanke. Schnell stellt man fest, dass ein Messer unglaublich nützlich ist: Verpackungen öffnen, Muffins durchschneiden, Äpfel aufschneiden (für die Freunde; ich esse meine im Stück und mit Kernen), Holz schnitzen, Schrauben herausdrehen - einfach alles. Bei Bedarf wird die Klinge gereinigt und dann gleitet es sofort wieder zurück in die Hosentasche. Nur nachts schlafen wir getrennt.



Im direkten Vergleich zu meinem alten Taschenmesser werden seine Vorzüge in Sachen Optik und Größe noch einmal deutlich.




Ich frage mich, wem es einst gehört hat. Wessen Hosentasche bewohnte es? Die des Vater meiner Mutter, den ich nie kennengelernt habe? Vielleicht ist es noch älter - wer weiß. Ich weiß nur, dass es mich mit der Geschichte meiner Familie verbindet und dieser Gedanke gefällt mir.

Ich bin so froh, dass dieses Messer zu mir gefunden hat. Wenn ich auf der Suche nach meinem Fahrradschlüssel in die Tasche greife und das von der Körperwärme angewärmte Messer spüre, zaubert es mir stets ein Lächeln ins Gesicht.
Ich möchte nicht mehr ohne mein Messer sein. Also schnell zurück in die Tasche damit.

Apfelkern

Kommentare:

  1. Wow, ein Messer mit Geschichte, gefällt mir :)
    Ich finde sowas auch wenig bedrohlich und mehr praktisch sofern es nicht in die falschen Hände gerät und da mache ich mir bei dir keine Sorgen.

    Eigentlich ist der Grund meiner Anwesenheit aber dein anderer Grund *höhö*

    Also mit Highendnagellackentferner kenne ich mich nicht aus da ich Highend-Kosmetik für überteuert befinde.

    Zur Zeit benutze ich den Nagellackentferner von essence mit Erdbeervanillekotzegeruch. Entfernt zuverlässig den Lack und duftet im Nachheinein, zumindest für meine Nase, ganz angenehm. Auch gut ist der Nagellackentferner von ebelin in dem grünen Pumpspender sowie der von p2 im orangenen Pumpspender. Beide entfernen zuverlässig und greifen die Nägel nicht mehr an als normaler Nagellackentferner. Von den beiden habe ich aber den von p2 als besser in Erinnerug. Zuletzt kann ich noch den Nagellackentferner in "Studio-Qualität" von essence empfehlen. Den gibts in Drogerien mit den 2 großen Essencetheken wo es alles gibt (z.B. bei Müller). Der entfernt wirklich gut ist aber ein bisschen aggressiver.

    Die Preise liegen alle so zwischen 1€~3€
    Suchst du Ersatz weil MNY bald dm verlässt?

    Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

    Der Nagellackguru geht wieder auf ihr großes Wattepad, stellt ein paar Nagellackentfernerflaschen auf und zündet Nagellackpinsel an um die richtige Atmosphäre zu schaffen. Ummmmmmmmmmmmmlackieren... Ummmmmmmmmmmmmmlackieren...

    Liebe Grüße,
    Tüdel ~

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  2. Zu den Fruchtaromen muss ich sagen dass alle einen leichten Duft hinterlassen, ebelin und p2 aber am wenigsten schlimm sind. Ebelin riecht nach... öhm keine Ahnung. SOLL Mandelduft sein und p2 nach Mandarinen.
    Leider hat irgendwie alles ohne Aceton irgendeinen Duft dazugemischt, hrmpf.
    Natoll, jetzt habe ich doch nicht so toll geholfen *fail*

    Auch wenn ich es gerne sehe wenn ich Nicht-Schminkoholiker zum sabbern bringe so muss ich deinen Speichelfluss leider unterbrechen: Essie zieht für MNY ein und Essie hat nur Nagellack und zwar 279 Farben wenn ich richtig gezählt habe. Ob nun auch die Mega-Hyper-Monstertheke des Todes in die dm-Filialen kommt ist fraglich aber es verlässt ja auch L'Oréal Studio Geheimnisse das Sortiment und macht Platz für Catrice. Im März ist das ganze dann soweit. Hmmmmmm... Catrice... *sabber*

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  3. das alte messer ist definitiv praktischer. und so ein familienstück hat was! ich finde das rote jedoch auch ansprechend.

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  5. Ein wunderschönes Messer in der Tat. So etwas zu besitzen ist wunderbar, ich hoffe, dass es dich lange begleiten wird! LG Gesche

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  6. Haha! Ein Gangster! ^^ Ich finde es super, dass es noch Menschen gibt, die nicht alles mit einer App lösen wollen... Wie mich dieses digitalisierte Welt nervt. Für alles und jeden gibt es eine App und falls doch nicht, dann zumindest eine praktische, elektronische (oder elektrische? Oo) Lösung. Eine Lösung zu der es kein Problem zu geben scheint.

    Wie auch immer. Find ich gut! Daumen hoch und stoßen wir an, auf das Uralte, dass auch noch nach Jahrzehnten funktioniert und immer zu gebrauchen ist.

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  7. Wirklich ein schönes Exemplar. Und auch noch auf dem Dachboden gefunden. Daumen hoch.

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